HOME
stern-Reportage

Duisburg: Nachtschicht am Hochofen 8 - die Angst vor dem Ende in der Stahlsparte von Thyssenkrupp

Die Stahlsparte von Thyssenkrupp wird mit dem indischen Tata-Konzern verschmolzen. Das Ende einer großen Tradition droht. Auf Nachtschicht in Duisburg.

Von Rolf-Herbert Peters

Thyssenkrupp: Nachtschicht am Hochofen 8 in Duisburg

Arbeiten bei 800 Grad Lufttemperatur: Länger als etwa eine halbe Minute halten es Holger Reupke und seine Kollegen bei Thyssenkrupp auch mit Schmelzermantel und Visier nicht beim Abstich an der Rinne aus, wo das Eisen fließt. Nachdem die Schlacke vom Roheisen getrennt wurde, stürzt die 1500 Grad heiße Masse in riesige Pfannen (r.) und wird mit der Eisenbahn ins Walzwerk gefahren

Ein flüchtiger Kuss für Ehefrau Andrea, dann wirft Holger Reupke den Rucksack über die Schulter und macht sich auf in die Abenddämmerung. Wenn andere müde werden, kommt er auf Touren. Zumindest, wenn eine Nacht voller sprühender Sterne vor ihm liegt. Eine Schicht am Hochofen bei Thyssenkrupp, zusammen mit Männern wie ihm, Stahlkochern – den letzten ihrer Art in Deutschland, deren über Generationen gewachsene Welt bedroht wird von Überkapazitäten, Fusionen und Zollentscheidungen in Washington.

Die Vorbereitung lief "wie immer": ein Nickerchen auf der braunen Ledercouch, eine Folge "Die Ruhrpottwache", dann die Sat1-Nachrichten. Um 22 Uhr beginnt seine Arbeit. Holger wird eine Stunde früher da sein. Auch "wie immer". Mit den Kumpels noch einen Kaffee trinken, reden. "Dat hat sich so eingebürgert", sagt der Mann im karierten Freizeithemd. Am Gartentor winkt ihm ein Plastikfrosch nach, der im Beet kauert.

Thyssenkrupp will Stahlsparte loswerden

Holger wohnt im Städtchen Voerde am Niederrhein in einer rot geklinkerten Doppelhaushälfte. Davor parkt sein Mazda-SUV. Zur Arbeit fährt er am liebsten den Rhein entlang. Durch den Duisburger Stadtteil Walsum, wo das mächtige Kohlekraftwerk qualmt. Durch Marxloh, das Viertel mit dem Ruf der Bronx. Es gibt keine Dunkelheit im Pott. Weiße, gelbe, rote Industrielichter brennen, in deren Schein behelmte Menschen schuften und Dieselloks Güterwaggons umherschieben. Duisburg ist die Stadt, die niemals schläft. Hier wurde Holger geboren, er ist stolz darauf: "Ich bin im Hinterhof aufgewachsen."

Holger Reupke auf dem Weg zur Nachtschicht. In der Ferne leuchtet der Hochofen 8 des Thyssenkrupp-Werks Bruckhausen – seines Arbeitsplatzes

Holger Reupke auf dem Weg zur Nachtschicht. In der Ferne leuchtet der Hochofen 8 des Thyssenkrupp-Werks Bruckhausen – seines Arbeitsplatzes

Am Horizont schimmert das Werk Bruckhausen von Thyssenkrupp, sein Ziel. "Fast fünfmal so groß wie Monaco", sagt er. Eisenkochen ist seine Leidenschaft. Diese 1500 Grad heiße Suppe, die im Hochofen brodelt und beim Abstich mit einem Feuerwerk in die Rinne schießt. "Hömma", sagt Holger, "dat is richtig schön. Wie hundert Silvester auf einmal. Auch wenn du dat schon tausendmal gesehen hast."

