Technologie Anleger reagieren vorsichtig auf ABB-Asbest-Urteil


Die grundsätzliche Genehmigung des ABB-Asbest-Vergleichs durch ein Konkursgericht in den USA ist am Dienstag von Anlegern und Analysten in der Schweiz vorsichtig positiv aufgenommen worden.

ABB erklärte am Konzernsitz in Zürich, man erwarte bald eine definitive Genehmigung des Vergleichs mit den Klägern. Konkursrichterin Judith Fitzgerald hatte den Vergleichsplan für rund 1,2 Milliarden Dollar am Montag in Wilmington im US-Bundesstaat Delaware grundsätzlich angenommen, die definitive Genehmigung jedoch von zusätzlichen Informationen über zwei Tochterfirmen des schwedisch-schweizerischen Technologiekonzerns abhängig gemacht.

Erleichterung bei ABB

Es geht um die Asbestklagen gegen die Firmen ABB Lummus und Basic. ABB zeigte sich in einer Erklärung am Dienstag hoch erfreut über den Gerichtsentscheid. Man rechne in naher Zukunft mit einer definitiven Genehmigung des Vergleichs. ABB sei zuversichtlich, die gewünschten Zusatzinformationen sehr rasch liefern zu können.

Nur leichter Kursanstieg an der Börse

An der Schweizer Börse SWX legte die ABB-Aktie am Dienstag vorübergehend um 4,1 Prozent auf 5,00 Franken zu. Der Kursgewinn schrumpfte aber schon im Laufe des Vormittags auf weniger als ein Prozent zusammen. Die Finanzanalysten der Zürcher Kantonalbank (ZKB) bewerteten den Richterspruch als kursneutral. Zwar bestehe der Eindruck, dass ABB die verlangten Auskünfte liefern könne und einer Zustimmung zum Vergleich damit nichts mehr im Wege stehe. Grundsätzlich arbeite die Zeit aber nicht für ABB.

Berufungsfrist in den USA läuft noch

In den USA kündigten unterdessen Anwälte von Asbest-Klägern, die dem Vergleich nicht zugestimmt hatten, an, sie würden jeden positiven Entscheid des Konkursgerichts anfechten. Nach dem endgültigen Entscheid von Richterin Fitzgerald läuft eine zehntägige Berufungsfrist.


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