Weltcup Hannawald-Comeback missglückt


Sven Hannawald kommt auf dem Weg zurück in die Weltspitze nur langsam voran. Beim Heimspiel auf der Hochfirstschanze glänzte dafür erneut Michael Uhrmann.

Sven Hannawald kommt auf dem Weg zurück in die Weltspitze nur mühsam voran. Der Vierschanzentourneesieger aus Hinterzarten sammelte am Samstag als 17. in Titisee-Neustadt zwar die ersten Weltcup-Zähler in diesem Winter, konnte vor 20.000 Fans aber noch nicht mit den Besten mithalten. «Momentan macht es keinen Spaß. Aber ich arbeite dafür, dass es irgendwann wieder Freude macht», sagte Hannawald nach Sprüngen auf 121,5 und 125,5 m.

Beim Heimspiel auf der Hochfirstschanze glänzte dafür erneut Michael Uhrmann. Der 24-Jährige aus Rastbüchl belegte mit Sprüngen von 130 und 128 m (263,9 Punkte) den fünften Rang und bestätigte damit seine Zugehörigkeit zu den Besten der Welt. Gegen Martin Höllwarth konnte aber auch Uhrmann nichts ausrichten. Der Österreicher feierte mit 293,1 Zählern (135+137) bereits seinen zweiten Saisonsieg vor Weltcup-Spitzenreiter Sigurd Pettersen. Der Norweger erhielt 288,2 Punkte für Sprünge auf 136,5 und 135 m.

Von diesen Weiten war Sven Hannawald weit entfernt. Dabei hatte er im Probedurchgang mit der zweitbesten Weite von 132,5 m seine Möglichkeiten angedeutet. Doch als es ernst wurde, konnte er sein Potenzial nicht abrufen. «Mir fehlt einfach noch die Konstanz. Mir gelingen die Sprünge nicht immer so wie der in der Probe. Ich brauche noch Zeit», analysierte der 28-Jährige. Denn der Rückstand nach der Verletzungspause im Sommer ist zu groß, als dass er sich schon wieder mit den Top-Springern messen könnte. «Die anderen haben durchtrainiert. Es wäre zu viel verlangt, wenn ich schon wieder um den Sieg mitspringen würde», meinte Hannawald und stellte fest: «Es ist noch ein sehr weiter Weg.»

Mittendrin in der Weltspitze ist Michael Uhrmann. Mit Platz fünf bestätigte er seine tollen Ergebnisse von den ersten Springen in Skandinavien. «Nach dem ersten Sprung ist mir ein Stein vom Herzen gefallen, denn in der Qualifikation am Freitag lief es nicht so gut», sagte der momentan beste deutsche Skispringer. «Der zweite Sprung war der beste, den ich auf dieser Schanze gemacht habe. Aber perfekt waren beide Sprünge nicht», meinte Uhrmann.

Der Österreicher Martin Höllwarth gewinnt das Weltcup-Skispringen in Titisee-Neustadt im Schwarzwald mit Weiten von 135 und 137 Metern.


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