Computer Intel-Umsatzprognose enttäuscht die Finanzwelt

Die neue Umsatzprognose des weltgrößten Chip-Herstellers Intel Corporation für das erste Quartal 2003 hat die Finanzexperten an der Wall Street enttäuscht.

Intel rechnet für das laufende Quartal mit einem Umsatz von 6,6 Milliarden Dollar bis 6,8 Milliarden Dollar (6,2 Mrd Euro). Dies hat das Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss mitgeteilt. Viele Analysten hatten mit einer höheren Umsatzprognose gerechnet. Zuvor hatte Intel einen Quartalsumsatz zwischen 6,5 und 7,0 Milliarden Dollar prognostiziert. Die Intel-Aktien waren nach der Bekanntgabe der neuen Umsatzprognose nachbörslich von 16,70 Dollar auf 15,97 Dollar gefallen.

Mikroprozessoren laufen besser

Das Mikroprozessoren-Geschäft läuft nach Darstellung des Branchenführer etwas besser als erwartet. Es folge saisonalen Trends. Intel ist der dominierende Anbieter von Chips für Personal Computer.

Preiserhöhung kostete Kunden

Dagegen entwickele sich das Geschäft der Kommunikationssparte schlechter als erhofft. Der Verkauf von Flash-Speicherchips sei niedriger als erwartet. Sie werden vor allem in Handys verwendet. Intel hatte die Preise für Flash-Speicherchips kräftig erhöht und hatte dadurch Kunden an Konkurrenten wie Advanced Micro Devices verloren.

Niedrigere Bruttomarge

Intel rechnet mit einer etwas niedrigeren Bruttomarge als vorher prognostiziert. Die Gesellschaft führte höhere Rückstellungen für das Flash-Chip-Inventar an. Das Unternehmen erwartet hingegen nur einen Investmentverlust von 100 Millionen Dollar gegenüber einer bisherigen Verlustschätzung von 125 Millionen Dollar.


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