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Wintersport: Wengen - Triumph für Feuz – Cuche abgeschlagen

Während der Angriffskurs des jungen Beat Feuz auf dem Lauberhorn mit einem großen Vorsprung und seinem dritten Weltcupsieg belohnt wurde, ging Altmeister Didier Cuche wieder einmal leer aus und erlebte ein ganz bitteres Debakel.

Fragt man Experten, was die Grundvoraussetzung für einen Sieg am legendären Lauberhorn - der längsten Abfahrt der Welt - ist, bekommt man meist als Antwort: "Viel, viel Erfahrung." Ein weiteres und offenbar in den letzten Jahren noch viel wichtigeres Erfolgsrezept lautet: "Locker bleiben." Denn "wenn du zu viel willst, ist die Gefahr sehr groß, dass ein grober Fehler passiert", erklärte der Österreicher Klaus Kröll laut blick.ch.

Und so siegte bei der 2012er-Auflage in Wengen auch ein Läufer ohne große Erfahrung, aber dafür mit der nötigen Coolness. Bei seinem erst dritten Auftritt in Wengen hatte der 24-jährige Schweizer Beat Feuz schon am Vortag in der Abfahrt der Super-Kombination mit seiner Bestzeit und Platz zwei nach dem Slalom für einen Paukenschlag gesorgt.

Daraufhin wurde er von Kollege Bode Miller prompt zum Topfavoriten auf der Spezialabfahrt erklärt und bestätigte diese Einschätzung mit dem dritten Weltcup-Sieg seiner Karriere. Schon 2010 hatte mit dem damals 23-jährigen Carlo Janka ein junger Wilder gewonnen.

Feuz: Großes Risiko wird belohnt

Mit 2:35,31 Minuten verwies Feuz bei perfekten Bedingungen den Österreicher Hannes Reichelt mit satten 0,44 Sekunden Rückstand auf Platz zwei, Dritter wurde der Italiener Christof Innerhofer (+0,49). Damit holte Feuz das nach, was er vor einem Jahr beim Comeback-Rennen nach überstandener Meniskusverletzung noch versäumt hatte. Damals war er nach einem dritten Platz in der Kombinationsabfahrt in der Spezialabfahrt im Ziel-S ausgeschieden.

"Im letzten Winter ist mir hier am Schluss der Saft ausgegangen, weil ich zuvor wegen einer Verletzung wochenlang keine Wettkämpfe absolvieren konnte", hatte er sich laut blick.ch kurz vor dem Rennen zurückerinnert und Großes angekündigt: "Jetzt bin ich voll im Rhythmus." Und das Versprechen löste er auf der Piste ein. Er fuhr voll auf Angriff und zeigte nicht nur an den Schlüsselstellen Hundschopf und Minschkante eine starke Vorstellung.

Cuche kannt erneut nichts ausrichten

Für Landsmann Didier Cuche setzte sich dagegen sein Lauberhorn-Fluch weiter fort, seine sich dem Ende entgegen neigende Karriere droht unvollkommen zu bleiben. Der mittlerweile 37-jährige Eidgenosse hatte hier dreimal den zweiten Platz geholt, ein Triumph war ihm im Gegensatz zu den meisten anderen Klassikern im Alpin-Zirkus aber auch auch im 13. Anlauf verwehrt geblieben.

Diesmal erlebte er ein besonders bitteres Debakel und kam mit enormen 1,44 Sekunden Rückstand ins Ziel, immerhin knapp vor dem besten deutschen Läufer Stefan Keppler (+1,68), Tobias Stechert verpasste die besten 30 und blieb ohne Weltcup-Punkte.

sportal.de / sportal

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