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Steuererklärung: Alle Erträge aus Aktienanleihen sind steuerpflichtig

Wer in Aktienanleihen investiert, muss alle Erträge aus der Anleihe - auch Kursgewinne - versteuern. Dabei spielt es keine Rolle, wie lange der Anleger das Papier gehalten hat.

Einen nützlichen Warnhinweis gibt die Stiftung Warentest in der September-Ausgabe ihrer Zeitschrift "Finanztest": "Aktienanleihen funktionieren nach demselben Prinzip wie Discountzertifikate: Die Bank gibt eine Schuldverschreibung aus und verknüpft sie mit einem Optionsgeschäft. Trotzdem gelten für beide Papiere unterschiedliche Steuerregelungen." Denn: Gewinn aus einem Discountzertifikat unterliegt der Spekulationssteuer und ist nach zwölf Monaten steuerfrei, erläutern die Verbraucherschützer.

Kursverluste können verrechnet werden

Der Anleger könne Kursverluste aus einer Aktienanleihe allerdings mit den Zinserträgen aus derselben Anleihe oder anderen Papieren verrechnen. "Er kann Verluste auch mit Dividendeneinkünften und sogar mit seinem Gehalt oder gewerblichen Einkünften verrechnen." Nicht gestattet sei allerdings, diese Verluste gegen Spekulationsgewinne aufzurechnen.

Bei Aktien gilt Spekualtionssteuer

Sollte der Anleger wiederum Aktien statt Geld zurückbekommen, unterliege dieses Aktiengeschäft der Spekulationssteuer. "Sollten die Aktien zulegen, kann sie der Anleger erst nach Ablauf von zwölf Monaten steuerfrei veräußern. Die Frist beginnt am Tag der Einbuchung."

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