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Finanzdienstleister: Banken vor der Konsolidierung - die Branche ist vervös

Jeder spricht mit jedem, um die Chancen einer Konsolidierung auszuloten. Dabei ist auch ein Zusammenschluss von HypoVereinsbank und Commerzbank, eine der wahrscheinlichsten Varianten im Fusionspoker, noch lange nicht vom Tisch.

Die Nervosität in der deutschen Bankenbranche wächst. "In diesem Jahr passiert etwas", hieß es am Freitag in Finanzkreisen. Alle Beteiligten seien immer wieder in Gesprächen, um die Chancen einer Konsolidierung auszuloten. Dabei ist auch ein Zusammenschluss von HypoVereinsbank und Commerzbank, eine der wahrscheinlichsten Varianten im Fusionspoker, noch lange nicht vom Tisch. Eine Fusionsabsage der HVB an die Adresse der Commerzbank habe es jedenfalls keineswegs gegeben, hieß es einmütig in Finanzkreisen.

HVB will führende Rolle

HypoVereinsbank-Chef Dieter Rampl hatte eine Welle von Spekulationen ausgelöst, als er Anfang der Woche ankündigte, die lange erwartete Konsolidierung in der deutschen Bankenbranche werde 2004 tatsächlich beginnen. Die HVB will als Nummer zwei hinter der Deutschen Bank dabei offenbar eine führende Rolle spielen. "In dieser spannenden Situation werden wir mit Sicherheit nicht passiv bleiben, sondern, wenn es sich ergibt, diese aktiv mitgestalten", sagte Rampl.

Wieder lose Kontakte

In den vergangenen Wochen gab es auch wieder lose Kontakte zwischen HypoVereinsbank und Commerzbank. Eine Abordnung der Frankfurter soll Rampl sogar in seinem Feriendomizil in Florida aufgesucht haben, hieß es aus Branchenkreisen. Von echten Fusionsverhandlungen könne aber noch keine Rede sein. Die «Financial Times Deutschland» hatte berichtet, die HVB habe der Commerzbank wegen der Streichung der Betriebsrenten durch Cobank-Chef Klaus-Peter Müller eine Absage erteilt. "Das ist nicht nachvollziehbar", hieß es in Finanzkreisen. Eine Fusion werde jedenfalls nicht an der Frage der Betriebsrenten scheitern. Allerdings sind nach wie vor auch noch eine Reihe von anderen Varianten denkbar. So könnte auch die Allianz ihre verlustreiche Tochter Dresdner Bank noch in eine Ehe einbringen.

Konsolidierungsbedarf ist unbestritten

Der Konsolidierungsbedarf in der Branche ist unbestritten. Wegen der Dominanz von Genossenschaftsbanken und Sparkassen kommen die privaten Kreditinstitute nur auf kleine Marktanteile in Deutschland. In Sachen Profitabilität hinken sie den weltweiten Finanzriesen daher meilenweit hinterher. Nachdem aber die deutschen Banken ihre Hausaufgaben mittlerweile teilweise gemacht haben, Arbeitsplätze strichen und die Kreditrisiken abbauten, sind Übernahmen ob aus dem Aus- oder Inland wahrscheinlicher geworden. "Die Risiken einer Fusion sind kleiner geworden, die Preise aber noch halbwegs niedrig", heißt es bei einer Bank. Wenn daher ein Unternehmen die Initiative ergreife, könne es sehr schnell gehen.

Noch viele Steine auf dem Weg

Noch allerdings liegen viele Steine auf dem Weg. "Es ist zum Beispiel völlig offen, wer bei einem Zusammenschluss von Commerzbank und HypoVereinsbank Vorstandsvorsitzender wird", sagt Analyst Alexander Plenk von der Bankgesellschaft Berlin. Sowohl Müller als auch Rampl seien erst relativ frisch dabei. Daher könnten auch Personal-Überlegungen die jüngsten Spekulationen über eine Absage der HVB an die Commerzbank ausgelöst haben. "Müller wäre wohl auch wegen der Betriebsrenten-Geschichte als Vorstandschef eines gemeinsamen Instituts tatsächlich nicht vermittelbar", meint ein Finanzexperte. Bei einem Merger mit der HVB wäre die Commerzbank aber ohnehin eher der Junior-Partner.

Kurzfristig wird ohnehin nix laufen

Konkrete Schritte in Richtung einer Banken-Hochzeit sind nach übereinstimmenden Branchenangaben kurzfristig aber ohnehin nicht zu erwarten. Analyst Plenk ist sogar überzeugt, dass in diesem Jahr mal wieder gar nichts passieren wird. Die strukturellen Probleme, die durch einen Zusammenschluss beispielsweise im Privatkundengeschäft entstehen würden, seien noch völlig ungeklärt. Daher würden die Spekulationen wohl im Sande verlaufen wie in den vergangenen Jahren auch.

Axel Höpner / DPA
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.