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Studie: Gehälter von Bank-Managern trotz Krise gestiegen

Trotz schwieriger Wirtschaftslage und Entlassungswellen bei Großbanken sind die Gehälter von Führungskräften deutscher Banken 2003 gestiegen.

Die Gehälter von Führungskräften in deutschen Banken sind einer Studie zufolge im vergangenen Jahr trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage und einer Entlassungswelle bei den Großbanken erneut gestiegen. Manager deutscher Banken verdienten 2003 im Durchschnitt 3,2 Prozent mehr, nach einem Anstieg von 3,4 Prozent im Jahr 2002, teilte die Unternehmensberatung Kienbaum am Montag mit. Wie aus der Vergütungsstudie "Leitende Angestellte in Banken" weiter hervorgeht, erhielten Manager der ersten Führungsebene unter dem Vorstand ein Jahresgesamtgehalt von 103.000 Euro, auf der zweiten Ebene noch 78.000 Euro. An der Studie beteiligten sich 130 Kreditinstitute, die Daten zu 2.283 Gehältern meldeten.

Die höchsten Vergütungen wurden im Schnitt bei den Privatbanken gezahlt, während Manager bei Häusern des genossenschaftlichen Sektors am geringsten verdienten. Entscheiden sei neben dem Alter des Managers also auch die Größe des Geldhauses, hieß es in der Studie. Auf der ersten Ebene unter dem Vorstand seien die Manager im Durchschnitt 45 Jahre alt und gehörten seit 15 Jahren ihrer Gesellschaft an - auf der zweiten Ebene seien sie im Mittel 43 Jahre alt und wiesen eine Unternehmenszugehörigkeit von 16 Jahren auf.

Die große Mehrheit der Führungskräfte - 77 Prozent der ersten und 69 Prozent der zweiten Ebene - erhält neben einem garantierten Grundgehalt auch einen variablen Anteil. Dieser betrage bei der ersten Managementebene durchschnittlich 17.000 Euro und 10.000 Euro auf der zweiten Ebene. Als weitere Zusatzleistung kämen 88 Prozent aller Führungskräfte in den Genuss einer betrieblichen Altersvorsorge. Diese hatte die Commerzbank - Deutschlands drittgrößtes Kreditinstitut - Anfang des Monats ihren 26.000 Mitarbeitern zum Jahresende gekündigt, um Geld zu sparen.

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