39 Jahre lang empfand er sein Arbeitsleben als das große Los. Der Hochofen: Heimat. "Schon mein Vadda hat 45 Jahre auf der Hütte malocht, bis er von den ganzen Wechselschichten nich mehr schlafen konnte", sagt er stolz. "Und mein Sohn Marius is jetzt auch Hüttenknecht." Der Junge macht eine Lehre zum IT-Kaufmann bei Thyssenkrupp. Vater Holger hat ihm zum ersten Lehrtag ein Geschichtsbuch über die August Thyssen-Hütte überreicht: "Die Feuer verlöschen nie". Ein Titel wie ein Schwur. Marius schwärmt seitdem, was Thyssen "achtzehnhundertweißenich" schon alles erfunden hat.

In den langen Pausen diskutieren Reupkes Kumpel in der Abstichhalle über Fusion, Fußball und Frauen

In den langen Pausen diskutieren Reupkes Kumpel in der Abstichhalle über Fusion, Fußball und Frauen

Doch nun – liegt ein Schatten auf dem Glück. Die Chefs in der Essener Thyssenkrupp-Zentrale wollen die Stahlsparte loswerden. Möglichst bis Ende des Jahres soll sie mit Tata Steel fusionieren; einem Stahlriesen aus dem fernen Indien, mit mächtiger Europazentrale in London. Die Chefs sagen, ohne Fusion wäre der Ofen in Duisburg bald aus.

Fremde Herren, neue Zölle

Wie das? Formen deutsche Stahlbleche nicht die weltbesten Autos, Brücken, Waschmaschinen, Panzer? So war es einmal. Heute ist Stahl made in Germany kaum mehr wettbewerbsfähig. Was Holger und seine Kumpel können, beherrschen andere inzwischen auch – nur billiger. Holgers Arbeitgeber wird bald nicht mehr in Essen, sondern in Amsterdam sitzen. Er wird nicht mehr deutsch, sondern indisch-britisch-niederländisch sein – und nur noch ein bisschen deutsch. Und dann droht auch noch ein langer Handelskrieg mit Amerika. Präsident Donald Trump, "der Irre", wie sie ihn hier nennen, will Strafzölle auf Importstahl erheben. Zwar liefert Thyssenkrupp nur wenige Produkte in die USA. Dennoch wissen Holger und seine Kollegen: Billigstahl, der die USA nicht mehr erreicht, wird den europäischen Markt fluten. Und ihre Preise weiter kaputt machen.

Das Stahlblech lagert aufgerollt als sogenannte Coils, bevor es zum Kunden transportiert wird

Das Stahlblech lagert aufgerollt als sogenannte Coils, bevor es zum Kunden transportiert wird

In wenigen Jahren sollen die deutschen Standorte wieder auf den Prüfstand kommen. Vielleicht wird Holger, 55 Jahre alt, noch hier in Rente gehen. Die IG Metall hat eine Jobgarantie bis 2026 ausgehandelt. Aber sein Sohn Marius, 22 Jahre alt? Holger sagt ihm: "Wir haben schon so viel erlebt, dat wird schon." Überzeugt klingt das nicht.

Zwanzig vor neun. Holger passiert die Schranke am Werkstor 1. Rechts liegen die Büros des Betriebsrats. An den Fenstern kleben Schmähplakate gegen die Fusion. Holger ist Vollblut-Thyssenkruppianer. Aber auch IG-Metaller. Vertrauensmann. Schon vor 30 Jahren hat er gegen die Schließung des Stahlwerks Rheinhausen mitgekämpft. "Da drinnen hängt ein Foto, da stehe ich auf der 'Brücke der Solidarität' in der vordersten Reihe." Heute bröckelt diese Solidarität. "Jeder ist sich selbst der Nächste, dat ist leider so." Das macht ihn wütend. "Man sollte zusammen wat tun, wenn man wat erreichen will."

Im zweiten Gang schleicht er über das Werksgelände. Vor ihm rollt ein Tieflader, der mannshohe Rollen Stahlblech zum werkseigenen Rheinhafen transportiert. Holger parkt den Mazda neben Hochofen 8, der mit pinken Farben verziert ist. "Dat is Kunst." Der Anstrich soll die Temperaturen im Innern des Ofens symbolisieren. Manchmal ätzen Besucher: Sieht das tuntig aus! So was nimmt er persönlich: "Der HO8 ist der modernste Ofen Europas!" Ein Fanal ihrer Zukunftsfähigkeit.

