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Hartz-IV-Rebellin wird unfreiwillig befördert: "Man will mich einfach wegloben"

Als Jobcenter-Mitarbeiterin kritisierte Inge Hannemann öffentlich das System Hartz IV. Nun schiebt man sie auf einen anderen Posten ab. Doch die Hartz-IV-Rebellin will weiterkämpfen.

Moralischer Support: Die ehemalige Jobcenter-Mitarbeiterin Inge Hannemann erhielt am Donnerstag im Gerichtssaal Zuspruch von Unterstützern

Moralischer Support: Die ehemalige Jobcenter-Mitarbeiterin Inge Hannemann erhielt am Donnerstag im Gerichtssaal Zuspruch von Unterstützern

Jahrelang war Inge Hannemann dafür zuständig, Arbeitslosen einen Job zu vermitteln. Doch seit anderthalb Jahren arbeitet die 46-Jährige selbst nicht mehr, stattdessen streitet sie vor Gerichten mit ihrem Arbeitgeber. Die damalige Jobcenter-Mitarbeiterin hatte sich öffentlich gegen das System Hartz-IV gestellt - und wurde suspendiert. Derzeit ist sie krankgeschrieben.

Die Stadt Hamburg möchte die sogenannte Hartz-IV-Rebellin nicht mehr im Jobcenter haben, stattdessen soll sie auf einen Posten im Integrationsamt abgeschoben werden. Aber Hannemann wehrt sich: Einen Eilantrag gegen die Versetzung lehnte das Landesarbeitsgericht am Donnerstag ab, doch Hannemann will weiterkämpfen.

"Man will mich einfach wegloben", sagt Hannemann im Gespräch mit dem stern. Sie hofft nun auf das Hauptklageverfahren im Dezember. Dort soll endgültig geklärt werden, ob die Stadt die unliebsame Mitarbeiterin rechtmäßig versetzt hat. Hannemann argumentiert, für die neue Stelle sei sie gar nicht qualifiziert. Eigentlich bräuchte man für den Job einen höheren Abschluss als sie habe, sagt Hannemann. Mehr Geld würde ihr die unfreiwillige Beförderung aber nicht einbringen.

Prominente Stimme gegen Hartz IV

Mit Vorträgen und Auftritten in der Öffentlichkeit ist Hannemann zu einer prominenten Stimme in der Hartz-IV-Debatte geworden. Sie spricht sich gegen harte Sanktionen und Zwangsmaßnahmen aus. Statt auf Vermittlungsquoten schaue sie darauf, was Arbeitslosen langfristig helfe, sagt sie: "Ich habe doch nichts davon, wenn ich jemand kurzfristig vermittle und wenig später steht er wieder bei mir."

In einem früheren Interview mit dem stern hatte Hannemann gesagt, Hartz IV gehöre abgeschafft. Doch heute wäre sie auch mit weniger zufrieden. An ihrem alten Arbeitsplatz im Jobcenter können sie auch im Rahmen der jetzigen Möglichkeiten viel bewirken, ist Hannemann überzeugt. "Wenn ich schon das System nicht ändern kann, will ich wenigstens für meine Kunden das Beste tun."

Daniel Bakir
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.