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Bundesagentur für Arbeit: Ineffektiv wie eh und je

Der Bundesrechnungshof hat die Vermittlungstätigkeit der Bundesagentur für Arbeit kritisiert. Die Erfolgsquote bei der Arbeitsvermittlung konnte kaum gesteigert werden.

Nach einem Bericht der "Berliner Zeitung" waren von 605 überprüften Vermittlungsvorschlägen lediglich 4,6 Prozent erfolgreich. Nicht einmal jeder 20. Vorschlag habe zu Arbeitsaufnahme geführt, berichtete das Blatt unter Berufung auf einen internen Bericht an den Vorstand der Bundesagentur. "Die sehr geringe Erfolgsquote beweist, dass die Vermittlungsarbeit bei den geprüften Agenturen nicht effektiv war." Trotz der eingeleiteten Vermittlungsoffensive unterscheide sich das Prüfergebnis nicht wesentlich von dem aus dem Jahr 1997.

Keine Abstimmung mit Arbeitgebern

Dem Rechnungshof zufolge schickt die Agentur zudem zu viele Bewerber auf eine offene Stelle, berichtete die Zeitung weiter. Die Gründe für eine vergebliche Vermittlung würden zu spät erfragt. So hätten Arbeitsvermittler bis zu 65 Bewerber für eine Stelle vorgeschlagen, ohne das nach den ersten erfolglosen Vermittlungsversuchen mit dem Arbeitgeber über dessen Erwartungen und das weitere Vorgehen gesprochen worden sei.

Viele Stellen werden nicht angenommen

Fast jede vierte angebotene Stelle durch die Agentur sei von arbeitslosen Leistungsempfängern trotz Androhung von Sperrzeiten entweder nicht angenommen oder nicht angetreten worden. In einem Drittel der Fälle verhängten die Agenturen anschließend dennoch keine Sperrzeiten.

Reuters / Reuters
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