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Umfrage: Twitter-User erzählen, welche schlimmen Ratschläge sie für ihr Berufsleben bekommen haben

Gut gemeint und schlecht zu hören: Viele Ratschläge, die man als Berufsanfänger bekommt, gehören in die Tonne. Auf Twitter haben User gesammelt, auf welchen Rat sie besser nicht gehört hätten.

Arbeitskollegen

Nicht jeden Rat von älteren Arbeitskollegen oder Vorgesetzten sollte man befolgen

Getty Images

Als Berufseinsteiger ist man für gute Ratschläge eigentlich dankbar. Schließlich kommt man in eine neue, unbekannte Welt, die nach ihren eigenen Regeln funktioniert und in der sich die meisten anderen – außer man selbst – schon seit längerer Zeit bewegen. Aber bekanntlich ist nicht jeder gutgemeinte Rat auch ein guter.

Deshalb fragte auf Twitter der Buchautor und Psychologie-Professor Adam Grant seine Follower: "Was ist der schlimmste Karriere-Ratschlag, den ihr je bekommen habt?" Innerhalb kurzer Zeit bekam er tausende Antworten. Denn Ratschläge, die man besser nicht befolgt, hat wohl schon jeder bekommen.

Schlechter Karriere-Ratschlag: "Schreibe kein Buch"

Grant selbst legte mit drei persönlichen Beispielen vor. "Verschwende nicht deine Zeit damit, anderen zu helfen", ""Verzichte auf 90 Prozent deiner Projekte, weil du immer nur eins durchziehen kannst" und "Schreibe kein Buch". Zumindest dem letzten Vorschlag hat er sich mit Erfolg widersetzt: Vor allem mit seinem Werk "Originals" ist ihm ein Bestseller gelungen.

Andere hatten nicht so viel Glück. So wie Monica Lewinsky, eine der Prominenten, die auf Grants Frage antworteten. "Ein Praktikum im Weißen Haus würde auf deinem Lebenslauf richtig gut aussehen", habe man ihr gesagt. Bekanntlich hörte Lewinsky auf diesen Rat – und kam damit zu zweifelhafter Berühmtheit.

"Freunde dich nicht mit Kollegen an"

Ein anderer User bekam den Rat: "Du solltest mindestens 80 bis 100 Stunden in der Woche arbeiten." Man kann nur hoffen, dass er sich daran nicht gehalten hat. "Du musst eine Bitch sein, wenn du es zu etwas bringen willst", bekam eine Frau zu hören. "Freunde dich nicht mit deinen Kollegen an", wurde einem User geraten, der froh ist, sich nicht daran gehalten zu haben. Heute zählt er einige Arbeitskollegen zu seinen besten Freunden. Ähnlich ging es jemandem, dem gesagt wurde: "Verschwende deine Zeit nicht damit, Leuten zu helfen, die dir nicht nützlich sein können."

Wer schlechte Ratschläge bekommen und dann seine eigenen Erfahrungen gemacht hat, kann es aber immerhin selbst besser machen und junge Menschen auf das hinweisen, was wirklich zählt. Einer Frau wurde beispielsweise geraten, sich durch nichts von ihren Karriereplanungen abhalten zu lassen. Das Leben spielte aber anders: "Meine Ablenkungen (Kinder, Patientenvertretung, Schreiben) wurden zu den Dingen, die mich am meisten erfüllt haben." Deshalb gibt sie selbst einen Rat: "Erlaube dir, deine Ablenkungen zu lieben."

epp