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Der Mix macht's: Investmentfonds streuen das Risiko

Viele Sparer haben Angst vor Aktien oder Investmentfonds. Dabei sind Sie auch in wirtschaftlich schlechten Zeiten gerade bei richtig gemanagten Investmentfonds gut aufgehoben. stern.de erklärt, wie Sie den passenden Fonds für Ihre Ansprüche finden und warum Sie dabei nicht immer Ihrem Bankberater trauen sollten.

Seriös gemanagte Fonds sind auch in Krisenzeiten ein gutes Investment

Seriös gemanagte Fonds sind auch in Krisenzeiten ein gutes Investment

Zweimal schon kollabierten die Kurse in diesem Jahrzehnt. Da gehen viele Anleger auf Nummer sicher und deponieren ihre Ersparnisse lieber auf einem Tagesgeldkonto, mit Merkel-Garantie.

Dabei sind Anleger auch in wirtschaftlich schlechten Zeiten gerade bei richtig gemanagten Investmentfonds gut aufgehoben. In einer unsicheren Welt, in der viele glauben, dass weder Aktien- noch Anleihemärkte überzeugende Anlagemöglichkeiten bieten, halten verantwortungsvolle Fondsmanager "mehr Kasse". Will sagen, jetzt gelten auch Barbestände als Option, denn dieser Anteil eines Fondsvermögens bleibt von der Talfahrt an den Börsen unberührt.

Risiko hängt vom Wertpapiermix ab

Außerdem können die Investmentfonds-Manager im Moment viel günstiger als zu Zeiten eines Kurshochs Aktien von zukunftsträchtigen Unternehmen sowie vielversprechende Wertpapiere kaufen und auf ein baldiges Comeback der Anlagen setzen.

Aktien sind bekanntlich Wertpapiere, die von einem Unternehmen, einer Aktiengesellschaft an der Börse platziert werden. Investmentfonds sind von Banken oder Instituten verwaltete "Pools", also eine Sammlung von Aktien und anderen Wertpapieren, an denen Anleger ebenfalls Anteile erwerben können. Die Anteile der Wertpapiere in den Fonds können sich ändern, darauf hat der Anleger keinerlei Einfluss. Investmentfonds können beispielsweise auch Rentenpapiere und Immobilienwerte halten und reduzieren durch diese Mischung das Verlustrisiko.

Investmentfonds brauchen Geduld

Besonders unerfahrene Anleger fahren mit der Beteiligung an einem Investmentfonds besser als wenn sie einzelne Aktien erwerben. Schon mit einer kleinen Summe können sie sich an einem großen Fondsvermögen beteiligen. Mit Investmentfonds verhält es sich im Aktienmarkt wie mit Obstsalat in der Ernährung: Wer Angst vor Vitaminmangel hat, der sollte lieber zu einem Mix aus verschiedenen Früchten greifen statt ausschließlich nur zu Äpfeln, und genauso sorgt ein ausgewogener Fonds mit vielen verschiedenen Aktien dafür, dass eventuelle Kursverluste einzelner Werte besser verkraftet werden.

Zugegeben, die Börse war in den vergangenen Jahres extrem wankelmütig. Doch wer nach langfristigen Anlagemöglichkeiten sucht und kurzfristige Kursschwankungen aussitzen kann, sollte der Börse nicht auf Dauer fernbleiben und auf den Sachverstand professioneller Investmentfonds-Manager setzen.

Totalverluste sind eher unwahrscheinlich

Aktien sind nicht nur ein Stück Zockerpapier, sondern auch eine unternehmerische Beteiligung. Der Aktionär erwirbt einen Anteil am Produktivkapital. Gute Unternehmen schaffen echte Werte, wachsen und schütten regelmäßig Dividenden aus. Das macht Aktien zu einem unentbehrlichen Bestandteil der Vermögensbildung – besonders wenn eine breite Risikostreuung mit einer Vielzahl von Aktienwerten aus verschiedenen Märkten geboten wird wie bei einem gut gemanagten Investmentfonds.

Durch die breite Streuung in ganz unterschiedliche Anlagen ist ein Totalverlust, der beim Kauf eines einzelnen Aktienwerts durchaus passieren kann, bei Investmentfonds ausgesprochen unwahrscheinlich. Ein Anleger kann sich je nach Langfristigkeit und Strategie entscheiden, ob er zu einem hochspekulativen Fonds mit der Fantasie auf eine hohe Rendite greift oder ob er das Verlustrisiko lieber möglichst gering halten will.

Investmentfonds für jeden Geschmack

Beim Blick auf die Finanzseiten der Tageszeitungen ist die Vielfalt der dort gelisteten Investmentfonds verwirrend. Jede große deutsche Bank betreibt eine eigene Fondsgesellschaft: DWS = Deutsche Bank, Union = Volksbanken, Adig / Cominvest (jetzt Teil von Allianz Global Investors) = Commerzbank. Allein die Fondsgesellschaft der Sparkassen-Finanzgruppe, die Deka, bietet bei etwa 20 Prozent Marktanteil über 250 Aktien-, Renten-, Immobilien- und Mischfonds.