Um Stahlblech zu produzieren, wird das Roheisen aus den Pfannen zunächst in einem Mischer mit Schrott und Zuschlägen versehen

Um Stahlblech zu produzieren, wird das Roheisen aus den Pfannen zunächst in einem Mischer mit Schrott und Zuschlägen versehen

Holger verschwindet in der Kaue, wo sich die Arbeiter umkleiden. Dann, im grau-roten Arbeitsanzug, nimmt er den Fahrstuhl zum Chefbüro. Er ist Prozesskoordinator und muss dafür sorgen, dass die ganze Eisenkocherei rundläuft. Erst einmal steht eine Übergabebesprechung mit Kollegen der Spätschicht an. Auf das erste Feuerwerk der Nacht muss er noch drei Stunden warten.

Eine Welt ohne Frauen

Im Schreibtischstuhl des Chefbüros mit dem grauen Linoleumboden hängt Arno, ein beleibter Grauhaariger mit Schnäuzer, und fummelt am Spiralkabel seines Telefons. Er hat die Spätschicht geleitet und berichtet: "500 Sauerstoff haben wir dabeigepackt. Schüttung is allet so geblieben. Und wir ziehen jetzt alle drei Stunden Staub." Die anderen Männer im Raum lauschen aufmerksam. "So, ihr Lieben", sagt Arno, "macht keine Scheiße!" Und verschwindet aus der männlich-herzlichen Stahlwelt, in der es nicht mal Damentoiletten auf dem Flur gibt.

In der modernen Steuerzentrale, die Reupke "Raumschiff Enterprise" nennt, diskutiert er mit seinem Kollegen Leven (r.) über die Optimierung des Schmelzprozesses im Hochofen

In der modernen Steuerzentrale, die Reupke "Raumschiff Enterprise" nennt, diskutiert er mit seinem Kollegen Leven (r.) über die Optimierung des Schmelzprozesses im Hochofen

Als Chef der Schicht ist heute Nacht Heinz eingeteilt, den sie Heini nennen. Der 49-Jährige ist Meistervertreter. Am Meistertitel arbeitet er noch. Er sagt: "Ich habe im Herbst die Prüfung versemmelt und muss im Mai noch mal ran. Aber ich bin ja auch 31 Jahre ausse Schule raus." In dieser Nacht will er – "so weit wie möglich" – lieber im Büro bleiben und büffeln. "Als Wechselschichtler kannse die Prüfung sonst nicht schaffen." Den ganzen Mist mit der Fusion albert er gern weg: "Läuft bei uns! Zwar rückwärts und bergab, aber et läuft." Meister noch mit 49? Aufgeben will hier freiwillig niemand.

Die Abstichhalle am Fuß des Hochofens wirkt wie eine Kathedrale. Statt nach Weihrauch riecht es nach Koks. Die Luft ist klar. Früher schneite es hier rund um die Uhr roten Staub. "Das Zeug kroch bis in die Arschfalte", sagt ein Arbeiter. Heute saugen riesige Rüssel Dreck und Hitze ab. "So sauber wie hier isset auf keiner anderen Hütte", sagt Holger.

Die Rohmasse wird zu Stahlblöcken – den Brammen – gegossen, die bei 1300 Grad zu Blechen gewalzt werden

Die Rohmasse wird zu Stahlblöcken – den Brammen – gegossen, die bei 1300 Grad zu Blechen gewalzt werden

Kurz nach zwölf. Holger zieht einen silbernen Schutzanzug an und tauscht den Helm gegen eine feuerfeste Kopfbedeckung mit verspiegeltem Visier. Gleich bohren sie den rund 1200 Kubikmeter großen Ofen auf und lassen die Suppe aus Eisenerz und Koks frei. Sie wird in die Rinne schießen, wo Eisen und Schlacke voneinander getrennt werden. Das heiße Roheisen fällt acht Meter tief in riesige Behälter, die Torpedopfannen. Die werden auf Bahnwaggons ein paar Hundert Meter weiter ins Stahlwerk gefahren, wo die Suppe mit weiteren Zutaten veredelt, zu Brammen gegossen und dann zu Stahlblech plattgewalzt wird.

