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Halloween: Gruseliges Geschäft

Die USA machten aus dem ursprünglich keltischen Fest Halloween ein Riesengeschäft. Ähnlich wie der Valentinstag soll dieser "Festimport" jetzt auch den heimischen Handel auf Trab bringen.

Das aus den USA stammende Fest Halloween am 31. Oktober soll der Spielwarenbranche zusätzliche Umsätze bescheren. "Inzwischen hat die Gruselshow besonders bei jungen Leuten Kult-Status", sagte der Sprecher des Deutschen Verbands der Spielwaren-Industrie, Dieter Tschorn. Der Gesamtmarkt für Halloween-Artikel sei schwer einzuschätzen. Für das Jahr 2002 beziffert der Verband das Volumen auf etwa 100 Millionen Euro. "Für 2003 dürfte sich diese Zahl um rund 20 bis 40 Prozent nach oben bewegen", sagte Tschorn.

Immer mehr Branchen springen auf

Eine genauere Schätzung ist nicht möglich, da man abwarten muss, welche Branchen sich den Trend noch zu Nutze machen. So waren in neuester Zeit beispielsweise die Süßwaren- und die Alkohol-Branche auf den Halloween-Zug aufgesprungen. Den entscheidenden Anteil aber haben imemr noch jene Hersteller, die Dekorationen aus Stroh, Terrakotta und Wachs vertreiben.

Noch geht's nur um Süßigkeiten

Ausgelöst durch die Karnevals-Abstinenz im ersten Golfkrieg, hatte die Fachgruppe Karneval im Verband der Spielwaren-Industrie den Mummenschanz mit irisch-keltischen Wurzeln als Ausgleich für entgangenen Umsatz entdeckt. Allerdings werde Halloween in Deutschland gemäßigter gefeiert. "Zwar ziehen bereits vermehrt Kindergruppen von Haus zu Haus und erwarten Süßigkeiten, doch die in Amerika üblichen Horrordarstellungen und üblen Streiche sind hier zu Lande verpönt", sagte Tschorn.

Fest im Jahresablauf integriert

Jedoch sei das Fest in den Jahresablauf in Deutschland bereits integriert. Das zeigten die vielen dekorierten Schaufenster und die geschmückten Vorgärten und Hauseingänge ebenso wie die Vielzahl von Veranstaltungen in Kneipen, Kindergärten und Schulen. "Bei den Dekorationen beschränken sich die Deutschen im Wesentlichen auf beleuchtete Kürbisse aller Art, die mehr lächeln als grimmig dreinschauen", sagte der Verbandsvertreter. Etwas gruseliger gehe es bei den Verkleidungen zu. "Da überwiegen die Hexen, Teufel, Skelette, Draculas und Frankenstein ähnliche Monster."

DPA
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