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stern-Reportage

Trumps Club Mar-a-Lago: Am Hofe des Präsidenten

Die Wochenenden verbringt Donald Trump gern in Mar-a-Lago, sein Privatclub wird dann Regierungssitz. Eine Ortsbegehung.

Türmchen, Säulen, Meer und Palmen: Trumps Club Mar-a-Lago in West Palm Beach, Florida

Türmchen, Säulen, Meer und Palmen: Trumps Club Mar-a-Lago in West Palm Beach, Florida

Es herrschen stürmische Zeiten in Donald Trumps Paradies. Die riesige US-Flagge auf dem Vorplatz steht stramm im Wind, abgerissene Palmenblätter fegen über den Parkplatz, auf dem Wasser der beiden Pools kräuseln sich Wellen, erste Regentropfen sprenkeln die Terrakotta-Fliesen. Deshalb entscheidet Angelika Kusnezowa, ihre Gäste nicht auf der Terrasse, sondern im Strandhaus zu empfangen.

Kusnezowa ist seit zehn Jahren Mitglied des Clubs. Die Oligarchengattin zog einst aus der Ukraine in die USA, heute genügt es, dem Wachposten ihren Namen zu sagen, um auf das streng bewachte Gelände zu gelangen. Links liegt das schlossähnliche Hauptgebäude, zum Strandhaus gelangt man rechts durch einen Tunnel, der unter der Zufahrtsstraße hindurchführt. Aus den Fenstern kann man den Blick auf die mächtigen Wellen genießen, die heute vom Atlantik heranrollen. Angelika Kusnezowa sitzt an einem runden Tischchen. Sie trägt eine blau getönte Sonnenbrille, farblich abgestimmt auf ihre tief ausgeschnittene Bluse. "Luxus, Eleganz, Klasse – Mar-a-Lago verkörpert alles, wofür Donald Trump steht", erklärt sie. Dennoch ist sie heute ein wenig genervt. Zum lausigen Wetter kommt die neue Softeis-Maschine, die hinter ihr ohrenbetäubend wummert.

Wochenendresidenz: Mar-a-Lago in Florida - Trumps protziger Traum aus Gold und Kitsch
Mar-a-Lago ist das pompöse Anwesen von Donald Trump und seiner Familie in Palm Beach in Florida. Trump heiratete hier seine Frau Melania im Januar 2005. Das Bild zeigt die Trauung von Donald Trump Jr., dem ältesten Sohn des Milliardärs, und seiner Frau Vanessa, im November des selben Jahres.

Mar-a-Lago ist das pompöse Anwesen von Donald Trump und seiner Familie in Palm Beach in Florida. Trump heiratete hier seine Frau Melania im Januar 2005. Das Bild zeigt die Trauung von Donald Trump Jr., dem ältesten Sohn des Milliardärs, und seiner Frau Vanessa, im November des selben Jahres.

Fotoverbot an Trump-Tagen

"Kann man nichts machen", sagt ein Kellner im weißen Poloshirt und stellt die Getränke ab. Diätcola und Eistee in Plastikbechern. Am Nachbartisch hat eine Familie Hamburger mit Pommes bestellt. Ketchup und Mayo werden in Flaschen aus dem Supermarkt serviert.

Es geht zuweilen sehr bodenständig zu in Trumps Beinahe-Paradies. Oder wie es die Amerikaner inzwischen nennen: das Weekend-White-House. Seit Trump im Amt ist, hat er fast jedes zweite Wochenende in seinem Ferienwohnsitz in Palm Beach an der Ostküste Floridas verbracht. Das sorgt für mächtig Unbill. Die Sicherheitsmaßnahmen kosten den Steuerzahler drei Millionen pro Wochenende.

