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+++ News des Tages +++: Französischer Bürgermeister empört mit flüchtlingsfeindlichen Plakaten

Al-Bakr hätte schon diese Woche Anschlag verüben können +++ Tony Martin ist Zeitfahr-Weltmeister +++ Entschädigung für missbrauchte "Domspatzen" +++ Nordkoreas Vize-Außenminister verbannt +++  Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Plakatwarnung vor Asylsuchenden im Zentrum von Béziers

"Jetzt kommen sie... die Flüchtlinge in unserem Stadtzentrum!": Plakatwarnung vor Asylsuchenden im Zentrum von Béziers

Die News des Tages im Überblick:

+++ 19.45 Uhr: Produktionsfirma muss für Harrison Fords Beinbruch zahlen +++

Eine Filmproduktionsfirma muss für einen Unfall des Hollywoodstars Harrison Ford am "Star-Wars"-Filmset einen Millionenstrafe zahlen. Der US-Schauspieler hatte sich damals bei Dreharbeiten das Bein gebrochen. Wie das zuständige Gericht im englischen Aylesbury am Mittwoch mitteilte, muss die Firma Foodles Production wegen Verstößen gegen Gesundheits- und Sicherheitsregeln 1,6 Millionen Britische Pfund (1,8 Millionen Euro) Strafe bezahlen. Bei dem Unfall im Jahr 2014 war eine Tür auf den 74 Jahre alten Schauspieler gestürzt.

+++ 19.11 Uhr: Französischer Bürgermeister empört mit flüchtlingsfeindlichen Plakaten +++

Mit flüchtlingsfeindlichen Plakaten hat ein rechtspopulistischer französischer Bürgermeister für Empörung gesorgt. In der von Robert Ménard regierten südfranzösischen Stadt Béziers wurden am Dienstag Plakate mit der Aufschrift "Jetzt kommen sie ... die Flüchtlinge in unserem Stadtzentrum!" aufgehängt. Gezeigt werden Flüchtlinge vor der Kathedrale von Béziers. Auf dem Plakat steht außerdem: "Der Staat drängt sie uns auf."

Die französische Regierung schaltete die Staatsanwaltschaft ein und verurteilte die Aktion als "Aufruf zum Hass". Die Menschenrechtsorganisation SOS Racisme warf Ménard "flüchtlingsfeindliche Wahnvorstellungen" vor. Mit den Plakaten protestiert Ménard, der 2014 mithilfe der rechtsextremen Front National (FN) von Marine Le Pen zum Bürgermeister gewählt wurde, offenbar gegen eine neue Flüchtlingsunterkunft in seiner Stadt. Die französische Regierung will das Flüchtlingslager von Calais schließen und die dort ausharrenden Menschen in Unterkünfte im ganzen Land verteilen. Deswegen werden landesweit neue Flüchtlingsunterkünfte geschaffen, was in manchen Regionen auf Widerstand stößt.

+++ 18.46 Uhr: SEK stürmt Wohnung in Salzwedel +++

Spezialeinsatzkräfte der Polizei haben eine Wohnung in Salzwedel gestürmt und sind dabei vom Bewohner mit einem Beil beworfen worden. Wie die Polizei in Sachsen-Anhalt mitteilte, hielt sich der Mann mit seiner Frau und einem großen Hund in der Wohnung in einem Plattenbauviertel auf. Die Durchsuchung habe im Zusammenhang mit einem Strafverfahren wegen Drogendelikten gestanden. Beamte hätten die Tür aufbrechen und sich gegen den polizeibekannten, aggressiven Mann zur Wehr setzen müssen, hieß es. Er wurde zeitweise gefesselt. Es seien Marihuana und andere Beweismittel sichergestellt worden. Wegen seines Verhaltens muss der Mann mit mehreren Ermittlungsverfahren rechnen.

+++ 18.20 Uhr: US-Börsenaufsicht verhängt Millionenstrafe gegen Deutsche Bank +++

Die Deutsche Bank kommt nicht zur Ruhe: Mitten in die Verhandlungen um einen Milliardenvergleich wegen windiger Hypotheken-Deals platzt die US-Börsenaufsicht SEC mit einer weiteren Millionenstrafe. Wegen Regelverstößen im Zusammenhang mit der Aktienanalyse habe die Bank ein Bußgeld von 8,6 Millionen Euro akzeptiert, teilte die SEC mit.

Die Bank soll vertrauliche Marktinformationen nicht ausreichend geschützt und Aktien zum Kauf empfohlen haben, obwohl der zuständige Analyst hinter vorgehaltener Hand davon abgeraten habe. Darüber hinaus habe es das Geldhaus verfehlt, im Rahmen der Ermittlungen von der SEC angeforderte Unterlagen bereitzustellen.

+++ 17.48 Uhr: Maaßen: Al-Bakr hätte schon diese Woche zuschlagen können +++

Soll aus der Türkei nach Syrien weitergereist sein: Dschaber Al-Bakr, der Terrorverdächtige aus Chemnitz

War bereit zum Anschlag: Dschaber Al-Bakr, der Terrorverdächtige aus Chemnitz

Daschaber al-Bakr, der Terrorverdächtige von Chemnitz, stand offenbar kurz davor, seine Anschlagspläne umsetzen zu können. Der Verfassungsschutz habe den Eindruck gewonnen, dass "der Verdächtige schon in dieser Woche einen Anschlag verüben könnte", sagte Hans-Georg Maaßen, Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" laut einer Vorab-Meldung.

