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Eurokrise 2012: Draghi will "Bazooka" im Bundestag rechtfertigen

Europas oberster Eurowächter, Mario Draghi, möchte laut einem Bericht seine Politik im Bundestag erklären. Viele Deutsche misstrauen offenbar der Arbeit der Europäischen Zentralbank.

Angesichts harscher Kritik an seiner Anti-Krisen-Strategie hat sich EZB-Chef EZB-Präsident Mario Draghi zu einer erklärenden Rede vor dem Deutschen Bundestag bereiterklärt. "Sollte mich der Bundestag einladen, komme ich gerne", sagte Draghi der "Süddeutschen Zeitung". "Das wäre eine gute Gelegenheit zu erklären, was wir tun." Laut Umfragen misstraut fast die Hälfte der Deutschen dem EZB-Präsidenten. Dies erschwere seine Arbeit, sagte Draghi. "Ich muss mehr tun, um unsere Maßnahmen zu erklären", räumte der Italiener er.

Draghi steht vor allem für den Beschluss der EZB in der Kritik, unbegrenzt Anleihen angeschlagener Euro-Länder zu kaufen, die unter hohen Zinsen leiden, die sogenannte "Bazooka". Damit erleichtert die Zentralbank die Finanzierung von deren Staatsschulden. Der EZB-Präsident betonte, dass diese Anleihen nur gekauft würden, wenn die profitierenden Staaten strenge Auflagen erfüllten.

Draghi ging auch auf den Angriff von CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt ein, der ihn einen Falschmünzer genannt hatte. "Ich denke, Dobrindt wird seine Meinung ändern, wenn er die Ergebnisse sieht." Das Kaufprogramm zeige bereits positive Ergebnisse. Weltweit nehme das Vertrauen in den Euro zu. "Fondsmanager bringen ihr Geld zurück nach Europa, das ist gut für die Wirtschaft."

jar/DPA / DPA
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