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Dabei ist Mar-a-Lago nicht nur Trumps Privatdomizil, sondern zugleich ein öffentlich zugänglicher Club, der Trump ein Vermögen einbringt. Genaue Umsatzzahlen werden, wie alles im Trump-Imperium, geheim gehalten. Aber es sickerte durch, dass Mar-a-Lago 2014 über 15 Millionen Dollar einnahm. Die Summe dürfte sich vervielfacht haben. Kurz vor seiner Vereidigung ließ Trump die Aufnahmegebühr auf 200.000 Dollar verdoppeln.

Der Andrang, so heißt es, sei enorm. Im Februar gingen Bilder vom Staatsdinner um die Welt, das der US-Präsident für Japans Premierminister Shinzo Abe in Mar-a-Lago ausrichtete. Clubmitglieder hatten die Zusammenkunft just in dem Moment fotografiert, als bekannt wurde, dass Nordkorea eine Rakete in Richtung japanische Küste abgefeuert hatte. "Holy Moly!", schrieb ein Gast dazu auf Instagram. "Es war faszinierend, die zwei Weltpolitiker zu beobachten. Center of the action!" Seitdem herrscht hier an Trump-Tagen Fotoverbot.

"Secret-Service-Personal ist von ausgesuchter Höflichkeit"

Mehrere demokratische Senatoren fordern, die Liste aller Mitglieder öffentlich zu machen, um Trumps Vetternwirtschaft offenzulegen. Aber der Präsident macht ohnehin kein Geheimnis daraus, wie Regierungsposten in Mar-a-Lago verteilt werden. Seinen Nachbarn Wilbur Ross, einen Risikospekulanten, kürte er zum Handelsminister. Und sechs langjährige Clubgäste sind als US-Botschafter vorgesehen. Darunter Konzertpianist Patrick Park für Österreich, Immobilienunternehmer Brian Burns für Irland und Philanthropin Diana Ecclestone für Barbados. Burns unterhält Geschäftsverbindungen nach Dublin; von Diana Ecclestone sagt man, sie habe ihrem segelnden Gatten zuliebe Interesse an Barbados bekundet; Pianist Park hat von österreichischer Politik überhaupt keine Ahnung, dafür ist er großer Fan des Musicals "Sound of Music" über einen österreichischen U-Boot-Kommandanten.

Trumps Residenz muss ständig bewacht werden. Das kostet die amerikanischen Steuerzahler zusätzlich Millionen.

Trumps Residenz muss ständig bewacht werden. Das kostet die amerikanischen Steuerzahler zusätzlich Millionen.


Im Mar-a-Lago-Strandhaus zupft Angelika Kusnezowa ihre Bluse zurecht und nippt am Eistee. Sie kann die Kritik an Trumps Milliardärsclub nicht verstehen. "Die Menschen müssen nur die Augen öffnen, dann werden sie erkennen, dass Trump Amerika genauso großartig machen wird wie Mar-a-Lago", sagt sie. Sie verbringt hier gern angenehme Stunden, auch wenn die Sicherheitsvorkehrungen im Club viel Zeit kosten, wenn der Präsident sein Kommen angekündigt hat. Jedes Auto wird mit Unterbodenspiegeln und Spezialkameras nach Sprengsätzen abgesucht. "Aber das Secret-Service-Personal ist von ausgesuchter Höflichkeit", schwärmt Mrs Kusnezowa, "echte Gentlemen."

Inzwischen haben sich die Wachleute auch darüber informiert, wie man bei Bentley, Rolls-Royce und Ferrari die Motorhauben öffnet. Die wenigsten Fahrer hier wissen das.

Hackbraten à la Mutter Trump

Nun muss die Oligarchengattin aber los. Sie eilt in Richtung Parkplatz, vorbei an Säulengängen, Palmen und einem älteren Herrn in roten Shorts. Vor ihrem mattweißen Mercedes 500 bleibt sie noch einmal stehen und blickt über die Anlage. "Welch großartiges Symbol für Trumps Erfolg", sagt sie. Dann rast sie mit dröhnendem Motor davon.

