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Designfirma Optimat: Zu Hause in der Zwischenwelt

Von der Expo 2000 in Hannover bis zum Onlinespiel "Second Life": Die Eschborner Designfirma Optimat gestaltet Räume - für das reale Leben und für die virtuelle Welt. Und manchmal auch für etwas dazwischen.

Von Bianka Echtermeyer

Hinter dem Firmennamen Optimat stecken vier Köpfe: ein Kommunikationsdesigner Peter Heim und die Architekten Lutz Wagner, Petra Würfele und Hannes Deutsch. Die vier verstehen sich als Designer und gestalten die unterschiedlichsten Dinge: Showrooms für Modelabels, Fernsehstudios, Messestände, Präsentationsfilme für Unternehmen und virtuelle Häuser. All ihre Ideen entwerfen sie im dreidimensionalen Computerraum und zeichnen sie nicht zweidimensional auf. "Wir spielen mit allen Sinnen im Raum und erkennen gleich, wie ein Detail das Ganze beeinflusst. Erst danach bauen wir", erklärt Wagner. Das ist heute unter Architekten und Designern Standard. Doch bei ihrem Start 1997 waren sie damit Pioniere.

Ihre Liebe für die virtuelle Welt reicht noch weiter zurück. Bereits im Studium, Anfang der 90er Jahre, experimentierten der Kommunikationsdesign-Student Heim und Wagner, der Architektur studierte, mit 3D-Programmen wie Form.Z und Bildbearbeitungssoftware wie Photoshop. Ihr klassisches Studium allein füllte die beiden nicht aus. Sie beschlossen, ein Objekt zu designen, das die reale und virtuelle Welt verbindet. Das Ergebnis war das "Omnium".

Mehr Platz als sein kann

Genauso geheimnisvoll wie der Name ist auch das Objekt selbst. Und schwer zu beschreiben. Von außen ist das Omnium eine drei Meter hohe, fünf Meter breite und 15 Meter lange, unscheinbare Box. Sie steht in der realen Welt. Doch wenn der Besucher durch den Eingang geht, betritt er einen virtuellen Raum. Innen erinnert nichts mehr an die äußere Form. Der Raum erscheint komplett rund, inklusive des Bodens. In der Mitte schwebt eine gigantische Kugel. Diese ist so riesig, dass sie dem Betrachter größer erscheint als die Box von außen. Aber es ist keine Diskokugel in XXL-Größe, sondern nur die Illusion einer Kugel. Hervorgerufen allein durch Spiegelungen. Der Besucher sieht sie, anfassen kann er sie aber nicht. Auf der Kugel selbst flimmern geometrische Muster. Plötzlich bemerkt der Besucher, dass er selbst Teil des Ganzen ist. Er spiegelt sich aus allen Richtungen wider, von unten, von oben und aus allen Positionen. "Das Omnium ist eine Selbstreflexion, ein Spiel, eine Herausforderung!" So beschreibt es Lutz Wagner.

Geboren wurde das Omnium im Computer von Wagner und Heim. Heim un Wagner errechneten die genaue Stellung von vier Spiegelwänden zueinander, so dass die Illusion der Kugel erzeugt wird. Die Muster auf der Kugel sind geometrische Formen, die durch Videorückkopplungen entstehen. Es sind bunte Muster, die zum Beispiel dann erscheinen, wenn sich eine Videokamera in einem angeschlossenen Monitor selbst filmt.

Auf der Expo 2000 präsentierten Peter Heim und Lutz Wagner das Omnium dem großen Publikum. Inzwischen hatten die beiden die Firma Optimat gegründet und ihre Architektenfreunde Würfele und Deutsch mit an Bord geholt. Jetzt herrscht kreative Arbeitsteilung: Petra Würfele kümmert sich ums Marketing, Hannes Deutsch und Lutz Wagner um die Gestaltung im virtuellen Raum und ihre Umsetzung, und Peter Heim experimentiert mit Grafik und Farben.

Doch auch wenn die Expo das Omnium bekannt gemacht hat, die vier wollten nicht, dass es nur als Kunstobjekt gesehen wird. Sie warben dafür, es auch für kommerzielle Zwecke zu nutzen. Und so bauen sie das Omnium nun auch als Präsentationsraum oder Messestand für Firmen. Statt der fraktalen Muster können dann Firmenbilder und Botschaften über die Kugel flimmern.

Virtuelles in den realen Raum integrieren

Inzwischen entwerfen die vier in ihrer alltäglichen Arbeit zum großen Teil ganz reale Räumlichkeiten wie Ladeneinrichtungen für Tom Tailor oder Fernsehstudios für MTV. Aber auch hier lassen sie sich vom Design des Cyberspace inspirieren und versuchen, virtuelle Elemente wie das Omnium in die Räume zu integrieren. Bei einem der insgesamt acht Studios, die sie für den Musiksender MTV bauten, ist das besonders gelungen. Für die Sendung "Mad 4 Hits" setzten sie ein Omnium in das Studioset ein. Der Moderator saß auf einem rotem Polster, das den Eingang des Omnium darstellte. Hinter ihm erschien die gespiegelte Kugel. Für einen noch interessanteren Effekt konnte sich der Moderator aber auch in das Omnium setzen und selbst mehrfach widergespiegelt werden. Auch bei ihrem aktuellem Projekt, einem Club in Wiesbaden, gestalten sie die Lobby als Illusionsraum mit Spiegelungen.

Und die Zukunft soll noch mehr Virtualität bringen. In dem zurzeit sehr angesagten Onlinespiel "Second Life" sieht die Firma Optimat eine ihrer großen Chancen. Die virtuelle 3D-Welt bietet Usern die Möglichkeit, eine neue Identität im Web aufzubauen. Das bringt nicht nur neue Kontakte, sondern schafft vor allem auch neue Märkte. Optimat startet dort zurzeit eine eigene Agentur, die Usern Grundstücke beschafft und virtuelle Häuser baut. Und vielleicht möchten ja Firmen wie Hugo Boss bald einen eigenen Store im "Zweiten Leben" aufbauen? Optimat bereitet sich vor - mit Ideen für alle Welten.

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(