+++ 16.54 Uhr: BGH kassiert Freisprüche für Bank-Manager +++

Der Prozess um komplizierte Geschäfte der HSH Nordbank mit einem Millionenschaden muss neu aufgerollt werden. Der Bundesgerichtshof kassierte in einer Revisionsverhandlung in Leipzig die Freisprüche für sechs frühere Landesbank-Manager, unter ihnen die ehemaligen Vorstandschefs Hans Berger und Dirk Jens Nonnenmacher. Ob die damaligen Vorstände Ende 2007 bei der Zustimmung zu dem Paket mit Kreditausfall-Geschäften ihre Pflichten im unerlaubten Maße verletzt hätten, sei den Ausführungen des Landgerichts Hamburg nicht zu entnehmen.

Die Vorinstanz hatte das Geschäft zwar als sinnlos bezeichnet, die Pflichtverletzung aber nicht als gravierend genug für eine Verurteilung angesehen. Mit den Vorwürfen wegen Untreue - und bei zwei Angeklagten auch wegen Bilanzfälschung - muss sich nun eine andere Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Hamburg beschäftigen.

+++ 16.25 Uhr: 1200 Gäste bei Beerdigung von Hells-Angels-Chef +++

Viele hundert Trauergäste aus dem In- und Ausland haben sich im hessischen Gießen zur Beerdigung des am vergangenen Freitag erschossenen Chefs der Gießener Hells Angels versammelt. An der Zeremonie auf einem Friedhof der Stadt nahmen insgesamt mehr als 1200 Besucher teil, wie ein Polizeisprecher sagte. Zwischenfällen habe es nicht gegeben.

+++ 16.21 Uhr: Russland kündigt Syrien-Gespräche mit USA an +++

Nach dem Abbruch der Verhandlungen über eine Waffenruhe für Syrien wollen Russland und die USA ihre direkten Gespräche wieder aufnehmen: Moskau kündigt ein internationales Syrien-Treffen mit den USA für Samstag in Lausanne in der Schweiz an. Demnach werden der russische Außenminister Sergej Lawrow und sein US-Kollege John Kerry daran teilnehmen.

+++ 15.40 Uhr: Zwei Flugzeuge touchieren sich auf New Yorker Flughafen +++

Zwei Flugzeuge sind sich auf einem Flughafen im Großraum der Millionenmetropole New York gefährlich nahe gekommen.
Ein Airbus A340 der Lufthansa und eine Boeing B777 von United hätten sich auf dem Flughafen Newark im US-Bundesstaat New Jersey an den rechten Flügelspitzen berührt, sagte ein Sprecher der Flugaufsichtebehörde FAA der Deutschen Presse-Agentur und bestätigte damit entsprechende Berichte von US-Medien. Verletzt worden sei niemand. Der United-Flieger sei kurz vor dem Vorfall am Dienstagnachmittag (Ortszeit) gelandet und hatte rund 150 Menschen an Bord. Im Lufthansa-Flieger, der gerade an ein anderes Gate gebracht wurde, saßen keine Passagiere. Die FAA hat eine Untersuchung des Vorfalls angekündigt.

+++ 15.26 Uhr: Korruption am BER: Mehrjährige Haftstrafe +++

Im Korruptionsprozess rund um den Bau des Hauptstadtflughafens BER hat das Landgericht Cottbus gegen einen ehemaligen Bereichsleiter der Flughafengesellschaft eine Haftstrafe verhängt. Die Richter verurteilten ihn zu dreieinhalb Jahren Gefängnis wegen Bestechlichkeit.

Die Ankläger hatten dem Mann vorgeworfen, von einer Auftragsfirma Ende 2012 Schmiergeld in Höhe von 150.000 Euro entgegengenommen zu haben. Im Gegenzug habe er sich dafür eingesetzt, dass Nachtragsforderungen in Millionenhöhe ungeprüft an die Bauausrüsterfirma überwiesen wurden.

Neben dem Ex-Bereichsleiter saßen noch zwei Männer auf der Anklagebank: Der Ex-Vorsitzende der Geschäftsleitung der Firma Imtech Deutschland erhielt eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und elf Monaten wegen Bestechung. Ein weiterer Ex-Firmenmitarbeiter wurde zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und drei Monaten wegen Beihilfe verurteilt.

+++ 15.25 Uhr: Mindestens acht Tote bei Bombenanschlag in Nigeria +++

Bei der Explosion eines Sprengsatzes im Nordosten von Nigeria sind mindestens acht Menschen getötet worden. 15 weitere wurden verletzt, wie die nigerianische Katastrophenschutzbehörde (Nema) am Mittwoch mitteilte. Die Explosion erfolgte demnach am Morgen in einer belebten Gegend am Stadtrand von Maiduguri.

Hinter dem Anschlag wurde die islamistische Terrormiliz Boko Haram vermutet. Die sunnitischen Fundamentalisten terrorisieren seit 2009 den Nordosten Nigerias und die angrenzenden Gebiete in den Nachbarstaaten Kamerun, Tschad und Niger. Bei Angriffen und Anschlägen der Gruppe kamen seither mindestens 14.000 Menschen ums Leben, geschätzte 2,7 Millionen Menschen flohen vor der Gewalt.

+++ 15.24 Uhr: Ermittlungsverfahren wegen Kardashian-Überfall eröffnet +++

Gut eine Woche nach dem Überfall auf TV-Star Kim Kardashian, 35, in Paris hat die französische Justiz ein Ermittlungsverfahren eröffnet. Ermittelt werde wegen bandenmäßigen bewaffneten Raubüberfalls, krimineller Vereinigung und Freiheitsberaubung, hieß aus Justizkreisen.

