conject AG Mehr Durchblick für die Immobilienbranche


Die conject AG aus München ist für den Deutschen Gründerpreis in der Kategorie Aufsteiger 2005 nominiert.

„Immobilienprojekte sind schwer zu organisieren“, so Elke Tonscheidt, PR-Managerin und Mitbegründerin der Münchener conject AG. „Die Branche ist extrem fragmentiert, Transparenz fehlt. Wenn beispielsweise ein Investor aus Übersee, eine Schweizer Bank und deutsche Unternehmen ein großes Bauprojekt durchführen, müssen ständig Daten aktualisiert und ausgetauscht werden. Das ist natürlich teuer und außerdem fehleranfällig.“

Heute hat die Branche neue Werkzeuge: Die conject AG entwickelte eine Software, mit der sämtliche Arbeiten im Lebenszyklus einer Immobilie abgewickelt werden können. Von der ersten Idee über die Planung, den Bau, die Verwaltung bis hin zur Vermietung  mit Hilfe dieser Software können alle beteiligten Unternehmen auf dieselben Daten zugreifen und mit einheitlichen Programmen arbeiten. „Dabei sind natürlich die Zugangsberechtigungen unterschiedlich ausgestaltet“, so die Unternehmerin.

Je nach Bedarf kann der Kunde unterschiedliche Software-Module einkaufen, die alle miteinander kombinierbar sind. Mit mehr als 40 verschiedenen Bausteinen hat das Unternehmen die breiteste Angebotspalette auf dem Markt. "Jeder Kunde wird von uns intensiv beraten", erläutert Elke Tonscheidt. "Danach stellen wir ein maßgeschneidertes Angebotspaket zusammen. Dabei kann man klein anfangen und dann schrittweise um zusätzliche Module erweitern. Wichtig ist auch, dass unsere Software an die bestehenden Geschäftsprozesse des Kunden angepasst wird, so dass keine teure Reorganisation der Abläufe notwendig ist."

Die Vorteile für die Kunden der conject AG sind offensichtlich: Die Bauprojekte können effizienter und damit kostengünstiger gemanagt werden. Prozesse und Daten sind für alle Beteiligten transparent und auf demselben Stand, fehlerträchtige und kostspielige Doppelarbeiten entfallen, Bauzeiten verkürzen sich. "Der Bedarf war von Anfang an groß", so Elke Tonscheidt. "Trotzdem waren die Kunden am Anfang eher abwartend. Doch nachdem wir die ersten namhaften Referenzkunden gewonnen hatten, konnten wir die anderen relativ leicht überzeugen."

Nicht nur bei den Kunden, sondern auch bei den Geldgebern musste das 12-köpfige Gründungsteam erst einmal Überzeugungsarbeit leisten. "Die Finanzierung von conject war gar nicht so einfach, da der New-Economy-Boom damals bereits abgeflaut war", erzählt die Unternehmerin. "Ich denke, bei uns war es ein großer Pluspunkt, dass die Idee zwar sehr innovativ war, aber den Nerv der Branche traf. Unser Konzept war von Anfang an stark marktorientiert. Außerdem konnten wir alle eine langjährige Berufserfahrung und gute Kontakte vorweisen." Die Investitionen in die conject AG haben sich gelohnt: Inzwischen ist das Unternehmen in der Branche europaweit führend; zu den über 1500 Kunden gehören so bekannte Firmen wie BMW, IKEA oder die Allianz. "Insgesamt bauen etwa 60 Prozent der DAX-30-Unternehmen mit conject", erklärt Elke Tonscheidt.

Ein enormer Erfolg für ein Unternehmen, das erst im Jahr 2000 gegründet wurde, so die Einschätzung der Jury. Deshalb wurde conject für den Deutschen Gründerpreis in der Kategorie Aufsteiger nominiert. Auch der kontinuierliche Ausbau des technischen Vorsprungs sprach für die conject AG, denn die Firma investiert jedes Jahr rund 40 Prozent ihrer Umsätze in Neuentwicklungen. Daneben zählten die solide Unternehmensführung und die Kontinuität bei Management und Mitarbeitern. "Bei uns herrscht ein sehr kommunikatives und offenes Klima und von den zwölf Gründungsmitgliedern sind immer noch zehn an Bord", erzählt Elke Tonscheidt.

Die Nominierung für den Deutschen Gründerpreis ist die Anerkennung für fünf erfolgreiche Jahre. "Wir freuen uns sehr, dass wir nominiert worden sind", so die Unternehmerin. "Auf Grund unseres starken Wachstums hatten wir uns zwar schon gewisse Chancen ausgerechnet, aber wir waren trotzdem positiv überrascht, als wir die gute Nachricht erhalten haben." In erster Linie erhofft sich die conject AG einen größeren Bekanntheitsgrad des Unternehmens. "Außerdem ist eine solche Nominierung auch eine vertrauensbildende Maßnahme", findet Elke Tonscheidt. "Denn ich glaube, dass der Deutschen Gründerpreis inzwischen sehr bekannt ist."


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