HOME

Umfrage: Angst und Neid prägen Arbeitsklima

Das Betriebsklima in Deutschland ist seit der wirtschaftlich schwierigen Lage von Angst und Neid geprägt. Folge: Chefs ziehen die Zügel an, führen autoritärer und vergreifen sich häufiger im Ton.

Das Betriebsklima in Deutschland ist seit der wirtschaftlich schwierigen Lage von Angst und Neid geprägt: In mehr als jedem zweiten Unternehmen ziehen die Chefs die Zügel an und führen autoritärer (51,4 Prozent), fast jeder zehnte Chef vergreift sich dabei auch schon mal öfter im Ton ergab eine Umfrage des Wirtschaftsmagazins "Euro" (März-Ausgabe).

Durch die enge Besetzung und den hohen Kostendruck in den Abteilungen leiden die Mitarbeiter in jedem dritten Unternehmen (31,1 Prozent) unter zunehmender Konkurrenz und Neid. Um keine Fehler zu machen, zögern deshalb 54,1 Prozent bei Entscheidungen im Job.

Deswegen werden innovative Ansätze bereits im Keim erstickt, so dass den Deutschen nur wenig Raum für Kreativität und strategische Planung bleibt. 48,7 Prozent - und damit fast jeder zweite Mitarbeiter und Chef - fürchten so sehr um ihren Job, dass Engagement und die Bereitschaft, Risiken einzugehen und etwas Neues anzupacken, abnehmen. "Wenn ich etwas mache und es dann schief geht, bin ich der Erste, der gehen darf", beschreibt Professor Winfried Panse von der Fachhochschule Köln die Stimmung auf den Bürofluren. Eingeschüchterte Mitarbeiter leisten Dienst nach Vorschrift - bestenfalls. "Der Weg zur inneren Kündigung ist dann nicht mehr weit", warnt Panse.

Themen in diesem Artikel