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Training für GP Asia ausgefallen: Formel 1 blickt mit Sorge nach Bahrain

Demokratieproteste statt Motorengeheul: Am Donnerstag ist in Bahrain das Training für die Formel-Nachwuchsserie GP Asia ausgefallen - die Mediziner der Rennstrecke mussten Notfälle im Stadtkrankenhaus behandeln.

Wegen der Unruhen in Bahrain ist das Training für die Formel-Nachwuchsserie GP Asia am Donnerstag ausgefallen. Die Mitarbeiter der medizinischen Abteilung, die sonst am Bahrain International Circuit stationiert sind, wurden für Notfälle in die Stadt-Krankenhäuser einberufen, teilte die GP2 auf ihrer Homepage mit. Das Training wurde auf diesen Freitag verschoben; am Freitag und Samstag sollen die ersten Saisonrennen stattfinden.

In dem arabischen Königreich war die Polizei am Donnerstagmorgen gewaltsam gegen mehrere tausend Demonstranten vorgegangen. Diese fordern eine Reform des autoritären Regimes. Mindestens drei Menschen wurden getötet, Dutzende verletzt. Die Zahl der Demonstranten, die bei den seit fünf Tagen anhaltenden Protesten getötet wurden, stieg auf fünf.

In rund zwei Wochen soll in Bahrain der abschließende Test der Formel 1 über die Bühne gehen. Am 13. März steht dort dann das Auftaktrennen an. Die Strecke in der Wüste von Sakhir ist rund 30 Kilometer von der Haupstadt Manama entfernt.

Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone hatte sich bereits besorgt gezeigt, der Internationale Automobilverband FIA beobachtet die Lage gemeinsam mit den örtlichen Behörden sehr genau. "Die FIA ist gemeinsam mit dem Automobil-Verband von Bahrain sehr zuversichtlich, dass die Situation friedlich gelöst werden kann", hatte FIA-Sprecher Norman Howell schon vor der weiteren Zuspitzung der Lage am Donnerstag gesagt.

DPA / DPA

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