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Mitarbeiterüberwachung: Vertrauen war gestern

stern und stern.de haben die systematische Überwachung von Angestellten im Einzelhandel aufgedeckt. Wir dokumentieren zwei Fälle von Mitarbeitern, die überwacht und entlassen wurden. Ein Lehrstück, wie Arbeitgeber und Arbeitnehmer miteinander umgehen.

Von Malte Arnsperger, Axel Hildebrand und Frank van Hoorn

Im deutschen Einzelhandel werden Mitarbeiter nach Recherchen des stern und stern.de systematisch überwacht. Discounter wie Lidl, Penny, Plus, Netto und Norma setzen versteckte Kameras und Detektive ein, um ihre Beschäftigten zu kontrollieren. Aber auch Märkte wie Rewe, Edeka, Tegut, Hagebau oder Famila ließen ihre Mitarbeiter bespitzeln und die Beobachtungen schriftlich festhalten.

Die Enthüllungen haben auch eine Diskussion über die Atmosphäre am Arbeitsplatz ausgelöst. Unter welchen Bedingungen arbeiten Menschen heute in Deutschland? Wie gehen Chefs mit ihren Angestellten um? Und: Sind Moral und Anstand zu Füllwörtern politischer Talkshows verkommen?

Angestellte haben Angst, sich zu äußern

stern.de erreichte in den vergangenen Tagen und Wochen eine Vielzahl von Schilderungen Betroffener: Mal ging es um den Bezirksleiter eines Discounters, der einer Angestellten bis auf die Toilette gefolgt sei. Mal um einen Mitarbeiter, der beim vermeintlichen Klauen erwischt worden war, seine Unschuld beteuerte, aber unter Druck ein Schuldanerkenntnis über 53.000 Euro unterschrieb. Und mal berichtete eine Angestellte, dass der Chef beim Arzt angerufen habe, um zu erfahren, welche Krankheit sie hat.

Die meisten Angestellten haben Angst, dass ihr Arbeitgeber von ihren Schilderungen erfährt und deshalb gelangen die wenigsten Fälle an die Öffentlichkeit. stern.de ist exemplarisch zwei Fällen, in denen Mitarbeiter sich trauten offen zu reden, nachgegangen und hat die Unternehmen damit konfrontiert.

Zwei Fälle werden exemplarisch vorgestellt

Im ersten Fall wurde einer Lidl-Kassiererin ein Testkäufer zum Verhängnis, der ihr angebliches Fundgeld ablieferte. Die Frau gab es nicht rechtzeitig ab. Unter Druck habe sie ein Schuldanerkenntnis unterschreiben müssen - und wurde entlassen.

Im zweiten Fall wurden zwei Edeka-Mitarbeiter eines Diebstahls beschuldigt, den sie jedoch abstreiten. Nach eigener Aussage wurden sie mehrere Stunden von zwei Detektiven festgehalten, am Ende unterschrieben sie ihre eigene Kündigung, der Text wurde ihnen diktiert.

Verdi: "Solches Verhalten ist gang und gäbe"

"Solches Verhalten ist bei allen Discountern gang und gäbe", sagt Achim Neumann, Handelssekretär bei der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi in Berlin stern.de. Den Firmen seien Straf- oder Arbeitsrechtsverfahren zu langwierig, deshalb würden sie die Angestellten unter Druck setzen. "In Situationen der Angst unterschreiben die Menschen ihr eigenes Todesurteil. Und das wirkt wie ein Schuldanerkenntnis." Sollten die Darstellungen der Angestellten bei Edeka stimmen, sie würden über Stunden festgehalten, wäre das Freiheitsberaubung, so Neumann.

Es sind Einzelfälle und wir wissen nicht, welche Partei hier letztlich Recht hat. Aber sie sagen - zusammen mit den Enthüllungen über die systematische Überwachung bei Lidl und Co. - etwas darüber aus, wie Arbeitgeber und Arbeitnehmer in diesem Land miteinander umgehen.

Der Fall Lidl:

