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Tiefster Stand seit 2014: Schwache Ölpreise lassen Dax absacken

Der immer weiter abrutschende Ölpreis reißt auch den Deutschen Leitindex mit sich. Der Dax befindet sich aktuell auf dem tiefsten Stand seit 2014. Und eine Ende des Abwärtstrends ist nicht in Sicht. 

Die taumelnden Ölpreise haben den Dax am Mittwoch auf den tiefsten Stand seit Dezember 2014 gedrückt. Sein bisheriges Tagestief erreichte der deutsche Leitindex bei rund 9317 Punkten. Bis zum Mittag erholte er sich wieder etwas und lag mit 9360,04 Punkten noch 3,15 Prozent im Minus. Am Vortag hatte das Börsenbarometer nach seinem verpatzten Jahresstart noch eine Erholung versucht.

Beim Dax bleibe die Lage angespannt, schrieb Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar. Es komme immer wieder zu Verkaufspanik. Anleger müssten auch weiterhin auf der Hut sein. Der MDax der mittelgroßen Werte fiel um 2,81 Prozent auf 18 495,05 Punkte, der Technologiewerte-Index TecDax verlor 2,68 Prozent auf 1603,37 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 3 Prozent bergab.

Ölpreis und die Finanzmärkte 

Der Ölpreis dominiere erneut das Geschehen an den internationalen Finanzmärkten, schrieb Analyst Christian Henke vom Handelshaus IG. Der freie Fall der Ölpreise hatte am frühen Morgen bereits die Börsen in Asien erneut kräftig durchgeschüttelt. In Tokio ging es zusätzlich belastet vom starken Yen, der Exporte verteuert, um fast 4 Prozent auf das Niveau von Herbst 2014 abwärts. In Hongkong wurde der Leitindex Hang Seng gar auf den tiefsten Stand seit Mitte 2012 durchgereicht.

Ölmarkt "ertrinkt"

Am Rohölmarkt kehrt keine Ruhe ein. Am Mittwoch fielen die Preise für Erdöl abermals, nachdem sich zum Wochenstart noch eine Stabilisierung angedeutet hatte. Experten nennen als wichtigsten Grund das viel zu hohe Angebot sowohl seitens des Ölkartells Opec als auch anderer großer Förderländer. Am Dienstag hatte die Internationale Energieagentur IEA gewarnt, der Ölmarkt drohe im Überangebot zu "ertrinken".

Zudem befürchten Anleger, dass die sinkende Nachfrage in wichtigen Schwellenländern ebenfalls zum Ölpreisverfall beiträgt. Dies bedeutet auch Ungemach für die stark exportorientierte Wirtschaft hierzulande.

Alle Dax-Werte im Minus

Im Dax lagen alle Wert im Minus. Besonders stark unter Druck gerieten die Autobauer. So sackten die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) um 4,27 Prozent auf 105,40 Euro ab. Für die Papiere von BMW und Daimler ging es um rund dreieinhalb Prozent nach unten. Auch Finanzwerte ließen die Anleger links liegen: So büßten Deutsche Bank 4,51 und Commerzbank am Dax-Ende mehr als 5 Prozent ein.

Recht gut schlugen sich noch die Anteilsscheine von Infineon, die um lediglich knapp 1 Prozent nachgaben. Händler verwiesen auf positiv aufgenommene Nachrichten vom niederländischen Chipzulieferer ASML.

kg / DPA
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.