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Arbeitsmarkt: Im Reinigungsgewerbe blüht die Schwarzarbeit

Nach Erkenntnissen des Zolls blüht im Reinigungsgewerbe die Schwarzarbeit. Bei bundesweiten Kontrollen wurde jedes dritte überprüfte Unternehmen beanstandet.

Im Reinigungsgewerbe blüht nach Erkenntnissen des Zolls die Schwarzarbeit. Bei bundesweiten Kontrollen sei jedes dritte überprüfte Unternehmen beanstandet worden, berichtete die Oberfinanzdirektion Nürnberg. Zumeist wurden fällige Steuern und Beiträge zu den Sozialversicherungskassen nicht abgeführt. Außerdem stießen die Fahnder auf zahlreiche Beschäftigte, die trotz ihres Jobs Arbeitslosengeld oder Sozialleistungen bezogen.

1.300 Zollbeamte und 440 Mitarbeiter der Bundesanstalt für Arbeit kontrollierten in der Woche ab dem 24. November Betriebe an mehr als 100 Standorten in Deutschland. Der Schwerpunkt lag bei Dienstleistern, die professionell Gebäude und Toiletten reinigen. Im Visier des Zolls befanden sich auch chemische Reinigungen, Fensterputzer und Großwäschereien. Bei 456 von 1.372 Reinigungsbetrieben hätten sich Ansätze für weitere Ermittlungen ergeben, berichtete die Oberfinanzdirektion. Bei rund 8.500 Personenüberprüfungen wurden 1.357 Beanstandungen ausgesprochen.

In Bayern ergab sich ein ähnliches Bild: Bei 53 von rund 160 Unternehmen gab es Unregelmäßigkeiten. Schwerpunkte der Kontrollen im Freistaat waren die Regionen München, Nürnberg/Erlangen, Schweinfurt, Würzburg, Passau und Kempten.

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