HOME

Rührende Nachricht für Markus Rehm: "Vorteil hin oder her. Für mich bist Du ein Gewinner"

Der behinderte Weitsprung-Meister Markus Rehm darf wegen seiner Prothese nicht an der Leichathletik-EM teilnehmen. Ein Kollege schickt ihm daher eine einfühlende Nachricht.

Bitter für den deutschen Weitsprung-Meister Markus Rehm: Er darf nicht an der Leichtathletik-EM in Zürich teilnehmen. Der Deutsche-Leichtathletik-Verband (DLV) verzichtete wegen seiner Bein-Prothese auf die Berufung. "Wir leben die Inklusion. Die Grenze der Inklusion ist die Vergleichbarkeit der Leistung, die Chancengleichheit im Wettkampf", erklärte DLV-Präsident Clemens Prokop. Ist die Entscheidung gerecht? Oder hätte der DLV Rehm starten lassen sollen? Die Reaktionen darauf sind gespalten.

Für Ex-Europameister Christian Reif ist Rehm trotz der Nichtnominierung für die Leichtathletik-EM im August in Zürich ein Sieger. "Vorteil hin oder her. Für mich bist Du dennoch ein Gewinner", schrieb der Athlet aus Rehlingen am Mittwoch via Twitter, "denn Du hast allen gezeigt, wozu ein Sportler mit Behinderung fähig ist! Danke Markus."

Reaktionen

Verena Bentele, Behindertenbeauftragte der Bundesregierung: "Meinem Erachten nach ist die Entscheidung sehr schade. Ich finde es nicht glücklich, dass sie so gefallen ist. Ich hätte es gut gefunden, wenn der DLV ein Statement abgegeben und die Inklusion ernsthaft vorangetrieben hätte. Es wäre konsequent gewesen und eine politische Entscheidung."

Das Netz reagiert gespalten auf die Nicht-Nominierung. Einigen halten das Vorgehen des DLVs für einen Skandal. Andere können die Entscheidung nachvollziehen.

feh

Wissenscommunity