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Verleihfirma U-Haul: Ein US-Unternehmen will keine Raucher mehr einstellen. Wäre das in Deutschland erlaubt?

Wer bei U-Haul anheuern möchte, muss Nichtraucher sein – so will es das US-Unternehmen mit mehreren Tausend Mitarbeitern künftig vorschreiben. Sind derartige Auswahlkriterien auch in Deutschland erlaubt?

Hund in Video von Anti-Raucher-Kampagne aus Neuseeland

Normalerweise wird in Stellenausschreibungen mindestens skizziert, mitunter auch unüberwindbar zementiert, was ein Applikant für den Job mitbringen muss. Ab dem 1. Februar wird das US-Unternehmen U-Haul auch klar benennen, wer erst gar nicht einen Versuch wagen muss: Raucher, oder "Nikotin-Nutzer", wie die Verleihfirma für Umzugsausrüstung und Lagerung es formuliert.  

"Wir legen viel Wert auf das Wohlbefinden unserer Team-Mitglieder", wird Personalchefin Jessica Lopez in einer Mitteilung von U-Haul zitiert. "Nikotin-Produkte machen abhängig und stellen eine Vielzahl von gesundheitlichen Risiken dar." Die neue Richtlinie des Unternehmens, das nach eigenen Angaben über 30.000 Mitarbeiter in den USA und Kanada beschäftige, sei daher ein "verantwortungsbewusster Schritt zu einer Kultur des Wohlbefindens".

Die Regelung soll in 21 der insgesamt 50 US-Bundesstaaten umgesetzt werden – darunter Atlanta, Texas und Florida – da es nur dort gesetzlich erlaubt ist, einen Bewerber abzulehnen, wenn er raucht. 

Kein Job für Raucher – auch in Deutschland erlaubt?

Wäre solch ein Vorgehen auch in Deutschland möglich? Ziemlich sicher nicht, meint der Arbeitsrechtler Daniel Klösel. "Wenn ein Arbeitgeber fragt, ob jemand raucht, ist das eine unzulässige Frage.", sagte er "Spiegel Online". "Ob ich rauche oder nicht, ist meine freie Entscheidung und geht das Unternehmen erst einmal nichts an."

Ähnliches gelte für Fragen zu Schwangerschaften oder der Familienplanung, nach Krankheiten oder der sexuellen Orientierung. "Bei derart unzulässigen Fragen darf der Bewerber oder die Bewerberin lügen. Der Arbeitgeber kann den Vertrag im Nachgang nicht anfechten, wenn sich herausstellt, dass die Angaben falsch waren", so Klösel zu dem Nachrichtenportal. 

Quellen: U-Haul, "Spiegel Online"

fs
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.