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AKTIENNEWS: Knock-out für die Kinowelt AG?

Das Hollywood-Studio Warner Brothers hat einen Vertrag in dreistelliger Millionenhöhe mit dem angeschlagenen Medienkonzern Kinowelt gekündigt.

Das Hollywood-Studio Warner Brothers hat nach Presseberichten einen Vertrag in dreistelliger Millionenhöhe mit dem angeschlagenen Medienkonzern Kinowelt gekündigt. Damit sei auch ein Geschäft mit dem ZDF geplatzt, berichtete die »Financial Times Deutschland« unter Berufung auf Branchenkreise. Der Vertrag im Wert von rund 330 Millionen Euro (645 Mio Mark) sei gelöst worden, weil Kinowelt längst fällige Zahlungen nicht geleistet habe. Das Filmpaket mit Bestsellern wie »Matrix« hatte der einstige Börsenstar 1999 erworben.

Finanziell bedeute die Rücknahme des Filmpakets eine Erleichterung für Kinowelt, hieß es. Noch ausstehende Zahlungen von 150 Millionen Dollar (164 Mio Euro) seien dem unter Druck stehenden Unternehmen nun von den Schultern genommen. Mit der Kündigung des Vertrages büße Kinowelt allerdings weiter an Substanz ein, berichtete die Zeitung. Nach dem Ausstieg aus dem Sport- und Merchandising-Handel und dem Verkauf des Kinobetriebs sei nun auch der Handel mit Filmrechten stark beschnitten. Geplatzt sei damit auch ein noch nicht abgeschlossenes Geschäft mit dem ZDF über etwa 40 Filme. Denn mit der Kündigung fielen auch diese wieder an das Hollywood-Studio zurück.

In seinem Halbjahresbericht Ende August hatte das Unternehmen eingeräumt, dass das Übeleben der Firma derzeit nicht sicher gestellt sei. In den ersten sechs Monaten war ein Verlust vor Steuern und Zinsen in Höhe von 161,9 Millionen Euro angefallen. Der Umsatz fiel um 6,2 Prozent auf 118,6 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum war noch ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) von 50,6 Millionen Euro (98,96 Mio DM) erwirtschaftet worden.

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