Die Ehefrau von Rapper Kanye West, 39, war in der Nacht zum 3.
Oktober in einer Pariser Luxusresidenz mit einer Waffe bedroht und gefesselt worden. Die fünf als Polizisten verkleideten Täter erbeuteten Schmuck im Wert von rund neun Millionen Euro und konnten unerkannt fliehen. Mit der Eröfnung des Verfahrens liegen die Ermittlungen nun in der Hand eines unabhängigen Ermittlungsrichters.

+++ 15.18 Uhr: MDR: Al-Bakr war wieder in Syrien +++

Der unter Terrorverdacht festgenommene Syrer Dschaber al-Bakr war nach Recherchen des MDR nach seiner Ankunft als Flüchtling in Deutschland zwischenzeitlich wieder in Syrien. Das habe die Familie des 22-Jährigen mitgeteilt, berichtete der Magazin "Exakt" am Mittwoch vorab. Demnach reiste er im Herbst vergangenen Jahres zwei Mal in die Türkei und hielt sich auch einige Zeit in der syrischen Stadt Idlib auf. Mitbewohner Al-Bakrs aus dem nordsächsischen Eilenburg hätten ebenfalls von seinem Aufenthalt in Idlib berichtet.

+++ 15.01 Uhr: Tony Martin ist der schnellste Mann in der Wüste von Doha +++

Er war der Favorit und er hat die Erwartungen erfüllt: Radprofi Tony Martin hat bereits zum vierten Mal den WM-Titel im Einzelzeitfahren gewonnen. Der 31-Jährige siegte bei der Straßenrad-WM in Doha vor dem weißrussischen Vorjahressieger Wasil Kirijenka. Nach 40 Kilometern hatte der Deutsche im Ziel 45 Sekunden Vorsprung. Dritter wurde der Spanier Jonathan Castroviejo Nicolas mit einem Rückstand von 1:10 Minuten. Für Tony Martin ging somit eine enttäuschende Saison mit einem Happy End zu Ende. Bei der Tour de France hatte er verletzt aufgeben müssen, bei den Olympischen Spielen in Rio war er nicht über Platz zwölf hinausgekommen. Es ist bereits Tonys siebte Einzelmedaille bei Weltmeisterschaften.

+++ 14.56 Uhr: Berlinerin erhält Schmerzensgeld nach missglückter Schönheits-OP +++

Nach einer fehlerhaften Operation muss eine Potsdamer Schönheitsklinik knapp 34.000 Euro Schmerzensgeld an eine Patientin aus Berlin zahlen. Diese Entscheidung verkündete das Potsdamer Landgericht. Neben dem Schmerzensgeld steht der Frau demnach auch Ausgleich für weitere Behandlungskosten zu, die nach der missglückten Bauchdeckenstraffung immer noch anfallen. Die Frau hatte sich im April 2012 operieren lassen. Bei dem Eingriff erlitt sie starke und schmerzhafte Verbrennungen am Gesäß. Wie es zu den Verbrennungen kam, wurde nicht bekannt. Die Patientin hatte von der Klinik 50.000 Euro Schmerzensgeld verlangt.

+++ 14.52 Uhr: "Domspatzen": Missbrauchsopfer sollen entschädigt werden +++

Die Opfer des Missbrauchs bei den Regensburger Domspatzen sollen bis Ende 2017 finanziell entschädigt werden. Je nach Schwere der Übergriffe sollen die Betroffenen zwischen 5000 und 20.000 Euro erhalten, kündigte Bischof Rudolf Voderholzer in Regensburg an. Ein Gremium aus drei Personen werde über die Höhe der Zahlungen entscheiden. Nach derzeitigem Stand wurden an der Schule und dem Internat des berühmten Chores zwischen 1953 und 1992 mehr als 230 Kinder von Lehrern und Priestern misshandelt, mindestens 60 Kinder wurden Opfer sexueller Gewalt. Fachleute gehen davon aus, dass die Dunkelziffer deutlich höher liegt. Die Entschädigungsregelung ist das Ergebnis intensiver Beratungen zwischen Vertretern der Kirche und der Betroffenen, darunter auch Alexander Probst. Der 56-Jährige zeigte sich zufrieden. "Wir traten an mit einem Forderungskatalog, der bewusst sehr hoch angesetzt war - nach heutigem Stand wissen wir, dieser Forderungskatalog ist erfüllt." Dies sei ein Ergebnis, "von dem wir jahrelang geträumt haben".

+++ 14.51 Uhr: Käßmann steht als Gauck-Nachfolgerin nicht zur Verfügung +++

Die evangelische Theologin Margot Käßmann hat Spekulationen über eine Kandidatur als Nachfolgerin von Bundespräsident Joachim Gauck zurückgewiesen. "Es ehrt mich, dass mein Name im Zusammenhang mit dem höchsten Amt im Staat genannt wird. Allerdings stehe ich für dieses Amt nicht zur Verfügung", erklärte sie nach Angaben ihres Büros. Käßmann reagierte damit auf Berichte, wonach SPD und Linke über die frühere EKD-Ratsvorsitzende als mögliche Kandidatin gesprochen haben. SPD-Chef Sigmar Gabriel habe gegenüber dem Linke-Vorsitzenden Bernd Riexinger vorgefühlt, ob die Linke Käßmann mittragen würde, berichteten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

+++ 14.38 Uhr: Drei Stiche in Hals und Nacken - Angeklagter gesteht Mordversuch +++

