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Weltbank-Chef Zoellick: Deutschland soll Europa aus der Krise führen

Durch Merkels Festhalten am Fiskalpakt, habe sie die Aussichten auf ein Ende der Krise verbessert. Weltbank-Chef Zoellick fordert mehr. Er will, dass Deutschland mit weiteren Reformen Europa aus der Krise führt.

Weltbank-Chef Robert Zoellick hat Deutschland aufgefordert, bei der Lösung der Schuldenkrise in der Euro-Zone die Führung zu übernehmen. Deutschland müsse jetzt die Richtung vorgeben, schrieb Zoellick in einem Gastbeitrag für die US-Ausgabe der "Financial Times" am Dienstag. Kein anderes Land könne Europa aus der Krise und in den Aufschwung führen. Es sei ermutigend, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel auf einen Fiskalpakt dringe, um eine strengere Haushaltsdisziplin zu gewährleisten. Zusammen mit den Spar- und Reformkursen der neuen Regierungen in Spanien und Italien sowie der Unterstützung der Europäischen Zentralbank "hat Frau Merkels neue Richtung die Aussichten verbessert. Aber diese Schritte reichen nicht." Es gebe zahlreiche Risiken.

"Deutschland kann nicht und sollte nicht Länder retten, wenn diese nicht handeln, um sich selbst zu retten", schrieb Zoellick. "Aber es kann Reformern beistehen, um politische Unterstützung aufrecht zu erhalten." Statt widerwillig stückchenweise erst im letzten Moment zu helfen, "sollten Deutschland und seine europäischen Partner Anreize jetzt auf den Tisch legen."

Zoellick räumte allerdings ein, dass es für Deutschland nicht leicht sein werde, die Führung zu übernehmen. Das Land werde oft dazu gedrängt, mehr zu tun, und dann dafür kritisiert, zu aggressiv zu sein.

kgi/Reuters / Reuters