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Schwerer Sturz: Tour-Aus für Tony Martin

Schlimme Nachricht für Tony Martin: Nach einem schweren Sturz ist für den Träger des Gelben Trikots die Tour de France beendet. Er hat sich einen Schlüsselbeinbruch zugezogen.

Kurz vor Schluss stürzte Tony Martin - und quälte sich die letzten Meter noch ins Ziel

Kurz vor Schluss stürzte Tony Martin. Die letzten Meter quälte er sich noch ins Ziel.

Tony Martin muss bei der Tour de France verletzungsbedingt aufgeben. Der deutsche Radprofi stürzte am Donnerstag kurz vor dem Ziel der sechsten Etappe. Er verteidigte zwar das Gelbe Trikot, kann die Tour aber nicht fortsetzen. Martin selbst bestätigte via Twitter, dass er sich einen Schlüsselbeinbruch zugezogen hat. Dies ergab eine Untersuchung in der Röntgenstation. Der Chirurg habe Martin gesagt, dass es unmöglich sei weiterzufahren, erklärte Teamchef Patrick Lefevere dem französischen Sender "Europe 1". Martin trug das Gelbe Trikot des Spitzenreiters damit nur zwei Tage. 

"Ich hab doch ganz schöne Schmerzen", hatte Martin zuvor im Ziel gesagt. Bei der Siegerehrung hatte der deutsche Tour-Spitzenreiter den linken Arm angewinkelt hängen lassen und sich ein gequältes Lächeln abgerungen. Enttäuschung und Schmerzen waren ihm ins Gesicht geschrieben. 

John Degenkolb auf dem undankbaren vierten Platz

Den Sieg auf der sechsten Etappe der 102. Frankreich-Rundfahrt nach 191,5 Kilometern von Abbeville nach Le Havre sicherte sich Martins tschechischer Teamkollege Zdenek Stybar vor dem Slowaken Peter Sagan. John Degenkolb kam auf den undankbaren vierten Platz. 

Martin blieb zunächst auf dem Asphalt sitzen. Er wurde anschließend von zwei Teamkollegen ins Ziel eskortiert. In den Sturz in Le Havre wurde auch Vorjahressieger Vincenzo Nibali und Mitfavorit Niaro Quintana verwickelt. 

Da der Sturz kurz vor der Zielankunft passierte, wurde Martins Rückstand nicht gewertet. Der Rostocker Andre Greipel verteidigte das Grüne Trikot des Punktbesten vor Sagan.

car/DPA / DPA
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