Öffentliche Haushalte 18.880 Euro Schulden pro Bürger


Bund, Länder und Gemeinden stehen zusammen mit etwa eineinhalb Billionen Euro in der Kreide. Umgerechnet auf jeden Bürger bedeutet dies eine Verschuldung von knapp 19.000 Euro pro Kopf. In einigen Bundesländern sieht die Lage sogar noch schlimmer aus.

Die Verschuldung der öffentlichen Haushalte ist in Deutschland weiter gestiegen. Im vergangenen Jahr wuchs sie um 0,5 Prozent auf 1553,1 Milliarden Euro. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, standen Bund, Länder und Gemeinden pro Einwohner mit 18.880 Euro in der Kreide.

Davon entfiel der Löwenanteil von 11.637 Euro auf den Bund. Es folgten die Länder mit 5.898 Euro Schulden pro Kopf sowie die Gemeinden und Gemeindeverbände mit 1.447 Euro. Von den Bundesländern wiesen Bayern mit 3012 Euro und Sachsen mit 3648 Euro pro Einwohner die niedrigste Pro-Kopf-Verschuldung der öffentlichen Schulden auf, die regional zugeordnet werden können.

Die höchste Pro-Kopf-Verschuldung der Flächenländer wurde für das Saarland mit 10.907 und für Sachsen-Anhalt mit 9920 Euro je Einwohner ermittelt. Die Pro-Kopf-Werte der Stadtstaaten liegen wegen der hohen Infrastrukturkosten deutlich über denen der Flächenländer: Für Bremen betrug die Durchschnittssumme 21.894 Euro, für Berlin 16.783 und für Hamburg 12.300 Euro.

In der Mehrzahl der Länder hat die öffentliche Verschuldung 2007 nur geringfügig zugenommen oder war wie in sechs Bundesländern sogar rückläufig. Eine weitere Zunahme der öffentlichen Schulden war dagegen in Bremen, dem Saarland, in Rheinland-Pfalz, in Sachsen-Anhalt und in Nordrhein-Westfalen zu verzeichnen.

AP AP

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