Im Prozess um den versuchten Mord an einer jungen Frau in Bayern hat der Hauptangeklagte die Tat gestanden. Er habe drei Mal auf Hals und Nacken seiner Ex-Freundin eingestochen, sagte der 20-Jährige vor dem Landgericht Würzburg. Zusammen mit einem Komplizen habe er den Tatort dann in dem Glauben verlassen, die 22-Jährige sei tot. "Es gibt keine Entschuldigung dafür", sagte er. "Ich würde alles dafür geben, dass ich das rückgängig machen könnte." Das Opfer ist seit der Attacke halbseitig gelähmt und sitzt im Rollstuhl. Der Mann und sein 19 Jahre alter mutmaßlicher Mittäter sind wegen versuchten Mordes angeklagt. Der Komplize soll das Opfer per Smartphone in den Schlosspark Wiesentheid gelockt haben. Der 20-Jährige soll sich dort versteckt gehalten und auf die junge Frau eingestochen haben. Ein Fußgänger fand die 22-Jährige erst am nächsten Morgen.

+++ 14.37 Uhr: Beisetzung für Gießener Rocker-Boss beginnt +++

Die Beisetzung des erschossenen Hells Angels-Chefs von Gießen hat am Mittwoch auf einem Friedhof in der mittelhessischen Stadt begonnen. Mehrere hundert Menschen, darunter zahlreiche Anhänger der Rocker-Szene, kamen zu der Bestattung auf einem muslimischen Gräberfeld. Zu Dutzenden fuhren sie in ihren Kutten auf Motorrädern vor. Ein Großaufgebot der Polizei war rund um den Friedhof im Einsatz. Es würden aber keine besonderen Vorkommnisse erwartet, sagte ein Sprecher. Der 45-jährige Aygün Mucuk war am Freitag auf dem Gelände des Rocker-Clubhauses in Wettenberg bei Gießen erschossen worden.

+++ 14.19 Uhr: Polizei hilft Braut aus dem Stau +++

Einer Braut in Hessen hat eine Polizei-Streife dabei geholfen, pünktlich zu ihrer eigenen Hochzeit zu erscheinen. Die Polizei in Hofheim hatte am 20. August ein Anruf des Bräutigams erreicht, seine Zukünftige stehe auf der A66 im Stau, wie die Polizei mitteilte. Die Autobahn war wegen eines brennenden Lkw gesperrt. Die Polizisten fanden die Braut und nahmen sie ins "Schlepptau", wie es in einer Mitteilung hieß. Ausnahmsweise sei eine Abkürzung über eine Baustelle genommen worden. Inzwischen bedankte sich die mittlerweile Verheiratete bei den hilfsbereiten Beamten mit einem Blumenstrauß, Süßigkeiten und einer Karte.

+++ 13.46 Uhr: Medizinischer Notfall - Flugzeug aus Dresden kehrt um +++

Wegen eines medizinischen Notfalls an Bord musste eine in Dresden gestartete Germania-Maschine wieder umkehren. Ein Passagier habe in der Luft einen Schlaganfall erlitten, sagte ein Flughafen-Sprecher. 55 Minuten nach dem Start um 6.05 Uhr in Richtung Paphos (Zypern) entschied sich der Pilot daher für die Rückkehr. Am Flughafen Dresden kümmerte sich das Notarzt-Team der DRF Luftrettung um die Erstversorgung des Mannes, der anschließend in ein Krankenhaus gebracht wurde. Am Mittag sollten die rund 140 Passagiere mit einer Ersatzmaschine ihren Flug nach Zypern fortsetzen.

+++ 13.34 Uhr: Strafbefehl gegen Zirkusdirektor nach tödlichem Elefantenangriff +++

Nach der tödlichen Attacke eines Elefanten auf einen Spaziergänger im vergangenen Jahr hat der Zirkusdirektor einen Strafbefehl bekommen. Er soll wegen fahrlässiger Tötung 90 Tagessätze à 70 Euro zahlen - insgesamt 6300 Euro, wie die Staatsanwaltschaft Mosbach mitteilte. Demnach ist der Zirkuschef dafür verantwortlich, dass der Elefant Benjamin, auch "Baby" genannt, im Juni 2015 aus seinem Gehege im baden-württembergischen Buchen entkam. Die ausgewachsene Elefantenkuh hatte daraufhin einen 65 Jahre alten Spaziergänger angegriffen und getötet. Ob sie versehentlich freikam oder gezielt freigelassen wurde, blieb ungeklärt.

Der Elefant lebt inzwischen im Safaripark in Schloß Holte-Stukenbrock bei Bielefeld. Nach der Attacke war ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, außerdem hatte die Tierschutzorganisation Peta Anzeige gegen den Zirkus erstattet. Peta hatte zuvor immer wieder berichtet, dass das Tier verhaltensauffällig sei.

+++ 13.22 Uhr: Vice will TV-Sender in Deutschland starten +++

Der amerikanische Medienkonzern Vice plant in Deutschland einen eigenen TV-Sender. "Deutschland ist ein besonderer Markt: mächtig, intelligent. Deshalb nehmen wir uns Zeit", sagte der Gründer und Vice-Chef Shane Smith der Wochenzeitung "Die Zeit". "Aber: Wir werden innerhalb der nächsten zwölf Monate einen eigenen Fernsehsender in Deutschland haben." In Amerika und Großbritannien gibt es den neuen Sender Viceland bereits. Der Disney-Konzern hält an Vice einen Anteil von 18 Prozent. "Ich bin für Disney ein Labor, ein Experimentiermotor. Wenn ich scheitere, ist es nicht schlimm", sagte der 46-jährige Vice-Chef. "Uns gibt das Ganze einen strategischen Vorteil. Die einzige Medienfirma, die Marken übernommen hat, um sie dann noch erfolgreicher zu machen, ist Disney."

