Arbeit Schwere Zeiten für Personalberater


Wer stellt schon einen Personalberater ein, wenn kein Personal gesucht wird? Zusätzlich machen unflexible Manager und deren Gehaltsvorstellungen den "Head-Scouts" das Leben schwer.

Führungskräfte in Deutschland sind immer weniger zu Ortswechseln bereit. Dieser Trend erschwere für Personalberater das ohnehin schwieriger gewordene Geschäft, berichtete der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) am Mittwoch in Bonn. Es sei deutlich problematischer geworden, geeignete Kandidaten für einen Jobwechsel auf eine zu neu zu besetzende Stelle zu motivieren.

Stellten in den Boomjahren 1999 und 2000 noch die horrenden Gehaltsvorstellungen der Manager häufig ein Problem dar, so sei nunmehr die mangelnde Flexibilität das Haupthindernis. Ein großer Teil der Führungskräfte sei inzwischen wenig bis überhaupt nicht mobil und zu Ortswechseln bereit. Parallel wachse somit der Aufwand der Personalberater für die Suche nach geeigneten und wechselwilligen Kandidaten.

Schlechte Zeiten für Personalberater

Die anhaltende Konjunkturflaute und die schlechte Arbeitsmarktlage haben sich insgesamt auf das Geschäft der Personalberater negativ ausgewirkt. Der Umsatz in der Branche sei 2003 um 9,5 Prozent auf rund 760 Millionen Euro gesunken, berichtete der BDU. Für dieses Jahr sei bestenfalls ein stagnierendes Geschäft zu erwarten. Die Unternehmen hielten sich mit Neueinstellungen weiter zurück und damit auch mit ihren Suchaufträgen.

Personalberater helfen Unternehmen bei der Suche und Auswahl von Fach- und Führungskräften. Nach BDU-Angaben boten im Jahr 2003 rund 1840 Personalberatungsfirmen (2002: 1800) ihre Dienstleistungen an und beschäftigten dabei etwa 5000 Berater (2002: 5060).

DPA DPA

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