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Stiftung Warentest klärt auf: Hass-Kommentar "Merkel muss gesteinigt werden" kostet 2000 Euro

Die Stiftung Warentest hat auf ihrer Facebookseite auf Hass-Kommentare reagiert - und gibt Hinweise, wie man sich wehren kann. Die Verbraucher-Organisation weist auf die bequeme Möglichkeit einer Online-Anzeige hin und nennt Beispiele für Geldstrafen.

Hasskommentare im Internet sind leider alltäglich

Hasskommentare im Internet sind traurige Realität und weit verbreitet. Stiftung Warenest gibt Hinweise, wie man sich wehren kann.

Pöbeleien, Hetze und Rassismus sind in den Sozialen Medien und in den Kommentarspalten von Internetseiten schon seit langem alltäglich. Viel zu oft kommen die Trolle und Pöbler aber ungeschoren davon, obwohl sie ihre Identität nicht verbergen. Das liegt wohl auch daran, dass sie in der Regel keine Konsequenzen fürchten. Viele Opfer sehen offensichtlich keinen Sinn darin, Anzeige zu erstatten. Oder es ist Ihnen zu mühevoll, erst den Gang zur nächsten Polizeiwache zu machen.

Stiftung Warentest: Hasskommentare dürfen Debatten nicht zerstören

Doch das ist gar nicht nötig. Darauf weist jetzt die Stiftung Warentest auf ihrer Facebook-Seite hin. Die Organisation postete sämtliche Links deutscher Internet-Wachen der Polizei. Dort kann man bequem online Anzeige erstatten. Gerade für den Kampf gegen Beleidigungen im Internet kann das nützlich sein. "Lasst euch von Hasskommentaren nicht entmutigen und davon abhalten, euch an Debatten zu beteiligen. Eine aufgeklärte und fortschrittliche Gesellschaft benötigt rationale und sachliche Diskussionen. Diese dürfen nicht von jenen gekapert und verhindert werden, die nur Hass schüren wollen", schreibt die Stiftung Warentest dazu.

Die Geldstrafen sind hoch

Dazu werden vier Beispielfälle (siehe unten) angeführt, wie hoch die Geldstrafen bei entsprechendem Inhalt sind. So kann etwa ein "Ich bin dafür, die Gaskammern wieder zu öffnen und die ganze Brut da reinstecken" mit bis zu 4800 Euro belegt werden. Selbstverständlich sollte das Instrument der Online-Anzeige nicht leichtfertig genutzt werden.


tis