+++ 13.21 Uhr: Zahl der Internetnutzer steigt deutlich +++

Laut einer repräsentativen Studie im Auftrag von ARD und ZDF hat die Zahl der Internetnutzer in Deutschland noch einmal sprunghaft zugelegt. Der Anteil der gelegentlichen oder regelmäßigen Online-Nutzer lag demnach zuletzt bei rund 58 Millionen Menschen. Das entspricht 83,8 Prozent der Bevölkerung. "Gegenüber 2015 ist das ein Zuwachs von fast zwei Millionen Menschen", heißt es in der heute veröffentlichten ARD/ZDF-Onlinestudie. Täglich gingen fast zwei Drittel der Bevölkerung oder 45 Millionen Menschen online.

Da praktisch jeder jüngere Mensch regelmäßig oder zumindest gelegentlich das Internet nutzt, gehen die Zuwächse vor allem auf die älteren Menschen zurück. So stieg etwa der Anteil bei der Altersgruppe ab 60 Jahre, die zumindest gelegentlich online geht, innerhalb eines Jahres von 50,4 auf 56,6 Prozent. Das meistgenutzte Gerät für die Internetnutzung ist demnach das Smartphone. Die meiste Zeit wird mit Kommunikation (39 Prozent) und Medien (25 Prozent) verbracht.

+++ 13.09 Uhr: Polizei erschießt Bären nach Klettertour über Hausdächer +++

Ein ausgewachsener Bär hat am Vormittag mit einer Tour durch das siebenbürgische Hermannstadt für Angst gesorgt. Das Tier rannte durch Straßen, Gehöfte und Kinderspielplätze und kletterte auf die Dächer der mittelalterlichen Altstadt. Die Polizei erschoss den etwa sechs Jahre alten und 150 Kilo schweren Bären nach stundenlanger Verfolgung durch die ganze Stadt. Versuche, den Bären zunächst mit Betäubungsschüssen ruhig zu stellen, seien gescheitert, erklärte die Polizei. Der tödliche Schuss sei in einem Fabrikhof gefallen, in dem sich gerade etwa 50 Menschen aufhielten. Die Tötung sei unvermeidlich gewesen, um Menschenleben zu schützen.

+++ 12.55 Uhr: Fötus auf Flugzeugtoilette in Indonesien gefunden +++

Eine Frau ist in Indonesien festgenommen worden, weil sie ihren Fötus auf einer Flugzeugtoilette zurückgelassen haben soll. Eine Putzkraft fand das in Toilettenpapier gewickelte, tote Frühchen, nachdem der Flieger aus Katar in Jakarta gelandet war, wie ein Sprecher der Flughafenpolizei mitteilte. Die Frau wurde demnach noch am Flughafen der indonesischen Hauptstadt festgenommen und gab zu, die Mutter zu sein. Das Alter des Fötus wurde auf fünf bis sieben Monate geschätzt.

+++ 12.41 Uhr: Elbphilharmonie ab Januar als Briefmarke +++

Zur Eröffnung der Elbphilharmonie wird die Deutsche Post AG eine Sonderbriefmarke für 145 Cent herausgeben. Diese wird bundesweit erhältlich sein, bestätigte die Deutsche Post AG in Hamburg. Erhältlich wird die Briefmarke bereits ein paar Tage vor Eröffnung ab 2. Januar 2017 sein. Herausgeber ist das Bundesministerium der Finanzen. Nach jahrelangen Querelen um Bauverzögerungen und Kostensteigerungen wird das Konzerthaus der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron am 11. Januar mit einem Konzert des NDR-Elbphilharmonie-Orchesters eröffnet.

Einem Flüchtling werden in Heidelberg Fingerabdrücke abgenommen

Dem Vater einer Flüchtlingsfamilie aus dem syrischen Aleppo werden im Registrierungszentrum der Flüchtlingsunterkunft Patrick-Henry-Village in Heidelberg Fingerabdrücke abgenommen.

+++ 12.32 Uhr: Zahl der Asylanträge stark rückläufig +++

Die Zahl der Asylsuchenden in Deutschland ist weiter stark rückläufig. In den ersten drei Quartalen 2016 wurden 213.000 Zugänge registriert, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière in Berlin. Zugleich sei die Zahl der Entscheidungen über Asylanträge auf 460.000 gestiegen, so der CDU-Politiker. Dies bedeute einen Anstieg von 165 Prozent gegenüber den ersten neun Monaten des Vorjahres. Allein im September 2016 seien knapp 70.000 Anträge entschieden worden. De Maizière nannte die Entwicklung eine "Trendwende". Allerdings ist die Zahl der Asylanträge auf knapp 660.000 gestiegen, was daran liegt, dass viele Flüchtlinge bereits 2015 eingereist sind und erst in diesem Jahr ihre Anträge gestellt haben. Die meisten Flüchtlinge kamen auch in den ersten neun Monaten 2016 aus Syrien (rund 74.000). Es folgen Albanien (45.000), Irak (16.600) und Afghanistan (16.300).

+++ 11.11 Uhr: Polizist zeigt sich wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes an +++

Ein 56 Jahre alter Polizist aus Mecklenburg-Vorpommern hat sich wegen sexuellen Missbrauchs eines 13-jährigen Mädchens selbst angezeigt. Wie eine Polizeisprecherin in Rostock sagte, habe es den Ermittlungen zufolge keinen Geschlechtsverkehr gegeben und der Mann habe dem Mädchen auch keine Gewalt angetan. "Der Fall ist deshalb von Interesse, weil ein Polizeibeamter, von dem man mehr erwarten möchte, weil er es besser weiß, so etwas trotzdem tut", sagte die Sprecherin. Zunächst hatte die "Ostsee-Zeitung" über den Fall aus dem Bereich des Polizeipräsidiums Rostock berichtet. Der Zeitung zufolge sollen sich die beiden in einem Chor kennengelernt haben. Gegen den Beamten sei ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden, er sei zur Zeit vom Dienst suspendiert.