Gebaut wurde Mar-a-Lago 1927 als Winterresidenz für Marjorie Merriweather Post, Tochter der Cornflakes-Dynastie und eine der vermögendsten Frauen der USA. Die Architektur im spanischen Stil war spektakulär: 58 Schlaf-, 33 Badezimmer, verspielte Türmchen, Blattgold an den Decken, kunstvoll geschmiedete Wendeltreppen und zwölf prachtvolle Kamine. Eines der Zimmer ist oval, mit Rosenornamenten verziert, es soll das Lieblingszimmer von Marjorie Merriweather gewesen sein. Mit ihrem Tod 1973 vermachte sie das Anwesen dem Staat. Ihrem Wunsch nach sollte es das Winter-White-House werden. Doch der Jahresunterhalt war der Regierung zu teuer, und so gab sie es 1981 an die Familie zurück. Kurz darauf trat Trump auf den Plan. 15 Millionen bot er. Als die Post-Erben ausschlugen, drohte Trump, das Nachbargrundstück zu kaufen und den Blick zu verbauen. Am Ende bekam er Mar-a-Lago für acht Millionen.

Angeblich sollen Nachbarn Trump wegen seines Geschmacks bei der Einrichtung als "Louis XIV. auf einem Acid-Trip" bezeichnen. Trump ließ Mar-a-Lago aufwendig renovieren, unter anderem mit Marmor aus Italien und französischen Deckenmalereien für den Ballsaal, der hier im Bild zu sehen ist. Einen Teil des Geländes machte er 1995 zu seinem Privatklub.

Angeblich sollen Nachbarn Trump wegen seines Geschmacks bei der Einrichtung als "Louis XIV. auf einem Acid-Trip" bezeichnen. Trump ließ Mar-a-Lago aufwendig renovieren, unter anderem mit Marmor aus Italien und französischen Deckenmalereien für den Ballsaal, der hier im Bild zu sehen ist. Einen Teil des Geländes machte er 1995 zu seinem Privatklub.


In den folgenden Jahren veranlasste Trump den Bau eines 1900 Quadratmeter großen Ballsaals, in den Speisesaal ließ er einen Esstisch aus Marmor für 34 Personen stellen. Etwa ein Drittel des Haupthauses bewohnt er privat. Den Rest teilt er sich mit den Clubmitgliedern. Die können für 1000 Dollar pro Nacht in den historischen Zimmern schlafen und sich Hackbraten nach dem Originalrezept von Donalds Mutter servieren lassen. An den Wänden hängen Familienbilder der Trumps. Eines zeigt den Hausherrn im weißen Tennis-Shirt.

Wer zahlen kann, ist dabei

Einige Straßen von Mar-a-Lago entfernt sitzt Michael Kagdis an seinem Pool und schlürft Milchkaffee. Der Millionär, der als Beruf "Strategieberater" angibt, lebt seit 14 Jahren in Palm Beach und schreibt an einem Buch über die Geschichte der Gemeinde. "Zwar haben bei uns 60 Prozent Trump gewählt" , sagt er, "aber die Wahrheit ist: Bis zu seiner Nominierung war Trump die unbeliebteste Person weit und breit. Er passt nicht hierher." Kagdis lädt zu einer Tour in seinem Mustang Cabriolet ein.

Der Ort, der zu den reichsten des Landes zählt, ist eigentlich nur ein etwa zehn Kilometer langer Sandstreifen, der über Brücken mit dem Festland verbunden ist. Die Fahrt geht vorbei an Villen in mediterranem Stil, die von meterhohen Mauern umgeben sind. "Jedes Bauvorhaben wird von der Architekturkommission genehmigt", erklärt Kagdis. "Deshalb sieht alles gleich aus." Die Strände sind menschenleer. Für Badegäste fehlen Parkplätze. In den meisten Gärten arbeiten Latinos, Bäume und Hecken sind zu geometrischen Formen getrimmt. Die Worth Avenue, Palm Beachs Haupteinkaufsstraße, sieht nicht anders aus als eine Boutiquen-Meile auf Sylt. Im Hafen liegen Luxusyachten mittlerer Größe. Für größere Schiffe reicht der Platz nicht.