Es gibt Investmentfonds zu bestimmten Regionen (Deutschland, Euroland, Mittlerer Osten, Schwellenländer, Global usw.), zu ausgewählten Branchen (Biotechnologie, Rohstoffe, Telemedien usw.) und für unterschiedliche Risikostrukturen ("Garant", "Offensiv", "Safe", "Wachstum" usw.). Man sollte allerdings nie ausschließlich auf einzelne Länder oder Branchen setzen, sondern derartige Investmentfonds mit sehr speziellen Anlage-Ideen eher als spekulative Beimischung für das eigene Depot verstehen.

Geringe Verlustquote bei langfristigen Fondssparplänen

Bei Anzahl und Wertigkeit der Aktien und Anleihen, die durch Investmentfonds gebündelt werden, existieren keine Begrenzungen. Investmentfonds können nur 20 Wertpapiere enthalten (SMI, Schweiz) oder auch die Aktien von zweitausend börsennotierten Firmen (Russel 2000, USA).

Kaum etwas falsch machen können Anleger mit langfristigen Fondssparplänen, denn der Einstiegszeitpunkt ist in diesem Fall egal. Durch das Investieren mit kleinen monatlichen Beträgen über längere Zeit sinkt das Risiko, einen besonders ungünstigen Kaufzeitpunkt zu erwischen. Weiterer Vorteil: Fondsanteile sind nach einem Kursrückgang zwar weniger wert, aber die neuen Anteile kauft man günstiger ein. Auf diesem Weg bieten vermögenswirksame Leistungen einen guten Einstieg für Investmentfonds.

Auch ohne große finanzielle Reserven kann jeder übers Fondssparen schon mit kleinen Summen am Aktienmarkt mitmischen. Nur den richtigen Zeitpunkt zum Ausstieg sollte man auf keinen Fall verpassen: Wer gegen Ende des geplanten Sparplans die eigene Wunschrendite bereits erreicht hat, sollte sein Fondssparen besser vorzeitig beenden, um den Anlage-Erfolg nicht noch durch einen eventuellen Kursabsturz unmittelbar vor dem Verkauf der Fondsanteile zu gefährden.

Auch Manager von Investmentfonds können irren

Packt Anleger die Panik, werden auch die Aktien von soliden Firmen wie Microsoft, SAP oder Daimler zu Spottpreisen an der Börse gehandelt, da kurzfristig sehr viele Aktien auf den Markt kommen. Gerade dann greifen viele professionelle Manager von Investmentfonds zu. Das heißt aber nicht, dass die Kurse nicht noch tiefer rutschen könnten. Leider wissen auch Profis immer erst im Rückblick, ob eine Aufwärtsbewegung an der Börse der Beginn eines nachhaltigen Aufschwungs war oder nur ein kurzfristiges Zwischenspiel.

Wegen der Finanzkrise wurden in letzter Zeit nicht nur Aktien, sondern auch viele, eigentlich weniger anfällige Investmentfonds verkauft, weil auch deren Fondsmanager der Krise nicht gewachsen waren.

Beruhigend zu wissen: Geht eine Bank pleite, bei der Anleger ihre Anteile an Investmentfonds deponiert haben, bleiben die Wertpapiere trotzdem Eigentum des Kunden. Der Zusammenbruch einer Fondsgesellschaft hat für Anleger also nicht den Verlust seiner Investmentfonds-Beteiligung zur Folge, denn das Anlagevermögen der Investmentfonds wird von einer Depotbank auf einem Sperrkonto verwahrt.

Warum bequeme Indexfonds selten empfohlen werden

Indexfonds spiegeln die Wertentwicklung eines Aktien- oder Anleihenindex wider. Zum Beispiel bilden Investmentfonds auf der Basis des Dax die Kursentwicklung der 30 wichtigsten deutschen Aktiengesellschaften ab. Der Kurs eines Indexfonds ist fast exakt mit dem Kursverlauf des zugrunde liegenden Index identisch. Hier ist jedoch auch einer der Nachteile zu finden, denn der Fondsmanager hat kaum Möglichkeiten, auf aktuelle Entwicklungen an der Börse zu reagieren, denn die Wertverhältnisse im Fonds sind festgeschrieben.

Indexfonds bringen zwar in der Regel weniger Rendite als die besten aktiv gemanagten Weltfonds, aber mehr als viele herkömmliche Investmentfonds. Trotzdem werden sie von Bankmitarbeitern selten empfohlen. Der Grund dafür ist leider so einfach wie einleuchtend: Sie können keine Provision kassieren.

Trotzdem sind Indexfonds seit Ausbruch der Finanzkrise auf dem Vormarsch, denn sie sind einfach konzipiert, transparent, kostengünstig und wegen Anlegerschutz durch Sondervermögen auch weitgehend sicher – selbst dann, wenn die Fondsgesellschaft insolvent wird. Mehr als zwei Drittel aller neu investierten Gelder im Jahr 2009 werden laut Statistiken bereits in Indexfonds angelegt. Das von den Fondsgesellschaften verwaltete Fondsvermögen hat sich somit nahezu verdreifacht, gleichzeitig verdoppelte sich die Anzahl der vorhandenen Fonds.

Übrigens: Experten gehen davon aus, dass die meisten Bank- und Sparkassenberater diese passiv gemanagten Produkte – kurz ETFs ("Exchange Traded Funds") genannt – selbst im eigenen Depot halten.

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Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.