+++ 10.54 Uhr: Fall der acht Babyleichen aus Wallenfels geht vor Bundesgerichtshof +++

Die Staatsanwaltschaft Coburg legt im Fall der acht Babyleichen von Wallenfels Revision ein. "Unser Ziel ist die Verurteilung der Mutter wegen Mordes in vier Fällen und des Vaters wegen Beihilfe zum Mord", sagte ein Sprecher der Anklagebehörde in Coburg. Damit geht der Fall an den Bundesgerichtshof, der das Urteil und die Gründe für die eingelegte Revision prüfen wird. Im November 2015 waren im oberfränkischen Wallenfels acht tote Säuglinge im Haus der Eltern gefunden worden. Das Landgericht Coburg hatte die Mutter im Juli wegen Totschlags zu 14 Jahren Haft verurteilt und ihren Noch-Ehemann freigesprochen.

+++ 10.50 Uhr: Stromausfall in Tokio legt Hunderttausende Haushalte lahm +++

Ein Stromausfall in der japanischen Hauptstadt Tokio hat am Mittwoch kurzzeitig Hundertausende von Haushalten von der Elektrizitätsversorgung abgeschnitten. Wie der Energiekonzern Tepco mitteilte, waren rund 350.000 Haushalte betroffen. Nach einer Stunde gab jedoch ein Regierungssprecher bekannt, dass die Stromversorgung wieder normal laufe. Laut Medienberichten war möglicherweise ein Brand in einem Gebäude des Stromkonzerns in der Nachbarprovinz Saitama die Ursache für den Stromausfall. Berichte über Verletzte lagen nicht vor.

+++ 10.47 Uhr: DHL baut Luftfrachtdrehkreuz Leipzig aus - 655 Millionen investiert +++

Die Posttochter DHL hat den Ausbau ihres Luftfrachtdrehkreuzes Leipzig weiter vorangetrieben und zwei neue Terminals eröffnet. Kernstück ist eine hochmoderne Sortieranlage. Mit ihr können mehr Sendungen und auch sperrige Güter vollautomatisiert umgeschlagen werden. Die Kapazität könne damit um etwa 50 Prozent auf 150.000 Sendungen pro Stunde gesteigert werden, teilte das Unternehmen mit. Bislang seien in Leipzig rund 655 Millionen Euro investiert und 4900 Arbeitsplätze geschaffen worden. "Der vergrößerte Standort ist ein weiterer Schritt, Leipzig als unser europäisches Luftfrachtdrehkreuz zu stärken", sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post DHL Group, Frank Appel. Der heute zweitgrößte deutsche Luftfrachtstandort wurde im Mai 2008 in Betrieb genommen. Damals verlegte die DHL ihr europäisches Drehkreuz von Brüssel zum Flughafen Leipzig-Halle, weil dort rund um die Uhr geflogen werden darf.

+++ 10.34 Uhr: Österreich: Polizeischutz für Präsidentschaftskandidat Van der Bellen +++

Nach einer Morddrohung aus Neonazi-Kreisen wird der österreichische Präsidentschaftskandidat Alexander Van der Bellen von einer Spezialeinheit der Polizei bewacht. Bis zu drei bewaffnete Männer schützen den 72-jährigen ehemaligen Chef der Grünen nun bei allen Wegen außerhalb seiner Wohnung, wie sein Sprecher Reinhard Pickl-Herk bestätigte. Der Wahlkampf des Wirtschaftsprofessors solle aber unverändert weitergehen. Zuerst hatte die Wiener Tageszeitung "Kurier" darüber berichtet. Ein Mann hatte via Twitter gedroht, Van der Bellen erschießen zu wollen. Sein eigenes Foto zeigt ihn mit einem Hakenkreuz-Tattoo auf der Brust. Unter dem Profil sind noch zahlreiche weitere rechtsradikale Einträge zu sehen.

+++ 10.10 Uhr: Karlsruher Verhandlung über Ceta-Eilanträge begonnen +++

Mehrere Eilanträge deutscher Ceta-Gegner beschäftigen ab sofort das Bundesverfassungsgericht. Gerichtspräsident Andreas Voßkuhle eröffnete als Vorsitzender des Zweiten Senats die Verhandlung in Karlsruhe. Die Kläger wollen verhindern, dass das Freihandelsabkommen der EU mit Kanada in Teilen vorläufig in Kraft tritt, noch bevor der Bundestag zugestimmt hat. Die Unterzeichnung ist für den 27. Oktober in Brüssel geplant. Im Eilverfahren haben die Verfassungsrichter zu entscheiden, ob die Bundesregierung diesem Vorgehen bei einem Ministertreffen am 18. Oktober zustimmen darf. Der Senat will nach der Verhandlung beraten und am Donnerstag sein Urteil verkünden.

