Arbeitsmarkt Frauen sind auf dem Vormarsch


Frauen sind auf dem Arbeitsmarkt weiter auf dem Vormarsch. Grund für diese Entwicklung: Die derzeitigen Entlassungen treffen sie weniger stark als Männer.

Frauen sind auf dem Arbeitsmarkt weiter auf dem Vormarsch. Ihr Anteil an den 38,3 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland stieg im dritten Quartal 2003 nach vorläufigen Berechnungen im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozentpunkte auf 46,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte. Den Anstieg begründen die Statistiker damit, dass die derzeitigen Entlassungen Frauen weniger stark treffen als Männer. Zudem arbeiteten vor allem Frauen in Minijobs, die seit 1. April 2003 ausgeweitet wurden.

Allein 14,9 Millionen Frauen arbeiteten im Dienstleistungssektor, ihr Anteil betrug dort sogar 55,4 Prozent. Die Zahl der erwerbstätigen Männer nahm insgesamt um 1,8 Prozent ab, die der erwerbstätigen Frauen dagegen nur um 0,6 Prozent. Dies liegt an der unterschiedlichen Ausprägung des Beschäftigungsabbaus in den einzelnen Wirtschaftsbereichen: Im von einem hohen Männeranteil von 74,3 Prozent gekennzeichneten Produzierenden Gewerbe einschließlich des Baugewerbes gab es mit drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr einen starken Beschäftigungsabbau. Dagegen fiel der Rückgang im Dienstleistungsbereich mit 0,4 Prozent deutlich schwächer aus.

Als weitere Ursache für den Anstieg der Frauenerwerbstätigkeit nennen die Statistiker die Ausweitung der geringfügigen Beschäftigung im Zuge der gesetzlichen Neuregelung der Minijobs zum 1. April. Diese Beschäftigungsform sei schon in der Vergangenheit maßgeblich von Frauen dominiert gewesen.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker