Arbeit & Karriere Studenten verpönen 40-Stunden-Woche


Mehr Flexibilität anstelle einer pauschalen 40-Stunden-Woche fordern Deutschlands Studierende und Young Professionals. Viele würden bei guter Auftragslage sogar 60 Stunden und mehr arbeiten.

Mehr Flexibilität anstelle einer pauschalen 40-Stunden-Woche für alle fordern Deutschlands Studierende und Young Professionals. Das ergab eine aktuelle Umfrage unter 850 Mitgliedern des Karrierenetzwerks e-fellows.net. Je nach Auftragslage ist die Mehrheit demnach bereit, vorübergehend ohne Lohnausgleich mehr zu arbeiten. In Krisenzeiten würden sie auf Leistungsprämien verzichten und zur Not auch den geplanten Urlaub absagen.

Eine flexible Arbeitszeit je nach Auftragslage ist für die Mehrheit der Befragten der einzig richtige Weg für den Standort Deutschland: Über 70 Prozent würden bei guter Auftragslage vorübergehend 60 Stunden und länger arbeiten, mehr als die Hälfte auch an Wochenenden oder Feiertagen – und das ohne Zuschläge. Wegen eines Großauftrags den Urlaub absagen, das kann sich mehr als ein Drittel (36 Prozent) vorstellen.

Bei Feiertagen siegt allerdings die Tradition

Gerade in Krisenzeiten sehen Studenten und Young Professionals eine Flexibilität beim Gehalt und der Arbeitszeit als entscheidend an: Um den eigenen Arbeitsplatz zu retten, würden 70 Prozent auf ihre Leistungsprämie verzichten - 46 Prozent gar wären bereit, für das gleiche Gehalt mehr zu arbeiten.

Bei der Feiertagsdebatte siegt allerdings das Traditionsbewusstsein über die Flexibilität: Rund zwei Drittel (68 Prozent) der Befragten wollen alle gesetzlichen Feiertage beibehalten. Müssten sie dennoch auf einen verzichten, würden Studierende und Young Professionals am ehesten den "Tag der Arbeit" als Feiertag streichen. Die Verlegung des "Tag der Deutschen Einheit" auf einen Sonntag ist für viele Befragte ebenfalls vorstellbar, weil sie das Datum des Nationalfeiertags für willkürlich gewählt halten.


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