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Erfolgsgeschichte: Existenzgründung par excellence

"Der Glaube an sich selbst - das ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, um als Gründer erfolgreich zu sein", zieht Existenzgründer Dr. Andreas Schweinbenz Resümee.

"Der Glaube an sich selbst - das ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, um als Gründer erfolgreich zu sein", zieht Dr. Andreas Schweinbenz, Gründer der Netviewer GmbH, Resümee. Vor zwei Jahren entwickelte er mit seinem Team das Visualisierungsprogramm Netviewer zur Produktreife. Keinem war damals klar, wie viel Arbeit und Selbstvertrauen nötig ist, um ein neues Produkt auf den Markt zu bringen - gerade nach dem Platzen der Dotcom-Blase.

Doch der Einsatz hat sich gelohnt. Ein fundierter Businessplan, die Bedienungsfreundlichkeit der Software und ein überzeugender Markteintritt brachten die Netviewer GmbH auf Erfolgskurs. Nach einem Umsatzwachstum von etwa 500 Prozent bereits im ersten Geschäftsjahr war das Produkt schon bald etabliert - und Netviewer Landessieger des StartUp-Wettbewerbs Baden-Württemberg 2002. Die fruchtbare Entwicklung des Unternehmens setzte sich fort und die Zahl der Mitarbeiter wuchs von Drei auf Zwölf, die über 300 Kunden in ein Dutzend Ländern betreuen.

Die Idee

Das Visualisierungsprogramm Netviewer ist ein Internet-Tool, mit dem Bildschirminhalte eines PCs via Internet zu einem oder mehreren PC-Bildschirmen 1:1 übertragen werden können. Der Anwender sieht live den gesamten Bildschirminhalt des Gesprächspartners oder zeigt ihm seinen Screen. Da mit dem Netviewer beliebige Anwendungen gemeinsam betrachtet werden können ist er nicht nur zum Dokumenten-Sharing, für Präsentationen oder Besprechungen geeignet, sondern auch für Fernwartung oder als virtuelle Ladentheke einsetzbar. Unterstützt wird die Kommunikation durch das Telefon oder die Einbindung von Textchats.

Stärke des Programms ist seine Kundenfreundlichkeit. Die Software wird im Internet gestartet, sodass eine mühsame Installation oder Konfiguration nicht nötig wird. Durch übersichtliche Buttons wird die Bedienung erleichtert.

Erfolg durch den StartUp-Wettbewerb

Die Software von Netviewer kann Arbeitsprozesse entscheidend rationalisieren. Die Anwendungsgebiete sind vielfältig: Lange Anreisen für Besprechungen oder Abstimmungen fallen weg, Computerprobleme können per Ferndiagnose gelöst werden und Unternehmen haben die Möglichkeit, ihre Produkte anschaulich darzustellen. Der effiziente Einsatz von Netviewer spart Zeit und Geld.

Mit der Teilnahme der am StartUp-Wettbewerb 2002 konnte sich das Unternehmen erfolgreich einer breiten Öffentlichkeit vorstellen. "Die hohe Aufmerksamkeit führte zu einem größeren Vertrauen von Seiten der Kunden und unterstützte damit den Markteintritt", so Dr. Schweinbenz.

Die Netviewer GmbH startete im Juni 2001 mit drei Mitarbeitern. Seit der Gründung fand die Unternehmensidee breite Resonanz. Das Unternehmen wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet - der Cyber-One-Award 2002 und cebit future market award 2003.

Ausblick

Netviewer verfolgt weiterhin einen strengen Wachstumskurs. Das Umsatzwachstum wird für das Jahr 2003 auf ca. 300 Prozent geschätzt. Weiterhin sind Niederlassungen in europäischen Ländern, in Asien und den USA geplant. Im Fokus der Geschäftsaktivitäten stehen Lizenzverkäufe, die den Umsatz von Netviewer bis 2005 verzehnfachen sollen. Durch das Beschäftigen von weiteren Mitarbeitern und die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern will das Unternehmen auch weiterhin die Weichen auf Erfolg stellen.

StartUp-Wettbewerb: Bewerben lohnt sich

Der StartUp-Wettbewerb setzt auch in Zeiten erschwerter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen Zeichen. Die Partner der StartUp-Initiative - der stern, die Sparkassen, McKinsey und das ZDF - unterstützen angehende Jungunternehmer ganzjährig bei ihren erfolgsversprechenden Geschäftsideen und erstellen zeitnah detaillierte Feedbacks zu Stärken und Schwächen der Unternehmen. Bewerbungen sind vom 1. Januar bis zum 31. Dezember möglich. Teilnehmen kann jeder, der sein Unternehmen 2003 gegründet hat oder die Gründung bis Ende 2004 plant. Nachfolgeunternehmen mit einer deutlichen Neuausrichtung können sich ebenfalls bewerben.

Die StartUp-Partner zogen im Jahr 2002 Zwischenbilanz unter den jeweils 500 besten Teilnehmern. Hierbei zeigte sich, welchen Beitrag der nun fünfjährige Wettbewerb zum Erfolg von Jungunternehmen leisten kann: Mit einem Durchschnitt 9,7 schaffen die besten StartUp-Teilnehmer doppelt so viele Arbeitsplätze wie Existenzgründer im Bundesdurchschnitt.

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