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Bank- und Versicherungskonzern: Niederländische ING zahlt 5,6 Milliarden Euro an Staat zurück

Der niederländische Bank- und Versicherungskonzern ING will dem Staat 5,6 Milliarden Euro Staatshilfen zurückzahlen. Das Geld solle am 21. Dezember an die Regierung in Den Haag überwiesen werden, kündigte das Unternehmen am Freitag an.

Der niederländische Bank- und Versicherungskonzern ING will dem Staat 5,6 Milliarden Euro Staatshilfen zurückzahlen. Das Geld solle am 21. Dezember an die Regierung in Den Haag überwiesen werden, kündigte das Unternehmen am Freitag an. Der Staat hatte im Oktober 2008 zehn Milliarden Euro in die ING-Gruppe gesteckt. Fünf Milliarden Euro davon zahlt der Konzern nun zurück, der Rest sind Zinsen und Gebühren für die staatliche Hilfe.

Die ING hatte im Oktober dieses Jahres angekündigt, im Rahmen einer Kapitalerhöhung neue Aktien im Wert von 7,5 Milliarden Euro ausgeben zu wollen, um damit die Staatshilfen zurückzahlen zu können. Der Finanzkonzern will sich außerdem von seinem Versicherungsgeschäft trennen. Das Unternehmen war von der Finanzkrise schwer getroffen, der niederländische Staat verpflichtete sich im Januar, Kreditrisiken von 27,7 Milliarden Euro zu 80 Prozent durch eine Garantie abzusichern. In Deutschland ist die ING über ihre Tochter ING-Diba vertreten.

AFP / AFP
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