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Verbraucher: Problemfall neue Heizung

Falls ein Vermieter den alten Heizkessel im Haus wegen der Energiesparverordnung austauscht, können die Kosten für die neue Anlage auf die Mieter umgelegt werden.

Weil der Besitzer die Heizung nicht freiwillig, sondern auf Grund gesetzlicher Vorschriften erneuert, darf er anschließend die jährliche Miete anheben. Darauf macht der Landesverband bayerischer Haus- und Grundbesitzer in seiner Mitgliederzeitschrift aufmerksam. Danach ist der Eigentümer berechtigt, die Jahresmiete um elf Prozent der aufgewendeten Kosten zu erhöhen. Versorgt der modernisierte Heizkessel mehrere Wohnungen, müssen die Kosten angemessen aufgeteilt werden. In der Regel wird der Betrag nach dem Verhältnis der Wohnflächen aufgeschlüsselt.

Heizung bis Ende 2006 erneuern

Ein Beispiel: Die neue Heizung für ein Mehrfamilienhaus mit sechs Wohnungen und einer Gesamtwohnfläche von 360 Quadratmetern kostet 20.000 Euro. Für eine Wohnung mit 60 Quadratmetern (einem Sechstel der Gesamtfläche) wäre eine monatliche Mieterhöhung von 30,55 Euro möglich, wie der Verband vorrechnet.   Das Aus droht allen alten Heizkesseln, die vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut wurden. Die Anlagen müssen spätestens bis 31. Dezember 2006 modernisiert werden. Ausnahme: Die Frist verlängert sich in der Regel bis 31. Dezember 2008, wenn der Brenner nach dem 1. November 1996 erneuert wurde. (AP)

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