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Erster Arbeitstag: Junger Mann läuft 20 Meilen zur Arbeit – da schenkt ihm sein neuer Chef ein Auto

Um seinen Studentenjob anzutreten, zeigte der 20-jährige Walter großen Einsatz. Weil sein altes Auto plötzlich streikte, trat er seinen Arbeitsweg zu Fuß an. Er lief die ganze Nacht durch.

Walter Carr guckt fassungslos auf sein Geschenk

Damit hat Walter Carr nicht gerechnet: Luke Marklin, sein Chef beim Umzugsunternehmen Bellhops, schenkt ihm einen SUV, den er "nicht mehr braucht" als Belohnung für seinen Einsatz

Walter Carr hatte richtig Pech. Am Abend vor seinem Jobantritt gab sein Auto den Geist auf – und seine neue Arbeitsstelle lag 20 Meilen, rund 32 Kilometer, entfernt. Walter musste improvisieren.

Also rechnete der College-Student aus, wie lange er für die Strecke zu Fuß brauchen würde, stellte sich den Wecker, legte sich für vier Stunden hin, aß dann etwas und lief um Mitternacht los, um zu dem Umzugsunternehmen Bellhops in Pelham, Alabama, zu laufen. Seine Geschichte schildert Jenny Hayden Lamey bei Facebook – sie ist die Kundin, deren Umzug für den Tag geplant war. Walter hatte über seinen Einsatz wohl nie ein Wort verloren, berichtet sie, und sie hätte gar nicht davon erfahren, hätte nicht ein Polizist Jenny davon erzählt. Der klingelte früh morgens an ihrer Tür.

"Gestern war ein langer Tag", beginnt Jenny ihren ausführlichen Beitrag bei Facebook. "Aber ein guter Tag. Chris und ich sind um 5.45 Uhr aufgewacht, um alles für den Umzug vorzubereiten. Gegen 6.30 Uhr klingelte es an der Tür. Es war ein Polizist. Er begann zu erzählen, dass er 'diesen netten Jungen' in den frühen Morgenstunden in Pelham aufgelesen habe", fährt sie fort.

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Gepostet von Jenny Hayden Lamey am Sonntag, 15. Juli 2018

Walter habe ihr erzählt, dass er wegen des Umzugs gekommen sei. Er habe seinen ersten Tag bei der Umzugsfirma, als Test, sozusagen. Dann berichtete der Polizist dem Ehepaar, unter welchen Umständen Walter seinen Weg zu ihnen angetreten hatte. Dass er sein Zuhause in Homewood um Mitternacht verlassen hatte, um entlang der 280 nach Pelham zu laufen. Walter habe eine schwarze Jogginghose getragen, weil er gewusst hatte, dass er auf seinem Weg nach Pelham "durch ziemlich hohes Gras gehen musste". Der Polizist habe voller Bewunderung von Walter gesprochen. Er habe ihn morgens gegen 4 Uhr aufgelesen, sei mit ihm frühstücken gegangen und als er Walters Geschichte gehört hatte, habe er ihn zu ihrem Haus gebracht.

Beeindruckt von der durchwanderten Nacht, bot Jenny dem 20-Jährigen an, sich hinzulegen, bis um 9 Uhr seine Kollegen kämen. Doch Walter lehnte dankend ab. Er sagte, er würde schon einmal anfangen und half Chris und ihr bei den Vorbereitungen, bevor seine Kollegen erschienen. Dabei erzählte er, dass er urspünglich aus New Orleans sei und seine Mutter und er ihr Haus durch Hurrikan Katrina verloren hatten. Daraufhin seien sie nach Birmingham gezogen.

Das Umzugsteam rückt an

Um 9 Uhr kam der Rest der Crew, sodass das Team nun aus neun Umzugshelfern bestand, "den besten jungen Männern, die ich je getroffen habe", so Jenny. Shawn, einer der Kollegen, ging mit ausgestreckter Hand auf Walter zu, um sich zu bedanken, dass er gekommen war. Jenny hatte den Eindruck, dass es häufig vorkommt, dass "Rekruten" wie Walter einfach nicht auftauchen und das Team dann mit einem Mann weniger als eingeplant hängen lassen. Jenny forderte Walter auf, Shawn die Umstände seines Erscheinen zu schildern und der sagte schlicht: "Ich bin gelaufen." Auf Jennys Bitte hin erzählte er dem Team die ganze Geschichte und die Mannschaft hörte bass erstaunt zu. Sein Einsatz sollte belohnt werden!

Der Chef der Umzugsfirma erfuhr von dem Vorfall und zeigte Walter seine Anerkennung – auf sehr großzügige Weise: Er schenkte ihm sein Auto. Walter konnte es nicht glauben, wie das Video von der Aktion zeigt.

Auch Jenny bedankte sich bei Walter, sie startete ein Crowdfunding, nachdem sie bei Facebook von Hunderten Menschen gefragt worden war, wie sie Walter helfen könnten. Ihr Ziel war es, 2000 US-Dollar zu sammeln. Es sind inzwischen fast 34.000$.

Walter ist zum Vorbild geworden und in Alabama kennt ihn inzwischen wohl jeder. Auch die Polizei bedankte sich noch einmal bei ihm und kreierte einen Hashtag: #belikewalter.


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bal
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