HOME

Steuererklärung: Arbeitsmittel und Grundfreibetrag: Was sich 2018 bei der Steuer ändert

Im Jahr 2018 gibt es für Steuerzahler einige interessante Änderungen. So können beispielsweise deutlich teurere Arbeitsmittel wie Computer abgesetzt werden als bisher. Auch Freibeträge und Fristen ändern sich.

Bei der Steuer gibt es 2018 einige Änderungen

Bei der Steuer gibt es 2018 einige Änderungen

Im Jahr 2018 ändern sich einige wichtige Punkte für Steuerzahler. Wir haben fünf Änderungen zusammengestellt, von denen Sie gehört haben sollten.

Was sich sonst noch alles 2018 für Verbraucher ändert, lesen Sie hier.


1. Höherer Grundfreibetrag für alle

Von dieser Änderung profitieren alle Steuerzahler: Der Grundfreibetrag für steuerfreies Einkommen steigt im kommenden Jahr von 8820 Euro auf 9000 Euro beziehungsweise auf 18.000 Euro für verheiratete Paare. Bis zu diesem Betrag ist jeder verdiente Euro steuerfrei, der Fiskus bedient sich nur an dem, was darüber liegt. Allen Steuerzahlern zugute kommt auch die Anhebung der Einkommensgrenzen für alle Steuersätze um 1,65 Prozent. Dies entspricht in etwa der Inflationsrate für 2017 und soll die damit verbundene "kalte Progression" ausgleichen.

2. Teurere Arbeitsmittel absetzen

Eine großzügige Änderung gibt es bei der Absetzbarkeit von Arbeitsmitteln. Bislang konnte man größere Anschaffungen wie einen nur bis zu einem Warenwert von 410 Euro netto je Posten sofort absetzen. Für alles, was ab 1. Januar 2018 angeschafft wird, liegt die Grenze für diese "geringwertigen Wirtschaftsgüter" fast doppelt so hoch, bei 800 Euro netto (also 952 Euro inklusive Mehrwertsteuer). Alles, was diesen Betrag nicht überschreitet, kann sofort als Werbungskosten abgesetzt werden. Teurere Gegenstände müssen wie bisher nach den allgemeinen Vorgaben in kleinen Stückchen über mehrere Jahre abgesetzt werden.

3. Mehr Kindergeld, aber strengere Fristen

Beim Kindergeld gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Zum einen steigt das Kindergeld je Kind um 2 Euro pro Monat und alternativ der Kinderfreibetrag um 72 Euro auf 4788 Euro - wobei Eltern wie gewohnt von der für sie günstigeren Variante profitieren. Zum anderen wird die Frist für den Kindergeldantrag strenger: Dieser kann ab 2018 nur noch sechs Monate rückwirkend gestellt werden und nicht mehr wie bisher vier Jahre. Länger zurückliegende Versäumnisse können also nur noch bis Silvester repariert werden.

4. Änderungen bei der Abgeltungsteuer

Kompliziertere Änderungen gibt es für Anleger von Investmentfonds. Ab dem Jahreswechsel zahlen in Deutschland zugelassene Fonds auf bestimmte Erträge 15 Prozent Körperschaftssteuer. Weil sie dadurch weniger an ihre Anleger ausschütten können, werden diese zumindest teilweise von der Abgeltungsteuer befreit. Bei Mischfonds liegt der steuerfreie Teil bei 15 Prozent, bei Aktienfonds bei 30 Prozent und bei Immobilienfonds bei bis zu 80 Prozent.

Weitere Änderung: Verkaufsgewinne aus Fondsanteilen, die vor dem Start der Abgeltungsteuer 2009 erworben wurden, sind nicht mehr komplett steuerfrei, sondern nur noch wenn sie 100.000 Euro nicht übersteigen. Dann greift die Abgeltungsteuer von 25 Prozent.

5. Frist für die Abgabe ändert sich - aber erst 2019!

Vertun Sie sich nicht, wenn Sie irgendwo hören, dass die Frist für die Abgabe der Steuererklärung 2018 verlängert wird. Richtig ist: Ab dem Steuerjahr 2018 hat man zwei Monate mehr Zeit, die Erklärung abzugeben, also bis 31. Juli statt 31. Mai und mit Steuerberater sogar bis Ende Februar des Folgejahres statt Ende Dezember. Das greift aber erst 2019, weil dann die Bearbeitung der Steuererklärung 2018 anfällt. Die Steuererklärung für das Jahr 2017 muss noch nach den alten Fristen bis 31. Mai 2018 abgegeben werden - beziehungsweise bis 31. Dezember 2018, wenn ein Steuerberater beteiligt ist. 

Verbraucher: Kindergeld, Streaming, Überweisungen: Das ändert sich 2018
Die Bundesagentur für Arbeit hat angekündigt, Bargeld aus allen Jobcentern und Arbeitsagenturen zu verbannen. Leistungsempfänger sollen ihr Geld nun an den Kassen von Supermärkten und Drogerien bekommen. So praktikabel der Plan auch ist: Kritiker bemängeln, dass dadurch die Bezieher bloßgestellt werden könnten.

Die Bundesagentur für Arbeit hat angekündigt, Bargeld aus allen Jobcentern und Arbeitsagenturen zu verbannen. Leistungsempfänger sollen ihr Geld nun an den Kassen von Supermärkten und Drogerien bekommen. So praktikabel der Plan auch ist: Kritiker bemängeln, dass dadurch die Bezieher bloßgestellt werden könnten.

Themen in diesem Artikel