"Mein Vertrauen in Lidl ist absolut zerstört", sagt Karin C. (Name von der Redaktion geändert). Lange zieht die blonde 38-Jährige an ihrer filterlosen Zigarette. Sie schüttelt den Kopf, mit traurigen Augen schaut sie auf das Blatt Papier, das auf ihrem Schoß liegt. Oben rechts prangt darauf das Lidl-Logo. Das Logo ihres ehemaligen Arbeitgebers. Der hat Karin C. gekündigt. Fristlos. Mittwoch, 19. März. Karin C. hat Frühschicht. Um sieben Uhr betritt sie ihre Lidl-Filiale in einer westdeutschen Kleinstadt. Ihr erstes Tagwerk: Frischekontrolle. Karin C. prüft das Haltbarkeitsdatum von Milch und Eiern, Brot und Fleisch, wirft abgelaufene Ware weg. Um 8.30 Uhr ist sie fertig. Sie setzt sich an die Kasse. Der Ansturm der Kunden ist groß an diesem Morgen, im Sekundentakt schiebt Karin C. die Ware über den Scanner. Bisher alles Routine. Um neun Uhr zahlt ein Mann bei ihr drei Artikel. Er gibt Karin C. eine leere Marlboro-Zigarettenschachtel. Hinter der Plisterverpackung steckt ein Fünf-Euro-Schein. Er habe die Packung auf dem Parkplatz gefunden, sagt der Mann. "Vielleicht meldet sich ja noch jemand", meint er und geht. Das habe sie sich auch gedacht, berichtet Karin C. stern.de. Sie habe dann sehr viel zu tun gehabt und die Schachtel mit dem Geld unter die Kasse gelegt. Da niemand die fünf Euro zu vermissen schien, habe sie nach einigen Stunden den Schein an sich genommen. Nach Feierabend habe sie ihn bei der Filialleitung abgeben wollen.

Fünf Euro werden zum Verhängnis

Um 14 Uhr an jenem Mittwoch ist ihre Schicht zu Ende. Karin C. gibt ihre Kasse ab und erledigt in dem Markt noch persönliche Einkäufe. Die fünf Euro habe sie völlig vergessen, sagt sie heute. Nicht aber der stellvertretende Marktleiter Markus L. (Name geändert). Er spricht sie auf das Geld an, sagt ihr, dass der Mann ein Testkunde war. Karin C. gibt ihrem Chef den Schein. Doch der stellvertretende Marktleiter Markus L. meldet den Vorfall sofort an die Verkaufsleiterin Angelika M. (Name geändert) Die habe sie am Telefon jedoch beruhigt, sagt Karin C. "Die Verkaufsleiterin sagte mir, ich solle mir wegen des Vorfalls keine Gedanken machen." Karin C. glaubt ihr, hakt das Geschehene ab. Doch wenig später taucht die Verkaufsleiterin in der Filiale auf. Zusammen mit dem Marktleiter redet sie auf Karin C. ein, macht ihr Vorwürfe. Karin C. weint. Sie sagt, sie sei sich keiner Schuld bewusst. Ein Schreiben wird handschriftlich aufgesetzt. Darin heißt es: "Fr. C. gab zu, das Geld unterschlagen zu haben." Aufgelöst - "ich war völlig neben mir" - unterschreibt Karin C. dieses Bekenntnis. "Ich habe unterschrieben, weil ich geschockt war. Die haben mich einfach überfahren", sagt sie zu stern.de Und es kommt noch schlimmer. Denn eine knappe Woche später wird Karin C. wieder ins Büro gebeten. Ihr wird die fristlose Kündigung ausgehändigt.

Karin C. will die Kündigung nicht akzeptieren

Inzwischen sind drei Wochen vergangen. Karin C. hat sich vom ersten Schock erholt. Die energische Frau hat ihren Kampfgeist wieder gefunden. Sie will diese fristlose Entlassung nicht akzeptieren, hat sich an den Arbeitsrechtler Thomas Beier gewandt. Der 53-jährige Anwalt hat 20 Jahre Erfahrung, auch die harten Methoden der Discounter sind ihm vertraut. "Aber so etwas habe ich noch nicht erlebt", sagt der Mann mit dem runden, freundlichen Gesicht. "Der Arbeitgeber darf einen Mitarbeiter durchaus auf die Probe stellen. Aber nicht ins Blaue hinein und ohne Grund. Das ist verdammenswert, einen Arbeitnehmer so zu behandeln."

Doch zu Karin C.s Arbeitsvertrag mit Lidl gehört ein Zusatzbestandteil, die so genannte "Vereinbarung für Verkaufspersonal". Hier steht unter anderem: "Fundgeld ist (….) unverzüglich im Büro der Verkaufsstelle zu hinterlegen." Streng genommen habe Karin C. also gegen diesen Vertrag verstoßen, sagt Anwalt Beier. Aber: "Der Fall meiner Mandantin ist mit der Zusatzvereinbarung gar nicht gemeint. Denn darin geht es nur um Geld, dass im Laden selber gefunden wird." Beier hat deshalb eine Kündigungsschutzklage eingereicht. Am 5. Mai ist ein Gerichtstermin anberaumt. Beier ist optimistisch. Denn für ihn ist klar: "Die Kündigung ist unwirksam, da meine Mandantin keine arbeitsrechtlichen Pflichten verletzt hat, die zu einer Kündigung führen dürfen." Eine Abmahnung sei vollkommen ausreichend gewesen. Das handschriftliche "Bekennerschreiben", das Karin C. in der Filiale unterzeichnen musste, kann nach Meinung des Anwalts vor Gericht nicht verwendet werden. "Sie hat keine Unterschlagung begangen, da sie niemanden geschädigt hat."