"Palm Beach ist konservativ", erklärt Kagdis. Der Geldadel versteckt sich. Es gibt 11.000 Einwohner und sechs Country-Clubs. Bei ihnen wurden noch vor wenigen Jahrzehnten keine Juden, keine Schwarzen, keine Schwulen aufgenommen. Nicht mal an Michael Jackson wollten die Makler ein Grundstück verkaufen. "Dann kam Donald Trump", sagt Kagdis. "Er provozierte mit seiner Protzigkeit. Und er kritisierte die traditionellen Clubs als rassistisch." In Mar-a-Lago gab es nur ein Aufnahmekriterium: den horrenden Mitgliedsbeitrag. Wer zahlen konnte, war dabei – egal, welcher Hautfarbe oder Religion. "Das war keine Menschenfreundlichkeit", sagt Kagdis. "Es war purer Geschäftssinn."

Stau und Lohneinbußen

Seit Trump in Palm Beach residiert, klagen er und die örtliche Regierung regelmäßig gegeneinander. Mal ging es um eine Hecke, mal um den Bau eines Golfplatzes, dann wieder wollte Trump, dass Flugzeuge nicht mehr über sein Anwesen fliegen dürfen.

Im Jahr 2006 ließ er einen 25 Meter hohen Fahnenmast aufstellen. Das verstieß gegen die Bauvorschriften. Die Gemeinde verlangte ein Bußgeld von 250 Dollar für jeden Tag, an dem Trump den Mast nicht entfernte. Der zog daraufhin vor Gericht und verklagte Palm Beach auf 25 Millionen Dollar Schadensersatz – wegen Einschränkung seiner "Redefreiheit als amerikanischer Patriot". Der Streit zog sich hin, bis Trump der Gemeinde 100.000 Dollar schuldete. Am Ende erklärte er sich bereit, den Mast um drei Meter zu kürzen und das Geld einer Veteranenorganisation zu spenden. Wie sich später herausstellte, stammten die Dollars gar nicht von ihm, sondern angeblich von einer jüdischen Organisation in New York. Außerdem hatte er vor der Aufstellung des neuen Masts einen Drei-Meter-Erdhügel aufschütten lassen, sodass die Fahne heute in gleicher Höhe weht.

Dieser Tage ist man in Palm Beach hin und her gerissen, ob die Trump-Präsidentschaft gut ist für den Ort oder nicht. Die Verwaltung geht davon aus, dass Trump seine Wochenenden bis Mai in Mar-a-Lago verbringt. Es wurde eine Anweisung erlassen, nach der Bauarbeiter und Gärtner ihre Arbeit freitags um drei Uhr einstellen müssen. Die Lohneinbußen brachten Unmut. Dazu kommen die Staus durch die Präsidenteneskorte. In diesem Monat wurde in Mar-a-Lago ein Hubschrauberlandeplatz installiert, damit sich die Situation etwas entschärft.

Michael Kagdis ist überzeugt, dass sich die meisten Palm Beacher glücklich schätzen, den Präsidenten zu ihren Nachbarn zu zählen. Die Polizeipräsenz sei besser denn je, und die Grundstückspreise würden steigen. "Mehr wollen die Leute hier nicht." Kagdis fischt ein paar Blätter aus seinem Pool. "Und wenn's mal Stau gibt, dann ist das eine willkommene Abwechslung. In unseren Kreisen gibt es doch nichts Schöneres, als Freunden zu erzählen: Ach, was war das heute für ein Verkehrschaos. Der Präsident ist mal wieder vorbeigekommen."

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(