+++ 9.54 Uhr: Fast alle größeren Krankenkassen an Diagnosemanipulationen beteiligt +++

Die mutmaßlichen Diagnosemanipulationen bei der Einstufung von Krankheiten haben einem Bericht zufolge ein größeres Ausmaß als bisher bekannt. Wie das Düsseldorfer "Handelsblatt" berichtet, sollen nicht nur Ortskrankenkassen und die Techniker Krankenkasse durch Beratung oder Verträge mit Ärzten Einfluss auf deren Diagnoseverhalten genommen haben, sondern auch DAK, Barmer GEK, KKH sowie eine größere Zahl von Betriebs- und Innungskrankenkassen. Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung hatte am Montag mehr Transparenz bei ärztlichen Diagnosen gefordert, um Manipulationen zu vermeiden. Hintergrund ist, dass es für 80 ausgewählte Krankheiten seit 2009 für die Kassen mehr Geld aus dem Gesundheitsfonds gibt.

+++ 9.41 Uhr: Pariser Justiz eröffnet Ermittlungsverfahren zum Kardashian-Überfall +++

Gut eine Woche nach dem Überfall auf Kim Kardashian in Paris hat die französische Justiz ein formelles Ermittlungsverfahren eröffnet. Ermittelt werde wegen bandenmäßigen bewaffneten Raubüberfalls, krimineller Vereinigung und Freiheitsberaubung, heißt es aus Justizkreisen. Das Verfahren sei bereits am Vortag eröffnet worden. Die 35-jährige US-Amerikanerin war in der Nacht zum 3. Oktober in einer Pariser Luxusresidenz mit einer Waffe bedroht und gefesselt worden. Die fünf unbekannten Täter erbeuteten Schmuck im Wert von rund neun Millionen Euro.

+++ 8.43 Uhr: Notare in Griechenland blockieren Zwangsversteigerung von Wohnungen +++

Die griechischen Notare haben sich mit einem eintägigen Streik gegen die Zwangsversteigerung von Wohnungen von Bürgern gewendet, die ihre Schulden beim Staat nicht begleichen können. Dabei geht es insbesondere um Menschen, die wegen der Finanzkrise langfristig arbeitslos wurden und nur die von ihnen selbst bewohnte Immobilie besitzen. "Der Staat, die Politiker und die Justiz müssen Entscheidungen (zum Schutz der ärmeren Bürger) treffen", erklärte der Verband der Notare des Landes. Wegen der dramatischen Finanz- und Wirtschaftskrise könnten Tausende Menschen ihre einzige Wohnung verlieren, sagten Notare im Staatsradio. In einigen Fällen gehe es nur um offene Schulden beim Staat in Höhe von 700 Euro. 

+++ 8.19 Uhr: Küstenwache rettet Dutzende Migranten in der Ägäis +++

In der Ägäis sind binnen 24 Stunden 86 Migranten aus Seenot gerettet worden. 36 Menschen wurden von einem Patrouillenboot der griechischen Küstenwache vor der Insel Ikaria in Sicherheit gebracht. Sie hatten zuvor ein Notsignal gesendet. Am Dienstag hatten Beamte der europäischen Grenzagentur Frontex 50 Migranten vor der Insel Samos gerettet. Dies sagte ein Offizier der Küstenwache. In den sogenannten Hotspots der Inseln der Ostägäis harren zurzeit mehr als 15.000 Migranten und Flüchtlinge aus. Das sind etwa 2000 mehr als Anfang September, wie es sich aus Angaben des griechischen Flüchtlings-Krisenstabes ergibt.

+++ 8.02 Uhr: Clintons Wahlkampfchef: Russische Geheimdienste hackten meine Mails +++

Hillary Clintons Wahlkampfchef beschuldigt russische Geheimdienste, hinter einem Hackerangriff auf sein E-Mail-Konto zu stecken. Die Bundespolizei FBI ermittle, sagte John Podesta nach US-Medienberichten. Die Enthüllungsplattform Wikileaks hatte am Freitag und Dienstag eine große E-Mail-Sammlung ins Netz gestellt, bei der es sich um Korrespondenz Podestas, des Teamchefs der demokratischen US-Präsidentschaftskandidatin, handeln soll. Bereits im August hatte Wikileaks gehackte E-Mails von Mitgliedern und Mitarbeitern des Parteivorstandes der Demokraten veröffentlicht. Daraus ging hervor, dass diese im Vorwahlkampf für Clinton voreingenommen waren, was zum Rücktritt der Parteichefin Debbie Wasserman Schultz führte. Am Freitag beschuldigte die US-Regierung Russland, mit Hackerangriffen die US-Wahl beeinflussen zu wollen.

+++ 7.01 Uhr: Anwälte des mutmaßlichen Paris-Attentäters Abdeslam legen Mandat nieder +++

Die Anwälte des mutmaßlichen Paris-Attentäters Salah Abdeslam legen ihr Mandat nieder. In einem Interview mit dem französischen Sender BFM TV sagten Frank Berton und Sven Mary, sie würden Abdeslam nicht länger verteidigen. "Wir sind überzeugt, dass er sich nicht äußern wird und das Recht auf Aussageverweigerung wahrnehmen wird", sagte Berton. Abdeslam gilt als der einzige überlebende Attentäter vom 13. November 2015 und soll eine zentrale Rolle gespielt haben. Bisher verweigerte er jede Aussage zum Geschehen. Islamistische Selbstmordattentäter hatten bei den Anschlägen in Paris 130 Menschen getötet und mehr als 350 weitere verletzt. Zu den Attentaten bekannte sich der IS. Gegen Abdeslam wird wegen Mordes und versuchten Mordes, wegen Freiheitsberaubung im Zusammenhang mit dem Angriff auf die Pariser Konzerthalle Bataclan sowie wegen Besitzes von Sprengstoff und Waffen ermittelt.