In ihren Zeugnissen: "fleißig" und "ehrlich"

Welchen Grund könnte es für den Discounter geben, eine langjährige Mitarbeiterin zu entlassen? Karin C. sitzt auf ihrem beigefarbigen Wohnzimmersofa, vor ihr auf dem Tisch steht neben der Kaffeetasse und der Zigarettenpackung eine Flasche Wasser der Lidl-Hausmarke. Natürlich habe sie noch einige Lidl-Waren in ihrer Wohnung, sagt Karin C. Schließlich hat sie fast fünf Jahre dort gearbeitet. Stressig war es schon, sagt sie, sie habe sich teilweise "wie im Sklavenhandel" gefühlt. Doch die erfahrene Verkäuferin Karin C. ließ sich nicht unterkriegen. Sie ist harte Arbeit gewohnt, war zuvor bei Karstadt und Praktiker und wurde in den Arbeitszeugnissen als "fleißig" bezeichnet. Und als "ehrlich". Beschwerden über ihre Arbeit gab es auch bei Lidl nie, versichert Karin C. Noch eine Woche vor der verhängnisvollen Fünf-Euro-Affäre habe sie sogar einen Testkauf erfolgreich bestanden - ein Mann hatte eine Tüte Spargelcremesuppe unter Wasserflaschen versteckt. Sie sei ausdrücklich mit den Worten "das haben sie prima gemacht" von der Verkaufsleiterin gelobt worden.

Karin C. sagt ihre Meinung

Doch Karin C. ist keine bequeme Mitarbeiterin. Sie sagt ihre Meinung. Anders als ihre Kolleginnen habe sie sich wiederholt beschwert, etwa über fehlende oder zu kurze Pausenzeiten oder hat einen zusätzlichen Wischmob angemahnt, erzählt sie. Im straff geführten Lidl-Imperium ist Karin C. ihren Vorgesetzten vielleicht zu aufmüpfig geworden. Ein zweiter Grund für ihren plötzlichen Rauswurf könnte der Personalüberschuss sein. Sie und ihre Kolleginnen hätten in den vergangenen Monaten öfter um ihre vertraglich garantierten Stunden kämpfen müssen, erzählt Karin C. Da sie als gelernte Verkäuferin nicht schlecht verdient, könnte sie das Bauernopfer gewesen sein. Das kann sich auch ihr Anwalt vorstellen: "Es wäre für Lidl sehr schwer geworden, sie fristgerecht zu kündigen, da sie dort schon fünf Jahre lang beschäftigt war." Unbequem und teuer. Solche Mitarbeiter geraten bei Lidl anscheinend schnell auf die Abschussliste. Im "Schwarzbuch Lidl" wurde über etliche dieser Fälle berichtet. Oft bediente sich Lidl dabei Testkäufer, um die Angestellten aufs Glatteis zu führen und sie zu entlassen.

"Das alles wegen dieser bescheuerten fünf Euro."

Auf Anfrage von stern.de wollte sich Lidl nicht zu dem Fall von Karin C. äußern. Man könne nicht "jeden Einzellfall" kommentieren. Für "Einzellfall" Karin C. brechen harte Zeiten an. Sie fährt zwar schon seit Jahren nebenher Taxi, aber das nur auf 400 Euro Basis. Sie habe keinerlei Rücklagen und bekommt wegen der fristlosen Entlassung drei Monate lang kein Arbeitslosengeld, wenn Lidl diese nicht zurücknimmt. Zudem hat sie es mit einer fristlosen Kündigung sehr schwer, sich irgendwo als Verkäuferin zu bewerben. "Wenn es dabei bleibt, sieht es wirklich düster aus", sagt sie. "Und das alles wegen dieser bescheuerten fünf Euro."

Der Fall Edeka:

In einem Edeka-Auslieferungslager bei Bonn werden am 31. Oktober 2007 sechs Lagerarbeiter ins Betriebsratsbüro gebeten. Unter ihnen sind auch Rolf Gleisberg, seit Juni 1979 im Lager beschäftigt, und Werner Elter, der mit einer kurzen Unterbrechung seit 1983 im Unternehmen arbeitet.

