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Kurssturz an der Wall Street: "Die Händler haben zittrige Hände"

Griechenland in der Krise, die Börsen in Aufruhr, der Euro unter Druck: Im Interview mit stern.de erklärt Börsenexperte Wolfgang Gerke, warum sensible Computersysteme zu Kursstürzen führen können und wie Privatanleger ihr Geld sicher durch die Krise bringen.

Gestern ist der Aktienmarkt an der New Yorker Wallstreet dramatisch abgestürzt, der Dow-Jones-Index brach zeitweilig um neun Prozent ein. Wie konnte es dazu kommen?
Das waren außergewöhnliche Turbulenzen, aber sie kamen nicht überraschend. Im Moment sind die Händler mit sehr zittrigen Händen unterwegs. Und mittlerweile werden auch so viele Computerprogramme eingesetzt, die mit ihren Automatismen einen Absturz forcieren können.

Halten Sie denn die Erklärung für plausibel, dass ein simpler Tippfehler den Einbruch ausgelöst hat?
Ein Tippfehler allein kann nicht zu so einem dramatischen Sturz führen, da müssten die Systeme schon sehr sensibel eingestellt sein. Fehlereingaben passieren ständig, haben aber nie diese Auswirkungen. Menschliches Versagen kann nicht die einzige Ursache gewesen sein.

Ein Händler soll versehentlich eine Order über 16 Milliarden statt 16 Millionen Dollar abgegeben haben. Gibt es keine Sicherungssysteme, die so unwahrscheinliche Aufträge verhindern?
Doch, beim deutschen Handelssystem gibt es dann zum Beispiel ein Warnsignal. Aber an den Märkten herrscht momentan das Gefühl, dass es jederzeit zu heftigsten Abstürzen kommen kann. Das ist ein bisschen wie beim sogenannten Schmetterlingseffekt aus der Chaostheorie: Kleinste Auslöser können zu Auswirkungen führen, die unter normalen Umständen nicht logisch nachvollziehbar sind. Das ist nur in einem zittrigen Umfeld wie derzeit möglich.

Können Sie sich an ähnliche Vorfälle erinnern, bei denen ein kleiner Fehler zu solchen Turbulenzen geführt hat?
In dieser Dimension habe ich das noch nicht erlebt. Bei einzelnen Titeln gab es das schon, aber diesmal hat ja der ganze Markt verrückt gespielt.

Kommt es bald zu einem heftigen Einbruch?
Die Wahrscheinlichkeit für starke Ausschläge ist generell gestiegen, weil viele Computerprogramme eingesetzt werden, die auf bestimmt Ereignisse alle ähnlich reagieren.

Welche Stimmung herrscht an den Börsen?
Sie sind sehr unruhig. Die Marktteilnehmer haben Angst, den richtigen Zeitpunkt zu verfehlen – egal ob es runter oder rauf geht. Sie beobachten die Märkte viel schärfer als sonst, und so kann sich schnell Panik ausbreiten, wenn sie glauben, dass der Moment für den rapiden Kursverfall gekommen ist.

Gibt es jetzt anlässlich der Griechenland-Krise gezielte Angriffe auf den Euro durch Spekulanten?
Die kann es im Einzelfall geben, aber sie erfolgen unter großem Risiko. Wer das versucht, muss damit rechnen, auch furchtbar bestraft zu werden. Das britische Pfund steht derzeit ebenfalls nicht gut da, auch beim Dollar muss man angesichts der amerikanischen Staatsverschuldung große Fragezeichen machen. Langfristig sehe ich keine Gefährdung des Euro. Auch wenn er stark gefallen ist, ist der aktuelle Eurokurs absolut kein Drama. Wenn man beispielsweise die Kaufkraftparität betrachtet, ist der Euro überhaupt nicht unterbewertet.

Was halten Sie von dem Rettungspaket der Euroländer für Griechenland?
Das ist eine einzige Katastrophe. Die Kriterien, die bei der Euro-Einführung galten, werden dramatisch verletzt. Und die Notenbanken werden immer mehr politisiert. Die früheren deutschen Bundesbankpräsidenten müssen Qualen leiden, wenn sie sehen, wie die Europäische Zentralbank jetzt sogar griechische Ramschpapiere als Sicherheit annimmt. Das macht EZB-Chef Jean-Claude Trichet wohl auch nur als Franzose wegen der vielen Griechenland-Anleihen, die französische Banken haben.

Ist die europäische Unterstützung für Griechenland hilfreich?
Ökonomisch ist das ein völlig falscher Weg. Mit den Sparvorgaben zwingt man Griechenland in eine furchtbare Rezession. Eine ehrliche Umschuldung bei gleichzeitiger Einführung der Drachme wäre der sinnvollere Schritt gewesen.

Was raten Sie Privatanlegern, wie sie ihr Geld am sichersten durch die Krise bringen?
Sie sollten auf gar keinen Fall zu stark auf Einzelanlagen setzen, vor allem nicht Langläufer, also Wertpapiere mit langer Laufzeit, kaufen. Auf lange Sicht müssen wir mit einer höheren Inflation und höheren Zinsen rechnen. In Gold könnte man investieren, aber nicht zuviel. Sinnvoll wäre es auch, bei dem niedrigen Zinsniveau eine selbstgenutzte Immobilie zu verwirklichen.

Sönke Wiese
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(