+++ 06.24 Uhr: Nordkoreas Vize-Außenminister mit Verbannung bestraft +++

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat seinen Vize-Außenminister nach Informationen südkoreanischer Medien abgestraft und ihn zusammen mit seiner Familie in die Verbannung geschickt. Kung Sok Ung sei bestraft worden, weil sich einer der auswärtigen Diplomaten nach Südkorea absetzte, berichtete das südkoreanische Massenblatt JoongAng Ilbo unter Berufung auf informierte Kreise.

Ende Juli war der stellvertretende nordkoreanische Botschafter in Großbritannien, Thae Yong Ho, mit seiner Familie nach Südkorea geflohen. Vize-Außenminister Kung sei für die Botschaften seines Landes in Europa zuständig gewesen und deshalb für den Fall zur Rechenschaft gezogen worden. Er habe die Hauptstadt Pjöngjang mit seiner Familie verlassen müssen und aufs Land ziehen müssen. Der 72-jährige Kung galt als Veteran der nordkoreanischen Außenpolitik, der sich fast zwei Jahrzehnte lang um die Beziehungen zu Russland und Europa kümmerte.

Zehn Fakten über Nordkorea

+++ 05.12 Uhr: Auto rast unter Lkw - Fahrerin auf der Stelle tot +++

Eine Frau ist auf der A1 mit ihrem Auto unter einen stehenden Lkw gerast und dabei ums Leben gekommen. Sie hatte am Dienstagabend kurz vor dem Kreuz Leverkusen beim Wechseln der Fahrspur ein Stauende übersehen, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Sie fuhr nahezu ungebremst unter den dort stehenden Lastwagen. Das Dach ihres Autos riss ab. Die Frau war auf der Stelle tot.

+++ 04.54 Uhr: Fast 500 Tote bei Hurrikan "Matthew" in Haiti +++

Nach dem verheerenden Hurrikan "Matthew" in Haiti steigt die Zahl der Toten immer weiter: Mindestens 473 Menschen sind durch den Wirbelsturm der Kategorie 4 ums Leben gekommen. 75 Personen wurden noch vermisst und 339 verletzt, wie der Zivilschutz mitteilte. 175.500 Menschen suchten demnach Schutz in Notunterkünften. Vor einer Woche hatte der Wirbelsturm Haiti mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 230 Kilometern pro Stunde getroffen. Zahlreiche Häuser wurden zerstört, Straßen und Felder überschwemmt. Hilfsorganisationen und Behörden brachten Lebensmittel, Wasser, Hygieneartikel und Medikamente in den besonders stark betroffenen Südwesten des Landes. "Hunderte sind ums Leben gekommen. Mindestens 1,4 Millionen Menschen brauchen Hilfe", sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. "Einige Städte und Dörfer sind fast von der Landkarte gefegt worden. Felder und Essensreserven wurden zerstört. Mindestens 300 Schulen wurden beschädigt."

+++ 03.38 Uhr: Rebellen beschießen Grundschule im syrischen Daraa +++

Nach Angaben der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte sind durch russische Angriffe auf von Rebellen kontrollierte Gebiete mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen. Bewohner und Rettungskräfte sprachen beim Beschuss von Dörfern in der Region sogar von 50 zivilen Opfern. In Aleppo sollen eine medizinische Einrichtung und ein Spielplatz getroffen worden sein. In der syrischen Stadt Daraa sollen Rebellen eine Grundschule beschossen haben. Fünf Kinder und ein Erwachsener sollen getötet worden sein, 18 Schüler wurden demnach verletzt.

+++ 03.02 Uhr: Bundesverfassungsgericht verhandelt über Eilanträge gegen Ceta +++

Im Eilverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht versuchen die Gegner von Ceta, das Freihandelsabkommen der EU mit Kanada auf den letzten Metern aufzuhalten. Die Kläger wollen erreichen, dass die Karlsruher Richter die Bundesregierung verpflichten, bei den entscheidenden Abstimmungen im EU-Ministerrat am 18. Oktober mit Nein zu stimmen. Andernfalls würde das Abkommen Ende des Monats unterzeichnet werden und nach Zustimmung des EU-Parlaments bereits in weiten Teilen in Kraft treten.

Nach Auffassung der Kläger werden so Fakten geschaffen, noch bevor der Bundestag und die Parlamente der anderen EU-Staaten Ceta zugestimmt haben. "Die Bundesregierung und die EU haben sich von Anfang an auf die Fahnen geschrieben, dieses Abkommen durchzusetzen - auch gegen den Willen der Bürger. Und das wird jetzt durchgezogen", sagte Linksfraktionsvize Klaus Ernst. Die Linke-Abgeordneten im Bundestag wehren sich dagegen mit einer Verfassungsbeschwerde und einer Organklage.

+++ 01.33 Uhr: Hurrikan "Nicole" verschiebt Start von Raumfrachter "Cygnus" zur ISS +++

Der Versorgungsflug des privaten Raumfrachters "Cygnus" zur Internationalen Raumstation ISS ist wegen des Hurrikans "Nicole" über dem Atlantik verschoben worden. Der eigentlich für Donnerstag geplante Start werde nun frühestens am Sonntag erfolgen, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Hurrikan "Nicole" soll sich in der Nacht zum Donnerstag den Bermuda-Inseln östlich der US-Küste nähern. "Cygnus" hätte nach seinem Start im US-Bundesstaat Virginia über die Bermuda-Inseln fliegen sollen, zudem gibt es dort eine Überwachungsstation für den Frachter. Der Sturm solle abgewartet und danach je nach Beschädigung der Überwachungsstation ein neuer Starttermin festgelegt werden, teilte die Nasa mit.

jen/amt / DPA / AFP