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Hintergrund: DTM wird in Anlehnung an Formel 1-Regeln reformiert

Neues Spiel, neue Regeln: das DTM verspricht sich von neuen Regeln mehr Erfolg beim Zuschauer. Was bei der Formel 1 klappt, kann ja nicht so falsch sein.

Neue Saison, neue Regeln: Das Deutsche Tourenwagen- Masters (DTM) präsentiert sich in dieser Saison in einem verändertem Format. Erstmals sind im Rennen zwei Boxenstopps Pflicht, zudem wird Nachtanken erlaubt, teilten die Veranstalter bei der offiziellen Vorstellung der diesjährigen Serie im Europapark Rust mit. Die Piloten müssen ab dem ersten Rennen auf dem Hockenheimring auch länger am Stück fahren: Das bisherige Qualifikationsrennen am Sonntag wurde abgeschafft. Stattdessen wird das Hauptrennen mit einer Stunde im Vergleich zum Vorjahr deutlich ausgeweitet. "Die langen Rennen werden hart für uns", prophezeite der dreimalige DTM-Meister Bernd Schneider.

Mehr Motivation für die Mannschaft, anstrengend für die Fahrer

Bei Mercedes wurden die Neuerungen begrüßt. "Dieses neue Rennformat mit den zwei Boxenstopps ist ja auch in der Formel 1 erfolgreich", sagte Motorsportchef Norbert Haug: "Ich glaube, für die Mannschaft ist es eine Motivation, wenn sie sich sagen kann: 'Ich arbeite daran, dass der Pilot erfolgreich ist'." Bislang war nur ein Boxenstopp, aber ohne Nachtanken erlaubt. "Mit den Tankstopps, das wird lustig", glaubt Schneider. Die DTM soll mit einigen Änderungen nach dem Vorbild der Formel 1 zuschauerfreundlicher werden. So soll es in den zehn Rennen dieser Saison erstmals eine einheitliche Renn-Startzeit am Sonntag um 14.00 Uhr geben. Die Punkte-Verteilung ist auch neu und entspricht mit zehn Punkten für den Sieger bis hin zu einem Zähler für den Achtplatzierten dem Formel-1-Modus. Um Kosten zu senken, stehen künftig für jeweils zwei Fahrer nur noch drei statt bisher vier Motoren für die gesamte Saison zur Verfügung. Die Qualifikation um die Startplätze findet am Samstag statt. Die Rennen sind nun rund 160 km statt wie bisher rund 100 km lang. "Wenn die Fahrer am Norisring 72 Runden absolvieren, geht das an die Substanz. Wir haben 60 Grad im Auto und müssen hart arbeiten. Das ist kein Spaß", sagte Opel-Pilot Manuel Reuter.

Ausblick auf die Saison 2003

Die DTM startet am 27. April in Hockenheim in ihre vierte Saison, die am 5. Oktober erneut auf dem Hockenheimring endet. Dazwischen gastiert die DTM zwei Mal auf dem Nürburgring, je einmal auf dem Lausitzring und ein Mal auf dem Norisring in Nürnberg. Die vier Auslandsrennen finden auf dem Adria Raceway bei Venedig, im niederländischen Zandvoort, auf dem österreichischen A1-Ring sowie im britischen Donington statt.

Titelverteidiger Laurent Aiello hat starke Konkurrenz. Der französische Audi-Pilot wird gejagt von den Mercedes-Fahrern Schneider (St. Ingbert) und Jean Alesi (Frankreich), von Manuel Reuter und Alain Menu (Frankreich) aus dem Opel-Team sowie dem ehemaligen Formel-1-Piloten Karl Wendlinger (Österreich) im Audi. Insgesamt gehen 21 Fahrer an den Start. Davon sind neun Piloten für Mercedes, jeweils sechs für Opel und Audi im Einsatz.

DPA

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