Angst vor dem Ende

Die Sirene schrillt, der Schmelzer steuert eine Pkw-große Bohrmaschine an die immer gleiche Abstichstelle unten am Ofen. Dann knattert der wasserluftgekühlte Bohrer los. Dampf peitscht durch den Raum. Das Feuerwerk beginnt. Ein Sternenmeer aus Funken breitet sich aus. "Zack, da isser", ruft Holger aus der 800 Grad heißen Luft. Der archaische Eisenfluss nimmt in der Rinne seinen Lauf. Holger hilft, das Loch mit einer Schaufel von Schlacke frei zu halten. Ein Mörderjob. "Drei Stunden läuft das Eisen, Pi mal Auge." Dann stopft die Maschine das Loch wieder unter Höllenlärm mit einer Porzellanmasse zu.

Vor dem Morgengrauen genießen Holger (r.) und Kumpel Heiko den Blick auf Duisburg

Vor dem Morgengrauen genießen Holger (r.) und Kumpel Heiko den Blick auf Duisburg

Bis dahin heißt es für die Stahlwerker: Pause – solange nichts Außergewöhnliches passiert. Der Job besteht zu rund einem Drittel aus Schwerstarbeit, zu zwei Dritteln aus Warten.

Die Männer gehen rüber in den Pausenraum, wo eine verschlissene Einbauküche steht. An der Wand hängt ein brauner Wasserboiler aus den Siebzigern. Ein türkischer Kollege rührt am Herd in einer Reissuppe. Auf dem Holztisch mit den Bänken stapeln sich Sand- und Käsekuchen auf zerknautschter Alufolie. Daneben liegt eine aufgerissene Tüte Weingummi. Jeder duzt sich, auch mit den Chefs, und jeder darf sich frei bedienen.

Holger Reupke und seine Kollegen reden beim Kaffee aus dem Automatencontainer

Holger Reupke und seine Kollegen reden beim Kaffee aus dem Automatencontainer

Jetzt haben sie Zeit, am Holztisch zu philosophieren. Über ihre Zukunft. Was ihre Arbeit noch wert ist, "außer den vielleicht zwofünf netto, die du als Familienvater nach Hause bringst", sagt ein jüngerer Kollege. "Stahl is ja nicht gerade Mangelware." Im Gegenteil. Es gibt auf dem Weltmarkt etwa 50 Millionen Tonnen mehr im Jahr, als benötigt werden. China allein liefert rund 50 Prozent der knapp 1,7 Milliarden Jahrestonnen, oft zu staatlich gestützten Dumpingpreisen. Die einstige Stahlweltmacht Deutschland, wo sofort die "Tagesschau" zur Stelle ist, wenn Jobs in Gefahr sind, erzeugt gerade noch 2,6 Prozent. Hier brodelten früher neun Hochöfen. "Heute sind es nur noch zwei", sagt Holger. Von wegen: Die Feuer verlöschen nie.

"So wat erfährste aus Facebook"

Die Männer fühlen sich als Opfer dieser "Finanzheinis". Durch Fehlkäufe in den USA und Brasilien hat Thyssenkrupp vor Jahren rund acht Milliarden Euro Miese gemacht. Als Vorstandschef Heinrich Hiesinger den Laden 2011 übernahm, war die Firma fast pleite. Manager wurden gefeuert – mit teils unverschämt hohen Abfindungen. So sehen sie das hier. Jetzt will Hiesinger an ihre Jobs. 2000 Arbeitsplätze werden in den kommenden Jahren in Deutschland gestrichen. Sozialverträglich, heißt es.

