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EXISTENZGRÜNDUNG: Drum prüfe, wer sich ewig bindet

Viele Jungunternehmer testen die Wirkung ihrer Firmennamen nicht. Und dabei ist gerade der besonders wichtig für die Erfolgsaussichten eines Unternehmens.

Viele Jungunternehmer testen die Wirkung ihrer Firmennamen nicht. Und dabei ist gerade der besonders wichtig für die Erfolgsaussichten eines Unternehmens.

Viele Jungunternehmer testen nach Aussage des Hochschullehrers Peter Witt die Wirkung ihres Firmennamens nicht und verringern damit leichtfertig ihre Erfolgsaussichten. Oft bestimme ein »reines Bauchgefühl« die Auswahl des Markenaufbaus, sagte der Spezialist für Existenzgründung von der privaten Wissenschaftlichen Hochschule für Unternehmensführung (WHU) in Vallendar bei Koblenz in einem dpa-Gespräch.

Nur die Hälfte von rund 200 befragten Jungunternehmern habe den Firmennamen vor der Markteinführung ihrer Produkte getestet. »Das beschränkte sich aber häufig auf die Befragung von Freunden und Bekannten oder möglichen Kunden«, berichtete der Inhaber des WHU-Lehrstuhls für Unternehmertum und Existenzgründung. Eine professionelle Analyse der Wirkung eines Firmennamens auf den jeweiligen Markt sei sehr selten gewesen. Witt bezieht sich auf eine gemeinsame Umfrage der WHU, der Wochenzeitung »VDI nachrichten« und der Düsseldorfer Unternehmensberatung »C4 Consulting«. Befragt wurden Jungunternehmern der Branchen Computertechnik, Telekommunikation und Elektronischer Handel.

Wenn die Wahl des Namens einer Firmenmarke nicht ausreichend überlegt werde, könne sie beispielsweise nach der internationalen Expansion des Unternehmens für ausländische Ohren unattraktiv klingen. Andere Existenzgründer wählten einen Namen, »der zu eng wird, wenn das Unternehmen später in neuen Bereichen aktiv ist«, berichtete Witt. Als theoretisches Beispiel nannte der Dozent den Firmennamen der Internetfirma »Jobpilot«, die bei der Vermittlung von anderen Produkten als Arbeitsplätzen ihren Sinn verliere. »Ein Firmenname sollte von vornherein möglichst international und offen für viele Produkte gewählt werden.«

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