Nach Aussage der beiden spielt sich die Szene folgendermaßen ab: Sie werden stundenlang im Büro festgehalten, überwacht von zwei unbekannten Herren, die sich als Mitarbeiter der "Revision Hamburg" vorstellen. Reden war nicht erlaubt. Einer der Revionsmitarbeiter raucht im Raum, obwohl die Lungen des schwer behinderten Gleisbergs seit fünf Jahre nur noch zu 30 Prozent funktionieren. Wenn Gleisberg oder Elter zur Toilette wollen, folgt ihnen ein Mitarbeiter der Revision und wartet vor der Toilettentür.

Der Vorwurf: Sie seien Bandenmitglieder

Schließlich führt man die beiden wie ihre anderen Kollegen getrennt voneinander in einen Nebenraum, in dem der Lagerleiter und der Logistikleiter warten. Den Mitarbeitern wird vorgeworfen, sie hätten als Mitglieder einer Bande über lange Zeit Waren aus dem Lager geklaut. Ein Revisionsmitarbeiter droht Anzeige zu erstatten und beide im Anschluss von der Polizei nach Hause begleiten zu lassen, sagen Gleisberg und Elter. "Wir werden Sie vor Ihrer Nachbarschaft und Ihrer Familie schon bloßzustellen wissen", habe der Revisionsmitarbeiter gesagt. Schließlich unterschreiben Gleisberg und Elter ihre eigene Kündigung. Der Text wird ihnen diktiert. Edeka gibt an, die beiden Mitarbeiter hätten das Unternehmen "auf eigenen Wunsch verlassen".

Erst später erfahren die Beschuldigten, dass ein Detektiv die Edeka-Mitarbeiter bespitzelt hatte. Angeblich, weil es in der letzten Zeit "umfangreiche Inventurdifferenzen" gab. Edeka zufolge unterschlugen und klauten Mitarbeiter in diesem Lager im Einzelfall Wertgegenstände von mehreren Tausend Euro.

Mitarbeiter wurden ohne ihr Wissen beobachtet

Auf welche Art und Weise der Detektiv seine Arbeit gemacht hat, bleibt den Entlassenen rätselhaft. Die Edeka-Mitarbeiter haben niemals bemerkt, dass sie beobachtet wurden. Dennoch heißt es in einem Bericht über sie: Am 26.09.2007 gehe Gleisberg "ins Lager und entnimmt dort einen großen Karton Senseo Kaffeepads. Von dort kehrt er zu seinem Büro zurück, öffnet dort den Karton und entnimmt drei Kaffeepads." Genau drei Kaffeepads. Die Kaffeepads hat Gleisberg nach eigenen Angaben gekauft - von dem Kauf gibt es eine Rechnung. Gab es Kameras im Auslieferungslager? Edeka sagt: nein. Und: Der Betriebsrat wusste von der Überwachung.

Gleisberg soll auch verschiedene Male Eier geklaut haben, heißt es im Bericht des Detektives. Das stimme nicht, sagt Gleisberg, jede Woche komme im Lager ein Edeka-LKW-Fahrer vorbei, der nebenberuflich seine "Doppeldotteier" verkaufe. Der Eierverkaufer bestätige, dass er Gleisberg und viele andere Mitarbeiter des Lagers zu seinen Kunden zählt. Für Edeka jedoch ist klar: Bei Gleisberg handele es sich um einen Dieb.

Vier Flaschen Sekt, eine Kiste Schnaps

Gleisbergs Kollege Elter habe vier Flaschen Sekt und eine große Kiste Schnaps geklaut, so der Dekektiv. Elter erklärt dagegen, dass er die vier Flaschen von einer Kollegin geschenkt bekommen habe - was die Kollegin bestätige. Und die Kiste Schnaps? "Die habe ich für 30 Euro und fünf Cent gekauft", sagt Elter. Auch darüber gibt es eine Rechnung.

Gleisberg soll - das behaupten die Detektive - außer Eiern und Kaffeepads noch mehr Dinge gestohlen haben. Doch der kann zu jedem Vorwurf eine Erklärung vorweisen. Er habe zum Beispiel oft Waren aus dem Lager ins Büro genommen, weil es seine Tagesarbeit gewesen sei, Strichcodes zu überprüfen. Außerdem sei es üblich gewesen, beschädigte Waren wie Küchenrollen oder Bechersuppen für den Eigenbedarf in der Kantine oder im eigenen Büro zu verwenden. Sogar der Lagerleiter habe sich von der "Bruchware" bedient.

Elter und Gleisberg haben das Gefühl, dass sie und ihre Kollegen büßen sollen für ein über Jahre gelebtes Verhalten, das durch die Leitung des Warenlagers jahrelang toleriert wurde. Der lungenkranke Gleisberg glaubt, Edeka versuche ihn loszuwerden, weil er zum Schwerbehinderten geworden sei.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(

Von:

Malte Arnsperger und Axel Hildebrand