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Unternehmensinsolvenzen: Pleitewelle ebbt ab

Die Pleitewelle bei den Unternehmen in Deutschland ebbt weiter ab. Allerdings geraten immer mehr private Verbraucher in die Schuldenfalle.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts erklärten im Mai 3.131 Firmen ihre Zahlungsunfähigkeit - 6,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Insgesamt gingen in den ersten fünf Monaten des Jahres die Unternehmensinsolvenzen um 1,3 Prozent auf 16.500 zurück. Die seit Anfang des Jahres zu beobachtende Entspannung hat sich damit fortgesetzt.

Dagegen geraten immer mehr private Verbraucher in die Schuldenfalle. Die Zahl der privaten Insolvenzen stieg im Mai um 35,4 Prozent auf 3.559 Fälle. Experten erklären den starken Zuwachs allerdings auch damit, dass das Instrument der Verbraucherinsolvenz erst allmählich stärker zum Einsatz kommt.

Insolvenzen gelten als Indikator für die konjunkturelle Entwicklung

2003 hatte die Pleitewelle in Deutschland auf Grund der schwierigen wirtschaftlichen Lage mit 39.320 Unternehmensinsolvenzen einen neuen Rekord erreicht. Für 2004 geht das Statistische Bundesamt von einer Beruhigung aus. Die erwartete konjunkturelle Erholung werde dazu beitragen, heißt es.

Die Gesamtzahl der Insolvenzen stieg von Januar bis Mai um 12,9 Prozent auf 46.766 Fälle. Dazu zählen Pleiten von Firmen, Verbrauchern, ehemals Selbständige, Gesellschaftern größerer Unternehmen und Nachlassinsolvenzen. Die offenen Forderungen der Gläubiger betrugen in den ersten fünf Monaten 2004 knapp 17 Milliarden Euro gegenüber 19 Milliarden Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum.