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Erholung: Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub

Was zur erholsamen Auszeit werden und im Alltag positiv nachwirken sollte, entwickelt sich häufig zum Stressfaktor. Denn Erholung und Urlaub bergen Chancen und Stressrisiken zugleich.

"Man sollte gut vorbereitet in Urlaub gehen und diesen dann am besten ohne Terminkalender verbringen", rät Carolin Lüdemann, Business Coach der Coach-Academy.

Selten beginnt ein Urlaub erholsam: Planung, Koffer packen und Organisation der Urlaubsvertretung erfordern einen klaren Kopf und ein gutes Zeitmanagement. Endlich am Urlaubsziel angekommen, sind die Erwartungen groß: Sport treiben, ausspannen, lesen, für die Familie präsent sein. Vorstellungen, die nicht selten im Gegensatz zueinander stehen und eine Art Erfolgsdruck erzeugen können.

Als Folge bringt ein Urlaub nicht das Maß an Entspannung, das möglich wäre. Lüdemann rät daher: "Weniger ist mehr. Auf keinen Fall sollte der Urlaub einem Terminkalender gleichen, in dem sämtliche Aktivitäten aneinandergereiht geplant werden. Erholung braucht Freiräume für spontane Aktivitäten."

Für einen schonenden Übergang sorgen

Wer es schafft, sich im Urlaub nicht zu viel vorzunehmen, erholt sich entsprechend besser. Und sieht sich nach dem Ende der schönsten Jahreszeit mit der Frage konfrontiert, wie die Erholung im Alltag positiv erhalten werden kann. "Erschreckenderweise fühlt sich ein Großteil der Urlauber bereits nach wenigen Tagen Arbeitsalltag erneut urlaubsreif", stellt Lüdemann fest und empfiehlt, sich unbedingt Urlaubserlebnisse zu bewahren. "Eine Muschel vom Lieblingsstrand in der Schreibtischschublade oder ein urlaubstypisches Abendessen lassen Erinnerungen an entspannte Stunden lebendig bleiben und wirken sich nachhaltig auf den Erholungseffekt aus. Ebenso ist es ratsam, sich nicht sofort Hals über Kopf in die Arbeit zu stürzen. Nach der Reise sichern einige Tage Auszeit im eigenen Heim einen schonenden Übergang in den Arbeitsalltag. Und wer vor dem Urlaub die Arbeitsaufgaben gut organisiert der Urlaubsvertretung übergeben hat, dem bleibt die böse Überraschung am ersten Arbeitstag meist sogar ganz erspart."

Quelle: Coach-Academy

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