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AKTIENNEWS: Infineonverlust entspricht Erwartungen

Der Halbleiter-Hersteller Infineon Technologies AG hat im abgelaufenen Quartal weiter rote Zahlen geschrieben, die Verluste gegenüber dem Vorquartal aber wie erwartet eingedämmt.

Der Verlust vor Steuern und Zinsen (Ebit) lag im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres bei 564 Millionen Euro (Vorquartal: 882 Millionen Euro Verlust). In der Speichersparte, die von der Erholung der Preise für DRAM-Chips in den vergangenen Monaten profitierte, verringerte Infineon den operativen Verlust um fast ein Drittel. Es fehlen aber weiter klare Signale für eine Erholung des Marktes, äußerte sich Infineon vorsichtig zu den Perspektiven. Der Nettoverlust verkleinerte im ersten Quartal 2001/2002 auf 331 (Vorquartal: minus 523) Millionen Euro, der Umsatz verringerte sich auf 1,03 (1,085) Milliarden Euro. Bei den Speicherchips, die im Boomjahr 2000 noch rund 80 Prozent der Gewinne von Infineon ausgemacht hatten, rechnet der Münchener Konzern mit einer weiteren Normalisierung der Lagerbestände und steigenden Preisen. Der Konzern, an dem die frühere Muttergesellschaft Siemens noch gut 41 Prozent hält, hat mit Kostensenkungen und dem Abbau von rund 5.000 Arbeitsplätzen auf die schwerste Krise in der Geschichte der Branche reagiert.

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