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AUSBILDUNG: Azubis: Lieber Dienstleister als in die Medienbranche

Bei der Berufsausbildung liegen die Dienstleistungs-Jobs im Trend. Vor allem Ausbildungen zum Veranstaltungskaufmann sowie Sport- und Fitnesskaufmann sind von den Jugendlichen gefragt.

Der Trend zur Dienstleistungsgesellschaft setzt sich auch in der Berufsausbildung fort. Die im vergangenen Jahr neu geschaffenen kaufmännischen Dienstleistungsberufe kommen bei Betrieben und Auszubildenden gut an. Bis Ende August konnten bereits 1.771 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen werden, das sind 71 Prozent mehr als im gesamten Vorjahr, meldet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Damit gehe das Konzept auf, mit neuen Berufen neue Branchen für die duale Berufsausbildung zu gewinnen.

Event- und Fitnessbereich vorne

Den stärksten Zuwachs verzeichneten die Kaufleute im Gesundheitswesen. Mit 533 Neuverträgen sei schon jetzt das Ergebnis aus dem Vorjahr um 242 Prozent übertroffen worden. Einen Ausbildungsvertrag als Veranstaltungskaufmann/frau hätten bis Ende August bereits 575 junge Leute in der Tasche. Im Vorjahr seien es bis Jahresende erst 361 gewesen. Dynamisch zeige sich auch die Entwicklung bei den Sport- und Fitnesskaufleuten. 663 neue Ausbildungsverhältnisse bedeuteten schon jetzt 146 mehr als im Vorjahr.

IT-Branche schwächelt

Dagegen zeige sich bei den IT- und Medienberufen nach Jahren hoher Zuwächse erstmals ein Rückgang der Neuverträge um rund zehn Prozent. 18.973 Neuverträge belegten aber, dass der IT- und Medienbereich erfolgreich für die Berufsausbildung erschlossen werden konnte. In einigen Betrieben sei indes jetzt ein erster Nachholbedarf an jungen IT-Fachkräften gedeckt. Deshalb sei es notwendig, weitere Betriebe für die Ausbildung in den IT-Berufen zu gewinnen, so der DIHK. Potenzial sähen die Industrie- und Handelskammern vor allem bei den IT-Anwendern.

Neue Berufe setzen sich durch

Bei den erst in den letzten Monaten neu geschaffenen Berufen seien bis Ende August naturgemäß erst wenige Ausbildungsverträge abgeschlossen worden. Insbesondere bei der Fachkraft für Schutz und Sicherheit mit bislang 53 Verträgen dürften bis Jahresende noch zahlreiche Abschlüsse hinzukommen. Dies zeigten die Erfahrungen mit neuen Berufen aus den Vorjahren.