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Software-Umstellung: Ärger für Sparkassen-Kunden an Ostern: "Wir raten unseren Kunden, sich mit Bargeld zu versorgen"

Rund 1,6 Millionen Kunden der Hamburger Sparkasse (Haspa) müssen sich über Ostern auf Einschränkungen einstellen. Probleme beim Geld abheben und beim Bezahlen mit der Girocard seien möglich.

Haspa

Über Ostern müssen Haspa-Kunden mit Einschränkungen leben.

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Die rund 1,6 Millionen Kunden der Hamburger Sparkasse müssen sich auf einige erhebliche Einschränkungen über die Ostertage einstellen. Denn das hanseatische Geldhaus will nach dreijähriger Vorbereitungsphase ein neues Computersystem einführen, berichtet der "NDR". So wird das Online-Banking zwischen Gründonnerstag und Ostermontag gar nicht möglich sein. Doch das ist noch nicht alles.

Auch beim Bezahlen mit der Girocard kann es zu Problemen kommen, kündigte die Haspa an. Jugendliche können an diesen Tagen gar nicht mit ihrer Girocard zahlen, so die Bank weiter. Besonders ärgerlich für Kunden: An den Geldautomaten, an denen die Kunden mit ihrer Girokarte Geld abheben möchten, kann es ebenfalls zu Problemen kommen. Kurz gesagt: Dann wird es eventuell kein Bargeld geben. 

Haspa klebt Hinweise auf Automaten

Seit einigen Tagen kleben auf vielen Geldautomaten Hinweisschilder in Hamburg und informieren die Kunden. "Wir raten unseren Kunden, sich vorher mit Bargeld zu versorgen oder die Kreditkarte zu nutzen", sagt Haspa-Vorstand Jürgen Marquardt zum "NDR". Auch Kontoauszüge werde es an den Osterfeiertagen keine geben. Ebenfalls die Internet-Bezahlfunktionen paydirekt und giropay  werden abgeklemmt. Wer sich ausländisches Geld wie Dollar-Noten bei einer Haspa-Filiale besorgen will, kann dies nur noch bis zum 9. April tun. Auch nach Ostern ist dies dann erstmal nur eingeschränkt möglich.

Der Haspa-Chef hofft, dass der Software-Wechsel ohne große Komplikationen verläuft. Insgesamt investiert die Haspa rund 145 Millionen Euro, um den Service für die Kunden zu verbessern. Laut Marquardt habe es bereits einige erfolgreiche Testläufe gegeben, um die Umstellung zu üben. Rund 100 IT-Experten betreuen den Vorgang, so der "NDR". Ab dem 23. April soll dann alles wieder wie gewohnt funktionieren. Laut der Haspa sei dies der größte Datenumzug in Deutschland. 

Quelle: Norddeutscher Rundfunk

kg