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So billig wie lange nicht: USA, Russland und die Opec pumpen den Ölpreis in den Keller

Der Ölpreis fällt und fällt - und ist inzwischen auf einem Rekordtief angelangt: Seit elf Jahren war der Rohstoff nicht mehr so günstig. Grund dafür ist laut Experten ein erstarkter Dollar und das weltweite Überangebot.

Preisanzeige einer Tankstelle

Der billige Ölpreis wirkt sich auch auf die Benzinpreise in Deutschland aus

Der Preis für die richtungsweisende Nordsee-Ölsorte Brent ist wegen des weltweiten Überangebotes am Montag auf den niedrigsten Stand seit dem Jahr 2004 gefallen. Brent verbilligte sich am frühen Morgen bis auf 36,17 Dollar. Die US-Sorte WTI lag mit 34,40 Dollar hingegen etwas über ihrem Tief vom Freitag. Die Preise der beiden wichtigen Sorten haben seit Mitte des vergangenen Jahres um mehr als zwei Drittel nachgegeben.

Ein Grund für den weiteren Rückgang ist Analysten zufolge der Dollar, der nach der Zinsanhebung der US-Notenbank zugelegt hat. Damit verteuern sich Ölkäufe etwa in Europa, weil sie in der US-Währung abgerechnet werden. Wegen des bisher milden Winters hält sich auch die Nachfrage nach Heizöl in Grenzen.

Ölproduktion in den USA läuft auf Hochtouren

Zudem läuft die Ölproduktion in den USA auf Hochtouren. Daneben fördert Russland so viel wie seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion nicht mehr. Auch die von den Opec-Staaten angebotenen Mengen bewegen sich nahe den Rekordwerten. Außerdem will der Iran wegen der Einigung im internationalen Atomstreit und der bevorstehenden Lockerung von Sanktionen mehr Öl verkaufen.

tim / Reuters
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