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Lohnspiegel: Was Deutsche wirklich verdienen

Die Hans-Böckler-Stiftung lüftet das Gehaltsgeheimnis, damit sich Arbeitnehmer nicht unter Wert verkaufen. Machen Sie mit - natürlich anonym.

Es ist eines der großen deutschen Tabus: Wer verdient wie viel? Während man in Schweden die Steuererklärungen von jedermann im Internet einsehen kann, sagt man sich hierzulande nicht einmal unter Freunden, was auf dem Gehaltszettel steht. Die Verschwiegenheit hat ihren Preis: Fragt man den Chef nach einer Gehaltserhöhung, etwa weil man Besonderes geleistet hat, kann der ablehnen und behaupten, man bekomme sowieso schon mehr als die Kollegen. Der Chef kann dank der traditionellen Verschwiegenheit darauf vertrauen, dass man die Wahrheit nicht erfahren wird.

Die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung will dieses Informationslücke jetzt schließen. Die Lösung des Problems ist der Lohnspiegel. Er ist die einzige nichtkommerzielle Vergütungsumfrage in Deutschland und soll die schlichte Frage beantworten, was Arzthelferinnen, Buchhalter, Installateure oder Ingenieure wirklich verdienen? Nicht nach Tarif, sondern ganz real.

Der Lohnspiegel steht jedem kostenlos im Internet zur Verfügung und baut auf den Mitmacheffekt: Bisher haben 35 000 Arbeitnehmer den Onlinefragebogen ausgefüllt, 14 000 wurden von den Wissenschaftlern der Böckler-Stiftung ausgewertet - differenziert nach Männern und Frauen, nach Ost und West, nach Dauer der Betriebszugehörigkeit und -größe.

Der Lohnspiegel liefert Hintergrundwissen für jedes Gehaltsgespräch. Zunächst sind 49 Berufe erfasst worden. Aber je mehr Arbeitnehmer mitmachen, desto umfassender wird die Liste und desto verlässlicher werden die Angaben.

Mehr Infos im Internet:

Der Fragebogen der Böckler-Stiftung und Löhne für 49 Berufe: www.lohnspiegel.de.

Bei stern.de finden Sie unter Drum prüfe, wer sich ewig bindet einen Überlick der Geshaltssituation verschiedener Branchen.

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