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Berufsunfähigkeit: Präzises Jobprofil notwendig

Wer als berufsunfähig anerkannt werden will, muss seine bisherige Tätigkeit präzise beschreiben. Das entschied ein Oberlandesgericht. Ein genereller Hinweis auf das Berufsbild reichte nicht aus.

Eine Berufsunfähigkeit wegen Krankheit muss nur anerkannt werden, wenn der Versicherte seinen Arbeitsplatz detailliert beschreibt. Das berichtet die Zeitschrift "recht und schaden" unter Hinweis auf ein Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Koblenz. Dazu zählen nach dem Richterspruch auch Angaben zur zeitlichen Aufteilung der Arbeit und eine nachvollziehbare Erläuterung, inwieweit das Leiden bestimmte Arbeitsschritte erschwert oder unmöglich macht (Az.: 10 U 744/03).

Das Gericht wies mit seinem Urteil die Klage eines Versicherten gegen dessen private Berufsunfähigkeitsversicherung ab. Die Versicherung hatte sich geweigert, den Kläger als berufsunfähig anzuerkennen. Der Pferdewirtschaftsmeister hatte angegeben, er könne auf Grund verschiedener körperlicher Leiden seinen Beruf nicht mehr ausüben. Präzise Aussagen zu seiner Arbeit und inwieweit seine Erkrankungen ihn daran hinderten, machte der Kläger jedoch nicht. Der Versicherung war das zu wenig.

Anforderungen müssen erkennbar sein

Das OLG teilte diese Einschätzung. Es müsse für einen Außenstehenden erkennbar sein, welche Tätigkeiten regelmäßig anfielen und mit welchen Anforderungen an die körperliche Leistungsfähigkeit sie verbunden seien. Der pauschale Verweis auf Berufsbezeichnungen oder auf das "übliche Berufsbild" ersetzten die erforderliche konkrete Tätigkeitsbeschreibung nicht.

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(