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NBA: Lakers besiegen Warriors, Chicago bezwingt Orlando

Kobe Bryant hat seine LA Lakers zu einem 97:90-Sieg gegen die Golden State Warriors geführt. 26 seiner 39 Punkte erzielte er dabei in Hälfte zwei. Das Team der Stunde bleiben aber die Chicago Bulls, die in Orlando den sechsten Sieg in Serie verbuchen konnten.

Die Los Angeles Lakers haben dank eines gut aufgelegten Kobe Bryant den fünften Sieg im neunten Spiel eingefahren. Der gehandicapte Bryant erzielte insgesamt 39 Punkte für seine Farben im Spiel gegen die Golden State Warriors. Weiterhin nicht zu stoppen sind im Moment die Chicago Bulls. Das 97:83 bei den Orlando Magic war bereits der sechste Erfolg in Serie für das Team aus der Windy City. 

Im heimischen Staples Center schien es zunächst nicht so, als könnte der angeschlagene Bryant sein Team zu einem Sieg führen. Seine ersten beiden Würfe fanden nicht das Ziel, aber Bryant, der eine gerissene Sehne im Handgelenk zu beklagen hat, biss sich im weiteren Verlauf in die Partie und erzielte in Halbzeit zwei 26 seiner insgesamt 39 Punkte. 

Müde Lakers, müdes Spiel

Den Lakers war anzumerken, dass das Team müde war - es war das neunte Spiel in 13 Tagen, mehr musste kein anderes Team absolvieren. Aber gegen die Golden State Warriors, die seit März 2008 nicht mehr bei den Lakers gewinnen konnten, reichte es trotzdem zum fünften Heimsieg in Folge. 

Golden State war nach einer schwachen ersten Halbzeit mit insgesamt 23 Turnovers auf beiden Seiten mit einer 39:35-Führung in die Kabinen gegangen. Aber Bryant, der vor jedem Spiel schmerzstillende Injektionen bekommt, sorgte mit 17 Punkten im dritten Viertel für eine Führung der Lakers, die sie im Schlussabschnitt über die Zeit retteten. 

"Das Wichtige für uns war es zu versuchen, unsere Energie auf beiden Seiten des Parketts zu sammeln und mit ein wenig mehr Leben zu spielen", so Bryant auf espn.com. Unterstützung in der Offensive bekam Bryant von Pau Gasol, der 17 Punkte und 11 Rebounds beisteuerte sowie Matt Barnes, der nach 16 Punkten mit sechs Fouls vorzeitig auf die Bank musste.

Fatale Dreierquote

Hauptproblem der Lakers in dieser Saison bleiben die Fehlversuche von jenseits der Dreierlinie. Nach einem Franchise-Minusrekord von 0-11 im Spiel zuvor in Portland gingen auch diesmal die ersten sechs Versuche ins Leere, ehe Troy Murphy Ende des zweiten Viertels einen Dreier versenkte. Der erste erfolgreiche Treffer nach zuvor 22 Fehlversuchen. 

Für Bryant war es das dritte Spiel mit mindesten 30 Punkten in Folge. Beim Gast war Monte Ellis mit 18 Körben, zehn Assists und fünf Steals am erfolgreichsten, David Lee steuerte 15 Punkte und elf Rebounds bei. 

Chicago weiter on fire

Drei Spieler mit 20 Punkten und mehr waren der Sieggarant für die Chicago Bulls, die sich auch kurz vor Schluss nicht aus der Ruhe bringen ließen, als die Orlando Magic bis auf drei Zähler verkürzen konnte. Derrick Rose und Loul Leng mit je 21 sowie Carlos Boozer mit 20 Punkten stellten den 97:83-Auswärtssieg sicher. 

Orlando kam zunächst gut ins Spiel und ging mit 10:2 in Führung. Nach einer Auszeit konnten die Bulls beim Stand von 17:17 ausgleichen. Dank Dwight Howard, der 14 seiner 28 Punkte im ersten Viertel erzielte, ging Orlando trotzdem mit einem denkbar knappen 27:26-Vorsprung ins zweite Viertel.

Bis zur Halbzeit drehte Chicago aber auf und ging mit zehn Punkten Vorsprung in die Kabine. Diesen bauten sie beim Stand von 62:45 bis auf 17 Zähler aus. Dank drei erfolgreicher Würfe aus der Distanz verkürzte die Heimmannschaft jedoch auf 62:54 und kämpfte sich beim Stand von 80:77 bis auf drei Punkte heran. 

Orlando noch nicht so weit

Während letzte Saison in solchen engen Momenten MVP Rose die Verantwortung übernahm, sprangen dieses Mal andere für Chicago in die Bresche. Rose erzielte im Schlussabschnitt nur vier Zähler. Trotzdem war Coach Tom Thibodeau zufrieden mit dessen Leistung: "Er weiß, was er zu tun hat. Als er punkten musste, punktete er. Er hat das Spiel wirklich gut gelenkt", so Thibodeau.

Sein Gegenüber Stan Van Gundy sieht sein Team dagegen noch nicht auf dem richtigen Weg: "Ganz einfach, wir sind noch nicht auf dem Niveau. Nicht annähernd", sagte Van Gundy. "Man muss der Realität in die Augen sehen. Wir müssen hart arbeiten, um das Niveau zu erreichen, weil wir im Augenblick nicht nah dran sind, um dieses abzurufen."

Nach der Auftaktniederlage bei Oklahoma City war das Spiel gegen die Bulls die zweite Begegnung mit einem Gegner aus den letztjährigen Playoffs und auch diese ging verloren. Vor allem die bis dato starke Bank der Magic war mit einer Wurfquote von 3-15 nicht in der Lage, die Starting Five zu unterstützen. So setzte es die erste Heimniederlage der Saison, Chicago gewann zum sechsten Mal in Folge.

sportal.de / sportal

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