Vor ein paar Wochen haben sie gehört, dass die Tata-Führung in den Niederlanden die Gewinne aus dem künftigen Gemeinschaftsunternehmen erst mal für sich einstreichen will, um Tata-Fabriken zu stützen, statt das Geld, wie erhofft, auch in Duisburg zu investieren. "So wat erfährste aus Facebook", schimpft Heini. "Wartet ab, wenn die Fusion vollzogen is, knallt et." Ohne Investitionen, ohne Innovationen, das ist ihnen klar, ist ihr Stahlwerk dem Tode geweiht.

Sie fühlen sich zunehmend hilflos – die einst mächtigsten Arbeiter der Republik. Die Montanmitbestimmung hatte ihnen immer großen Einfluss gesichert. Sie dürfen sogar den Personalchef von Thyssenkrupp mit bestimmen. Und nie hätte sich das Management getraut, eine weitreichende Entscheidung ohne sie zu fällen. Doch nun? Nun regieren Finanzinvestoren hinein. Der 18-Prozent-Großaktionär Cevian zum Beispiel, der Hiesinger mächtig Druck macht, die Stahlsparte abzustoßen, weil die Margen zu gering sind. Holger sagt: "Dabei produzieren wir hier mit die billigste Tonne Roheisen in ganz Europa." Dieser Druck wird im neuen Gemeinschaftsunternehmen nicht nachlassen. Börsengang, Werksschließungen, alles ist möglich. "Wir werden den Fusionstarifvertrag noch oft verteidigen müssen", hat ihnen Klaus Wittig, einer der IG-Metall-Funktionäre im Betriebsratsbüro bei Tor 1, gesagt.

Der Duisburger Standort von Thyssenkrupp besteht aus insgesamt fünf Werken. Rund 13.000 Mitarbeiter erzeugen zwölf Millionen Tonnen Stahl pro Jahr

Der Duisburger Standort von Thyssenkrupp besteht aus insgesamt fünf Werken. Rund 13.000 Mitarbeiter erzeugen zwölf Millionen Tonnen Stahl pro Jahr

3.15 Uhr. Die Sirene schrillt wieder. Abstich an Ofen 8. Der Bohrer röhrt. Aber er kann das Porzellan diesmal nicht sprengen. Erst verglüht der Bohrkopf, dann der ganze Bohrer. Im Eiltempo streifen die Arbeiter, auch Holger, ihre Schutzmäntel über, greifen zu Metallrohren, die am Boden liegen, und schrauben sie zusammen. Am Ende schließen sie einen Gummischlauch an, der Sauerstoff in das Gestänge pumpt. Wenn der Bohrer versagt, muss das Loch aufgebrannt werden. Wie Walfänger stoßen sie die Lanze in die Bohröffnung, bis sie glüht. 30 Sekunden, länger hält das niemand aus. Es knallt und zischt, als tue sich die Hölle auf. Dann schießt das Eisen heraus. Durchatmen. Später zieht Holger sein Hosenbein hoch und zeigt seine Haut, die mit Brand narben aus 39 Jahren am Hochofen gespickt ist.

"Keine Nacht wie die andere"

Allmählich geht die Nachtschicht zu Ende. "Dat Schöne an dem Job is, dat keine Nacht wie die andere is", sagt Holger. Er fährt wieder den Aufzug hoch zur Übergabebesprechung im Chefbüro. Dann in die Kaue, duschen, anziehen. Die meisten anderen aus der Schicht sind schon weg, er sitzt allein in Unterhose zwischen grünen Stahlschränken und rubbelt sich mit einem Handtuch trocken. Ab nach Hause. Frühstück? "Mein Frühstück is braun, in der Flasche und kommt aus der Königsbrauerei."

Er steigt in seinen Mazda und fährt durch die Straßen der Stadt, in der die Feuer niemals verlöschen, zumindest noch nicht. Zu Hause ein paar Runden Solitär am PC. Dann ist er bereit für ein paar Stunden Schlaf.

Aktion Lokalpatrioten: Das sind die aufregendsten Orte im Ruhrgebiet
Themen in diesem Artikel